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Döberitzer Kirche: Neuer Partner für Sanierung

Benefizkonzert am 10. April Döberitzer Kirche: Neuer Partner für Sanierung

Der Kulturförderverein Mark Brandenburg ist ein neuer Partner, von dem die Evangelische Kirchengemeinde Premnitz (Havelland) und der Förderverein für die Döberitzer Kirche Unterstützung beim Einwerben von Spendengeldern für die Sanierung des Gotteshauses bekommen. Am 10. April organisiert der Kulturverein eine Lesung mit musikalischer Umrahmung.

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Roland Bohm, Ingrid Bargel und Hans-Dieter Kübler (von links) vor der Döberitzer Kirche.

Quelle: Bernd Geske

Döberitz. Die Evangelische Kirchengemeinde Premnitz und der Förderverein für die Döberitzer Kirche haben einen weiteren Partner gefunden, der sie bei der Beschaffung von Spenden für die Sanierung des Gotteshauses unterstützt. Der Kulturförderverein Mark Brandenburg, dessen Mitglieder Werner Bader und Ingrid Bargel vor wenigen Jahren ein Buch über die Kirchen des Havellandes heraus gegeben haben, will einen Beitrag zur Erhaltung der Döberitzer Kirche leisten. Es soll eine neue Vortragsreihe „Toleranz in Wort und Klang“ geben, zu deren Auftakt es am Sonntag, dem 10. April, um 14.30 Uhr eine Lesung mit musikalischer Umrahmung gibt.

Verein bringt Musik und Literatur zusammen

„Wir freuen uns sehr darüber, dass der Kulturförderverein uns unterstützt“, sagt Roland Bohm, der Vorsitzende des Fördervereins für die Kirche. Jener habe seinen Sitz erst vor Kurzem nach Premnitz verlegt, da habe man sich beim Förderverein gedacht, das könne ein guter Partner sein. Er habe beim Kulturförderverein nachgefragt und dort sei ihm die Benefizveranstaltung angeboten worden. „Es ist uns eine Ehre, dass wir das machen können“, sagt Ingrid Bargel. Der Kulturförderverein habe schon öfter Veranstaltungen organisiert, bei denen Musik und Literatur zusammengebracht wurden. Nun solle erstmals eine in der Döberitzer Kirche stattfinden.

Gelesen wird am 10. April eine Erzählung der im Jahr 2000 verstorbenen Schriftstellerin Marion Sehmsdorf. Es geht um dramatische Ereignisse kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs auf einem Gut östlich der Oder. Soldaten der Roten Armee treffen auf deutsche Einwohner und üben Vergeltung für die Verbrechen in ihrem Land. Dann berichtet die Autorin aber in anrührender Weise über die Annäherung der bislang verfeindeten Seiten. Der Premnitzer Hobbyhistoriker Wilhelm Schmidt hatte das bislang unveröffentlichte Manuskript bei Recherchen entdeckt.

Dabei befand sich ein Soundtrack. Die Premnitzerin Gabriele Knobloch, Leiterin der Musik- und Kunstschule Ton-Art, hat eine moderne Fassung der Musik komponiert und wird sie bei der Lesung spielen. Gelesen wird die Erzählung von der Schauspielerin Laurin Katharina Singer, die vor Kurzem ins Westhavelland gezogen ist. Der Sohn der Autorin, Eckhardt Sehmsdorf, Pfarrer im Ruhestand aus Quedlinburg, will zur Benefizveranstaltung kommen.

Dach und Fassade müssen saniert werden

Pfarrer Hans-Dieter Kübler hat mitgeteilt, dass im Mai für die Kirche erneut ein Antrag auf Fördermittel aus dem ILE-Programm gestellt werden soll. Er hoffe, dass es eine positive Reaktion gebe. Als Gesamtsumme werden 180 000 Euro gebraucht, Dach und Fassade der Döberitzer Kirche müssen unbedingt saniert werden. Deren Förderverein, der mittlerweile 32 Mitglieder hat, warb bislang Spenden in Höhe von 4 500 Euro ein. „Wir suchen eine Nutzung der Kirche“, erklärt Pfarrer Hans-Dieter Kübler, „bei der sie für alle geöffnet sein kann, ohne dass ihr Charakter und ihre kulturelle Qualität verloren gehen.“

Von Bernd Geske

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