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Havelland Dieter Dombrowski will weitermachen
Lokales Havelland Dieter Dombrowski will weitermachen
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00:27 20.11.2015
Dieter Dombrowski ist seit 1994 Vorsitzender der Havelland-CDU. Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

Vor 21 Jahren wurde Dieter Dombrowski erstmals Kreisvorsitzender der CDU. Seit 1990 war er Landrat des Kreises Rathenow. In diesem kommunalpolitischen Amt wollte er nicht gleichzeitig Parteichef sein. Direkt zur Wendezeit schickten sich solche Ämterhäufungen auch nicht. Morgen, zum CDU-Kreisparteitag in Ribbeck, will die CDU ihn für zwei weitere Jahre zum Vorsitzenden wählen. Ein Gegenkandidat ist nicht in Sicht.

Nur einer wagte die Gegenkandidatur

Den Putsch hat nur einer gewagt, an den sich wahrscheinlich noch nicht einmal mehr alle Mitglieder in der Havelland-CDU erinnern. Horst Hinderberger hieß ein Hoffnungsträger der Havelland-Union aus Falkensee, der sich anschickte, Dieter Dombrowski vom Thron des Kreisvorsitzenden zu stoßen. Hinderberger, der politisches Talent besaß und seit zwei Jahren in der CDU vorne mitmischte, hatte andere Vorstellungen, als Dombrowski. Im November 2001 forderte Hinderberger den CDU-Kreisvorsitzenden Dombrowski heraus. Der Falkenseer CDU-Mann unterlag deutlich. Sein politischer Stern ging nur wenig später unter.

Dieter Dombrowski kam 1990 nach Rathenow ins Havelland. Er war zuvor Referent der Berliner Bundestagsabgeordneten. Seine Vita sprach dafür, in die Heimat zurückzugehen. Im Landkreis Rathenow wurde er Landrat und begann zusammen mit Vertretern aller Parteien Strukturen aufzubauen.

Zuerst Landrat, dann Kreisvorsitzender

Die Parteikarriere begann 1994, nachdem Burkhard Schröder von der SPD Landrat des neuen Großkreises Havelland wurde. Schröder, der bereits im Landkreis Nauen Verwaltungschef war, wurde für die kommenden Jahre zum erbitterten Widersacher des CDU-Chefs. Zahllose Debatten rankten sich um die Bevor- und Benachteiligung der jeweiligen Regionen in den Altkreissen Nauen und Rathenow.

In der CDU kann sich Dombrowski auf verlässliche Helfer stützen. Michael Koch, der Kreistagsfraktionschef aus Brieselang etwa, Bodo Oehme, Bürgermeiste von Schönwalde/Glien oder Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler aus Spaatz oder Holger Schiebold aus Milow – ein anderes CDU-Urgestein.

Herausforderungen gab es in den Jahren oft. Dieter Dombrowski ist inzwischen stellvertretender Landtagspräsident, er gehört seit 1999 dem Brandenburger Landtag an. Er stand in der Landespartei oft mit an der Spitze, im Landkreis Havelland ist er unbestritten der Kapitän.

CDU will weiter mit Dombrowski

Michael Koch lässt keinen Zweifel. „Wir werden Dieter Dombrowski auch die Jahre 22 und 23 als CDU-Kreisvorsitzender gönnen, wir können uns keinen besseren an dem Platz vorstellen.“

Und so erwartet die Teilnehmer des Kreisparteitages, wenn es zu den Vorstandswahlen geht, am Donnerstag auf Schloss Ribbeck keine Überraschung – wahrscheinlich.

Seit 38 Jahren in der CDU

Dieter Dombrowski ist 64 Jahre alt. Er wurde in Ost-Berlin geboren, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Im August 1974 wurde er vom Bezirksgericht Schwerin zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der Vorwurf: Republikflucht und staatsfeindliche Verbindungsaufnahme. Im Dezember 1975 wurde er freigekauft.

Seit 1977 ist er Mitglied der CDU
Von 2007 bis 2009 war er Generalsekretär der CDU Brandenburg.

Von Joachim Wilisch

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