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Dieser Verein hält die Heide in Schuss

Dallgow-Döberitz Dieser Verein hält die Heide in Schuss

Der gemeinnützige Natur- und Tourismusverein hält seit vielen Jahren rund zwölf Kilometer Reit- und Wanderwege in der Döberitzer Heide in Schuss. Bislang finanzierten sie ihre Aktionen ausschließlich aus Fördermitteln, Spendengeldern oder privat. Seit Januar erleichtert der Verkauf der Reitmarken ihre Arbeit. Doch das ist nur ein Anfang.

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Ali, Moussa und Adrien packen mit an. Einmal in der Woche treffen sie sich mit Brigitte Block in der Döberitzer Heide.

Quelle: Laura Sander

Dallgow-Döberitz. Unter lautem Geheul arbeitete sich die Motorsäge durch den dicken Ast, der einige Sekunden später mit einem dumpfen Knall auf dem Wanderweg landete. Zu einer großen Aufräumaktion trafen sich gestern einige Mitglieder des Dallgower Natur- und Tourismusvereins in der Döberitzer Heide. Unterstützung erhielten sie dabei von Ali, Moussad und Adrien, alle Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Dallgower Artilleriepark. „Ali ist einer unserer Stammarbeiter. Er war jetzt schon einige Male dabei“, so Brigitte Block vom Vereinsvorstand. „Seit dem Ende der Vogelbrutzeit sind wir einmal in der Woche in der Heide unterwegs und halten die Wege in Ordnung. Größere Aktionen, wie Mäharbeiten, werden von ansässigen Landwirten gemacht – wir versuchen die Kosten so gering, wie möglich zu halten“, sagte Block weiter. Schließlich sei der Verein mit seinen zehn Mitgliedern gemeinnützig. „Wir erledigen in unserer Freizeit die Basisarbeiten, und das schon seit Jahren.“ Neben dem Beschneiden der Bäume und Sträucher zählen dazu außerdem die regelmäßige Kontrolle der Strecken, das Austauschen von Hinweisschildern und das Abtrennen von Wanderwegen und Forstflächen.

Noch bis vor Kurzem mussten die Mitglieder die Instandhaltung des Wegenetzes zum großen Teil mit eigenen Mitteln bewältigen. Seit der Einführung der Reitmarken in diesem Jahr erhalten sie nun eine finanzielle Unterstützung. „Das ist ein Anfang, aber alle Kosten können aus den Einnahmen noch lange nicht gedeckt werden“, weiß Michael Kotte, der seit den 1990er-Jahren Mitglied des Vereins ist. „Wir haben uns für die Erschließung der Döberitzer Heide eingesetzt und uns um Fördermittel und Spendengelder für die Finanzierung gekümmert“, so Kotte. „Es wäre schön, wenn sich mehr Reiter und Wanderer Gedanken über unsere Arbeit machen würden. Dank des Einsatzes des Vereins können sie die Wege nutzen, ohne sich den Kopf an tief hängenden Ästen zu stoßen oder sich durch unwegsames Gelände schlagen zu müssen“, ergänzte Kotte.
Insgesamt 125 Reitmarken, die jährlich 30 Euro kosten, hat der Tourismusverein bereits verkauft. „Mit einem solchen Erfolg hätten wir nicht gerechnet. Ursprünglich sind wir vielleicht von 50 verkauften Marken ausgegangen – sie werden gut angenommen“, sagte Brigitte Block. Die Marken müssen Reiter, die die Döberitzer Heide zu Pferd erkunden wollen, sichtbar am Zaumzeug ihres Tieres anbringen. Wird ein Reiter mehrmals ohne Marke erwischt, droht ein Bußgeld.

Rund zwölf Kilometer Wege betreut der Verein in Absprache mit der Sielmann-Stiftung. „All unsere Arbeit passiert im Einklang mit der Natur. Der Grünschnitt und die Äste legen wir ordentlich an den Rand des Weges – sie dienen Tieren als Unterschlupf und können dort verrotten“, so Block.

Von Laura Sander

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