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Doch keine Schweinemast in Möthlow

Geplante Apfelschwein-Anlage ist vom Tisch Doch keine Schweinemast in Möthlow

Die alten Kuhställe am Ortsrand von Möthlow werden doch nicht zu einer Mastanlage umgebaut. Peter de Flies wollte dort speziell mit Äpfeln gefütterte Schweine großziehen, die dann unter der geschützten Marke „Havelländische Apfelschweine“ auf den Markt gekommen wären.

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Hier hätten die Schweine untergebracht werden sollen.

Quelle: N. Stein

Möthlow. Bereits 2011 stellte der Landwirt aus Schmergow sein Ansinnen auf einer Einwohnerversammlung in Möthlow vor. Die Gemeindevertretung Märkisch Luch stimmte sei-nem Vorhaben im Ortsteil Möthlow zu.

Peter de Flies beantragte daraufhin beim Landkreis Havelland eine für den Umbau notwendige Baugenehmigung. Nachgeforderte Unterlagen habe der An-tragsteller bei der Bauordnungsbehörde allerdings nicht eingereicht, hat Andreas Tutzschke, Bürgermeister der Gemeinde Märkisch Luch, von der Kreisverwaltung nun mitgeteilt bekommen. Die Frist zur Einreichung der Unterlagen ist inzwischen verstrichen, der Antrag ist damit hinfällig.

Sollte der Landwirt wirklich bauen wollen, müsste er nun einen neuen Antrag stellen. Davon geht aber in der Region niemand aus. „Das Vorhaben hat sich erledigt“, sagte die Amtsdirektorin von Nennhausen, Angelika Thielicke, auf einer Sitzung der Gemeindevertretung Märkisch Luch. Dessen Bürgermeister sieht die Lage genauso. „Die Sache ist vom Tisch“, erklärt auch die Agrarbetriebsgemeinschaft GbR Neitsch – Munk – Schaefer. Sie ist Eigentümerin des Landwirtschaftshofes mit den alten Stallanlagen in Möthlow, die der Schmergower Landwirt für seine „Apfelschwein“-Produktion nutzen wollte.

Peter de Flies selbst ist für eine Stellungnahme telefonisch nicht zu erreichen. Auch der Landkreis hat sich auf Nachfrage zu dem Vorgang nicht geäußert.

1550 „Havelländische Apfelschweine“ wolle Peter de Flies in der Anlage produzieren, hatte er 2011 auf der Einwohnerversammlung verkündetet. Im Dorf waren viele Einwohner mit seinem Vorhaben nicht einverstanden, weil sie erhebliche Geruchsbelästigungen und eine Beeinträchtigung ihrer Wohnqualität befürchteten.

30 Einwohner legten zu dem Vorhaben beim Landesumweltamt Widerspruch ein. Der Landwirt zeigte sich kompromissbereit und erklärte der Gemeinde Anfang 2014, dass er die beiden dem Ort am nächsten gelegenen Ställe nicht nutzen wolle. Auch hatte er auf den Protest hin den beabsichtigten Tierbestand auf 1200 reduziert. Die Gemeinde stimmte dem Änderungsantrag zu – für ein Vorhaben, das der Landwirt nun offensichtlich aufgegeben hat.

Von Norbert Stein

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