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Donnerstag wird Galerietag

Brieselang Donnerstag wird Galerietag

Der Märkische Künstlerhof präsentiert sein neues Programm mit Malerei, Musik und gutem Essen. Er ist künftig nicht mehr am Wochenende geöffnet, sondern macht den Donnerstag zum Galerietag. Auf zwei Etagen des einstigen Kaufhauses sind hunderte Bilder und tausende Grafiken des 20. Jahrhunderts zu sehen.

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Guido von Martens und Renée Dressler im Märkischen Künstlerhof in Brieselang.

Quelle: Judith Meisner

Brieselang. Donnerstag ist Galerietag - so lautet das neue Motto des Märkischen Künstlerhofs für dieses Jahr. Nach der Winterpause beginnt das Programm mit vielen spannenden Ausstellungen und Atelierfesten. „Wir bieten hehre Kunst für Genießer“, sagt Renée Dressler-von Martens. Zusammen mit ihrem Mann Guido von Martens sprüht sie vor Ideen.

Zum Kunstgenuss bietet jeder Donnerstag ausgiebig Gelegenheit. Denn die Galerie öffnet ihre Pforten von 14 bis 20 Uhr. Die Ausstellung im Parterre lohnt ebenso sehr einen Besuch wie die Sammlung Dressler-von Martens im Obergeschoss des alten Konsumkaufhauses am Platz des Friedens. Joseph Beuys, Fritz Cremer, Otto Dix, Rainer Ehrt, George Grosz, Picasso und Strawalde, das sind nur einige der klingenden Namen von Malern und Grafikern, deren Werke im Künstlerhof zu sehen sind. Die Kollektion umfasst 3000 Grafiken und 700 Ölgemälde, darunter viele von Dieter Dressler, dem Vater der Sammlerin.

Das neue Konzept ermöglicht den Künstlern, sich wieder ihren eigenen Werken zu widmen. Auch die Ateliers der Malerin Renée Dressler und des Keramik-Künstlers Guido von Martens öffnen sich den Besuchern an den Donnerstagen.

Die spektakulärste Arbeit Guido von Martens´ ist zweifellos die Brieselanger Nymphe. Prognosen, wann sie öffentlich präsentiert wird, stellt er nicht. Aber: „Kommt der Sockel, kommt die Nymphe“, sagt ihr Schöpfer.

Auch Atelierfeste werden in diesem Jahr wieder gefeiert. Los geht es am 22. April mit „Lenz und Kunst“, wenn der Künstlerhof und seine Freunde frische Arbeiten präsentieren, direkt aus den Ateliers.

Mystica@cetera folgt am 24. Juni. „Das Thema passt zur Weltsituation. Geheimnisvolles bahnt sich an, und Künstler arbeiten zum Thema“, sagt Renée Dressler. Das lässt auf eine spannende Ausstellung mit aktuellem Bezug schließen.

Gut zwei Monate später, am 26. August auf dem Sommerfest, rockt die in Brieselang bestens bekannte Band „Black Mail“, bis der Rasen qualmt. Diesmal gesellen sich die hinreißenden Mädchen von „Souliciouns“ als Vorband dazu.

Vor einem Jahr reiste Guido von Martens durch China und unterrichtete an Universitäten als Dozent für Keramik. Diese Reise hat Folgen: Im September findet die Ausstellung „Die Chinesin, der Ami und Ich“ statt. Damit wird die Reihe der Tonjuwelen-Ausstellungen im Künstlerhof fortgesetzt.

Die drei Künstler Yafang Qi aus China, Jimmy Clark aus Philadelphia, USA, und Guido von Martens zeigen Gefäße und Objekte von schlichter Schönheit. Das Trio ließ sich von der chinesischen Porzellan- und Keramik-Tradition inspirieren. Jimmy Clark wird Mitte September einen Kurs zum Thema Pinching in Brieselang anbieten. Dabei geht es darum, den Ton mit den Fingerspitzen zu bearbeiten. Interessenten können im Künstlerhof die Teilnahme am Workshop buchen.

Im November hängt der „Himmel voller Engel“. Als Boten künden sie die Weihnachtszeit an. Die Schau zeigt Malerei, Grafik, Skulptur und Kleinplastiken mit einer Verbeugung vor der besinnlichen und romantischen Zeit.

Ein Dauerbrenner ist die Reihe „Eat in Art – Essen in der Kunst“. Seit mehr als 20 Jahren findet im Künstlerhof der legendäre Brunch am ersten Sonntag im Monat statt. Frühzeitiges Buchen sichert die Plätze. Eine Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Die Stammgäste lieben neben dem guten Essen die lockeren Gespräche an der Tafel.

Auch das Menü wird von der Kunst bestimmt. Für immer neue Ideen stehen in der Bibliothek mehr als vier laufende Meter Kochbücher in der Regalen. Renée Dressler kennt sich bestens aus und schwärmt vom Ziegenbraten mit Zimt nach dem Rezept des spanischen Malers Salvador Dalí. Der ist am 7. Mai an der Reihe. Inzwischen haben selbst die Eintrittskarten Sammlerwert: Die kleinen Kunstwerke von Renée Dressler werden auf echtem DDR-Dokumentenpapier gedruckt.

Von Judith Meisner

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