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Dorfkirche wird zum Musik- und Kulturzentrum

Döberitz Dorfkirche wird zum Musik- und Kulturzentrum

Die Dorfkirche von Döberitz soll zu einem multifunktionalen Musik- und Kulturzentrum um- und ausgebaut werden. Möglich wird das, weil für das Projekt eine Förderung aus dem Leader-Programm in Aussicht gestellt worden ist. Kirchengemeinde und Förderverein müssen nun konkrete Planungsunterlagen erarbeiten lassen, damit im nächsten Jahr gebaut werden kann.

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Bisher war die Döberitzer Kirche bei Kulturveranstaltungen immer voll, hier das Konzert mit Domkantor Marcell Fladerer-Armbrecht.

Quelle: Bernd Geske

Döberitz. Die Weichen sind gestellt, damit die alte Döberitzer Dorfkirche im nächsten Jahr zu einem multifunktionalen Musik- und Kulturzentrum um- und ausgebaut werden kann. Möglich wird das durch Fördermittel aus dem Leader-Programm. Der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe Havelland hat entschieden, dass die Kirche zu den sieben Projekten des Landkreises gehören soll, die in der nächsten Runde berücksichtigt werden. Für Kirchengemeinde und Förderverein der Kirche bedeutet das, in den nächsten Wochen konkrete Planungsunterlagen erarbeiten zu lassen, die der Fördermittelgeber genehmigen kann.

„Wir waren sehr angenehm überrascht, dass wir jetzt berücksichtigt worden sind“, sagt Pfarrer Hans-Dieter Kübler und fügt bekräftigend hinzu: „Aber wir wollen mit der Kirche ja auch etwas Gutes machen.“ Im September habe die Gemeinde den Bauantrag eingereicht. Es habe schon Gespräche mit dem Denkmalschutz gegeben. Dabei habe sich herausgestellt, dass an Fassade und Fenstern mehr beachtet werden müsse, als bislang absehbar war. Das werde die Baukosten etwas in die Höhe treiben, aber kein ernsthaftes Hindernis sein.

Sanierung der Kirche im Januar 2015 auf die Tagesordnung gesetzt

Im Januar vergangenen Jahres hatte die Gemeinde die Sanierung der Döberitzer Kirche auf die Tagesordnung gesetzt, weil deren altes Dach so undicht geworden war, dass es unbedingt saniert werden muss. Schon im März hatte sich ein Förderverein gegründet. Ursprünglich ging man von einer Bausumme um 160 000 Euro aus, weil es zuerst um das Dach gehen sollte. Jetzt zeichnet sich ein Betrag jenseits von 220 000 Euro ab. Das ist aber auch darin begründet, dass die Verantwortlichen mittlerweile eine detailreiche Vision davon entwickelt haben, was in der Kirche alles passieren soll, wenn sie zum Musik- und Kulturzentrum umgestaltet worden ist.

Es dürfte das dafür bei der Leader-Gruppe eingereichte Konzept gewesen sein, das den Ausschlag gab. Der überkonfessionelle Förderverein übernehme zunehmend Verantwortung für die Nutzung des Gebäudes, wird darin ausgeführt. Der Blick wird auf eine „kulturelle und musikalische Inwertsetzung der Akustik“ gerichtet. Im Vordergrund stehe die Nutzung als Musik- und Studiokirche. Geplant sei die Vernetzung mit örtlichen und überörtlichen Trägern wie der Musik- und Kunstschule Ton-Art und den Kitas Döberitz, Premnitz, Mögelin.

Grundstein 1702, Bauabschluss 1781

1702 ist der Grundstein für die Döberitzer Kirche gelegt worden, nachdem im Mai des Jahres 1700 das ganze Dorf abgebrannt war.

Die Jahreszahl 1781 auf der Wetterfahne der Kirche legt nahe, dass der Bau zu dieser Zeit abgeschlossen wurde.

Die Premnitzer Kirche ist erst vor wenigen Jahren saniert worden. Dieses Bauwerk war 1858 fertiggestellt worden.

Angestrebt wird eine 75-prozentige Förderung aus dem Leader-Programm. Den Eigenanteil müssen Kirchengemeinde und Förderverein aufbringen.

Der Förderverein für die Döberitzer Kirche ist am 5. März 2015 gegründet worden.

Die Kontonummer des Fördervereins Döberitzer Kirche lautet:

IBAN DE90 1609 1994 0002 0582 00

Die technischen Voraussetzungen für eine Nutzung als „Probe-, Studio- und Aufnahme-Kirche“ seien bereits gegeben, steht im Konzept. Christian Rosenbaum, Vorstandsmitglied des Fördervereins, sei Tontechniker und stelle moderne Technik zur Verfügung. Man erwarte, dass Gruppen aus dem Land Brandenburg und Berlin die Gelegenheit in Döberitz nutzen, weil eingerichtete Studios teuer sei. Der Kirche wird eine „außergewöhnliche Raumakustik“ bescheinigt.

Die Musik- und Kunstschule Ton-Art habe Interesse an einer Kooperation geäußert, ist im Konzept zu lesen. Bisherige und geplante Veranstaltungen würden das belegen. Vorstellungen von Schülern für Eltern und Märchenaufführungen für Kinder seien vorgesehen. Eine Bibliothek mit einer Leseecke solle eingerichtet werden. Die Kirche solle zu einer „idyllisch gelegenen Begegnungsstätte“ entwickelt werden, die auch mittelgroße Kultur- und Musikfestivals ermögliche. Gedacht sei an afrikanische kulturelle Darbietungen bis hin zu Motorradtreffen mit Gottesdiensten und abendlichem Zusammensein.

Von Bernd Geske

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