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Dietmar Woidke besucht die Buga

Ministerpräsident begrüßt 750.000. Besucherin Dietmar Woidke besucht die Buga

So schön kann Ministerpräsident sein: Während viele ihren letzten Arbeitstag vor dem Wochenende schwitzend im Büro zubringen mussten, verlegte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) seinen Arbeitsplatz am Freitag kurzerhand zur Bundesgartenschau in Brandenburg an der Havel.

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Ministerpräsident Dietmar Woidke begrüßt am Havelufer Marita und Jean-Pierre dauby aus Freiburtg
 

Quelle: Josefine Sack

Barndenburg/H..  Bei mehr als 35 Grad Celsius besuchte er den Buga-Standort Brandenburg/Havel, um dort noch einmal die Werbetrommel für die Gartenschau in der Havelregion zu rühren.

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass in den ersten drei Monaten nach der Eröffnung deutlich weniger Besucher kamen als erwartet. Nur 650 000 statt der anvisierten 750 000 Gäste hatten zur Halbzeit ein Ticket gekauft. Mit etwas Verspätung konnte die Halbzeitmarke gestern – pünktlich zum Besuch des Ministerpräsidenten – geknackt werden: Am Marienberg begrüßte Woidke die zehn Jahre alte Indira Pabst aus Berlin-Reinickendorf. Den Ferientag nutzte das Mädchen gemeinsam mit seinen Geschwistern Saida (5) und Moritz (7) sowie Mutter Barbara, um die Gärten und Parks entlang der Havel zu erkunden. Von den 750 Euro, die der Zweckverband und die Mittelbrandenburgische Sparkasse Indira überreichten, will die Schülerin einen Teich mit Seerosen und Fischen im Familiengarten anlegen, verriet sie dem Ministerpräsidenten.

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Eine dreiviertel Million Menschen waren bisher auf der Bundesgartenschau. Die 750.000ste Besucherin wurde am Freitag von Ministerpräsident Dietmar Woidke begrüßt.

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Obgleich zuletzt immer wieder von Millionenverlusten die Rede war, sollte die vom Zweckverband anvisierte Besucherzahl von 1,5 Millionen nicht erreicht werden, zog Woidke bei seiner Stippvisite am Freitag eine positive Zwischenbilanz. „Zahlen sind nicht alles“, milderte Woidke Bedenken, das Land und die fünf beteiligten Kommunen könnten am Ende auf den Kosten sitzen bleiben. Ziel der Buga sei es vor allem, die Region nachhaltig voranzubringen und sie für Touristen künftig noch attraktiver zu machen. Dass dieses Konzept aufgegangen sei, zeigten schon jetzt die gebuchten Übernachtungen, die im Vergleich zum Vorjahr um fast 70 Prozent gestiegen seien, so Woidke. Nirgends in Deutschland gebe es so viel unberührte Natur wie entlang der Havel, fügte er hinzu und kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: „Wer einmal hier war, kann gar nicht anders als sich zu verlieben.“ Dass das nicht nur so daher gesagt ist, nimmt man ihm spätestens ab, als er am Havelufer Marita und Jean-Pierre Dauby aus Freiburg (Breisgau) anspricht.

Woidke begrüßt Besucher persönlich

Die beiden liegen in ihren Liegestühlen und lesen, als sich der Ministerpräsident von hinten anpirscht. Woher die Rentner kommen, wie es ihnen gefällt, will er wissen. Das Ehepaar ist auf der Durchreise nach Berlin. Mit dem Wohnmobil haben sie einen Buga-Stopp eingelegt. „Waren Sie schon in Stölln?“, fragt Woidke und empfiehlt einen Besuch des DDR-Flugzeugs IL-62, das dort 1989 landete und nun zur Buga auf dem gollenberg zwischen Blumen thront. Marita Dauby ist gerührt: „Es ist eine Ehre, persönlich vom Ministerpräsidenten begrüßt zu werden“, sagt sie. „Immer am Wasser bleiben“, rät dieser noch zum Abschied. Da ließe sich die Hitze gut ertragen. Brandenburgs Oberhaupt selbst verzieht in der Mittagssonne indes keine Miene – trotz Anzug. Nur das Sakko hat er abgelegt. Ohne Mühe erklimmt er den Marienberg, wo er den historischen Telegraphenmast (siehe Infokasten) einweiht. Danach ist der sommerliche Abstecher ins Grüne auch schon wieder beendet – schnurstracks geht’s zurück an den Regierunsschreibtisch nach Potsdam. Schließlich geht es im Land nicht überall so blumig zu wie derzeit in der Havelregion.

Von Josefine Sack

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