Volltextsuche über das Angebot:

31 ° / 14 ° Gewitter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Dramatisches Stück zum Jubiläum überzeugt

Rathenow Dramatisches Stück zum Jubiläum überzeugt

Das Theater „Lichtblick“ in Rathenow feiert dieser Tage 20-jähriges Jubiläum. Am Wochenende kam aus diesem Anlass das weltberühmte Stück „Der Glöckner von Notre Dame“ auf die Bühne – die Darsteller wussten zu überzeugen und ließen ein begeistertes Publikum zurück.

Voriger Artikel
Rückwärtsläufer erfüllen Wünsche
Nächster Artikel
Mit dem Lösch-Oldie durch Friesack


Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. „Eigentlich haben wir uns bereits Ende 1996 zusammengefunden, aber unsere erste Probe fand Anfang 1997 statt“, erzählt Stefan Schulz, Vorsitzender des Vereins Lichtblick. Somit feiert das Rathenower Laienschauspieltheater in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Als erstes Stück spielte Lichtblick 1997 „Der Affe als Mensch“ und im Februar 1998 folgte „Die Schneekönigin“.

„Seit 1999 spielen für jedes Jahr im Frühjahr ein Erwachsenen-Stück, das seit 2013 im Sommer noch einmal Open Air auf dem Gelände des Wassersportvereins aufgeführt wird, und in der Adventszeit ein Märchen“, so Schulz. „Vor elf Jahren kam dann das Krimi-Dinner mit Inspektor Hinkemüller dazu.“

Der Cast

Der Cast.

Quelle: Uwe Hoffmann

Nachdem Lichtblick bereits zum 15-jährigen Bestehen 2012 den Kulturpreis der Stadt erhielt, ehrte Bürgermeister Ronald Seeger die Vereinsmitglieder im Februar diesen Jahres mit dem Eintrag in das Ehrenbuch der Stadt. Am 25. Februar feierten die 25 Vereinsmitglieder ihr Bestehen in ihren Räumen am Körgraben.

Auch zwei Mitglieder, die nach einiger Zeit nach Rathenow zurückkehrten und wieder dabei sind, feierten mit. „Im Herbst 2016 bin aus Hamburg, wo ich seit 2001 lebte, wieder nach Rathenow zurückgekehrt“, sagt Claudia Wagner. Auch Marleen Uebe, die ihr Abitur in Berlin machte, ist nun wieder bei Lichtblick.

Szene aus dem Stück

Szene aus dem Stück.

Quelle: Uwe Hoffmann

„20 Jahre Lichtblick – es ist schön, dass sie immer wieder da sind. Danke!“, so lauteten Stefan Schulz’ kurze Worte zum Vereinsjubiläum. Am Samstagabend spielten 24 Vereinsmitglieder – in insgesamt 34 Rollen – „Der Glöckner von Notre-Dame“ auf der Bühne des Kulturzentrums vor ausverkauftem Saal. „’Die drei Musketiere’ war auch schon ein ernstes Stück. Aber wir wollten mal zeigen, dass wir nicht nur Komödie, sondern auch Dramatik können“, sagt Vereinschef Schulz. „Unser ’Glöcker von Notre-Dame’ lehnt sich stark an die Romanvorlage von 1981 des französischen Schriftstellers Victor Hugo an.“

Im Paris des Jahres 1482 wird der Glöckner Quasimodo während des jährlichen Narrenfestes zu den Toren der Kathedrale Notre-Dame zum Narrenpast ausgerufen. Des Diebstahl bezichtigt kommt er an den Pranger. Esmeralda, eine Tänzerin, die nach Paris kam, fühlt mit dem Krüppel. Frollo, Domprobst von Notre-Dame, der sich des missgestalteten Findelkindes Quasimodo einst annahm, ist von der anmutigen Esmeralda verzückt.

Er ersticht Phöbus (Sascha König), den Hauptmann der königlichen Garde, in den sich Esmeralde verliebt. Quasimodo kann die des Mordes an Phöbus bezichtigte und daraufhin zum Tode verurteilte Esmeralda, die eine gemeinsame Flucht mit Frollo ablehnte, nur kurzzeitig retten. Zuletzt stirbt Esmeralda doch. Und Quasimodo stürzt daraufhin seinen Herrn Frollo vom Kirchturm. Ein wahrhaft dramatisches Stück mit zwei Toten. Phöbus überlebte den Mordanschlag.

Szene aus dem Stück

Szene aus dem Stück.

Quelle: Uwe Hoffmann

Das Stück begeisterte die Zuschauer im Kulturzentrum. Besonders Martin Rißmann (Quasimodo), Franziska Rahn (Esmeralda) und Stefan Schulz (Frollo) überzeugten, vor allem in ihren Monologen und dialogischen Szenen. Trotz dramatischer Handlung verzichtete Regisseur Schulz nicht ganz auf den Humor. Julia Strehmel spielte als Henriette eine tolle Dirne und auch Nanett Strehmel trug als Gauklerin Arletta wieder zur Erheiterung des Publikums bei.

Nach dem Stück gratulierten den Schauspielern viele Zuschauer mit Blumen. „Eine tolle Leistung. Die Schauspieler haben sich heute selbst übertroffen“, schwärmte Bürgermeister Seeger. „Quasimodo spielt ganz toll. Aber auch Esmeralda.“ Im Foyer traf Thomas Frohn auf den Vereinsvorsitzenden Stefan Schulz. „Die Aufführung war grandios. Die Schauspieler haben sich richtig ins Zeug gelegt“, so der Lichtblick-Fan aus Wegberg bei Mönchengladbach, der wegen des Stückes nach Rathenow kam. „Die lange Anfahrt hat sich gelohnt.“ Frohn entdeckte Lichtblick im vergangenen Jahr im Rahmen seines Urlaubs mit dem Fahrrad im Havelland.

„Der Glöckner von Notre-Dame“ ist bereits die vierte Lichtblick-Aufführung, die er sieht. „Zum Open Air werde ich auch kommen und das wieder mit ein paar Tagen Urlaub verbinden.“ Stefan Schulz verrät dazu schon mal das passende Datum: „Am 15. Juli führen wir ‚Der Glöckner von Notre-Dame’ noch einmal Open Air am Wassersportgelände auf.“

Von Uwe Hoffmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg