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Drei neue Pumpen fürs Schöpfwerk

Sanierung in Parey Drei neue Pumpen fürs Schöpfwerk

Das alte Schöpfwerk Parey (Havelland) sorgt bei Landwirten für Ärger: Es ist seit 43 Jahren Betrieb noch nicht wieder saniert worden. Das 1973 in Betrieb genommene Schöpfwerk Parey gehört zu den wichtigsten wasserbaulichen Anlagen im Verbandsgebiet.

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Das Schöpfwerk Parey soll umfassend saniert werden.

Quelle: n. stein

Parey. Das alte Schöpfwerk Parey sorgt bei Landwirten für Ärger: Es ist seit 43 Jahren Betrieb noch nicht wieder saniert worden. Insgesamt 17 Schöpfwerke betreibt der Wasser- und Bodenverband Untere Havel – Brandenburger Havel in seinem Zuständigkeitsgebiet zwischen Bandenburg an der Havel und dem Ländchen Rhinow.

Das 1973 in Betrieb genommene Schöpfwerk Parey gehört zu den wichtigsten wasserbaulichen Anlagen im Verbandsgebiet. „Errichtet wurde das Schöpfwerk zur Wasserregulierung landwirtschaftlich genutzter Flächen und zum Hochwasserschutz für Bebauungen und Verkehrsanlagen“, sagt Winfried Rall, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes, zu der Bedeutung des Schöpfwerkes das aus einem 1975 Hektar großen Einzugsgebiet Wasser aus der Großen Grabenniederung in die Havel pumpt.

Die Betreibung des Schöpfwerkes bereitet aber zunehmend größere Probleme und sorgt seit langer Zeit bei Landwirten und in den Kommunen der Region zwischen Hohennauen, Parey, Gülpe und Spaatz im Amt Rhinow für Ärger. Dem Wasser- und Bodenverband macht jedoch niemand in der Region einen Vorwurf. Er ist schuldlos an den Zustand.

1973 in Betrieb genommen

Das Schöpfwerk ist verschlissen. Die technische Ausrüstung ist seit der Errichtung der Anlage vor 43 Jahren unverändert geblieben. Eine Instandsetzung sei aufgrund des hohen Alters der Technik sinnlos und auch aus ökologischer Sicht nicht vertretbar, erläutert Winfried Rall vom Wasser- und Bodenverband. Eine umfassende Sanierung sei deshalb zwingend notwendig.

Dafür wurde jetzt eine Planung erstellt. 58 000 Euro hat die Planung gekostet und vom Land Brandenburg bezahlt, weil das Schöpfwerk eine Funktion im öffentlichen Interesse erfüllt. Die Große Grabenniederung gehört zu den Poldergebieten, die bei Hochwasser im Ernstfall zur Entlastung von Elbe und Havel geflutet werden, wie in Juni 2013 zum Beispiel. Ist das Hochwasser gebannt, wird mit Hilfe des Schöpfwerkes Parey das Wasser aus dem Poldergebiet Große Grabenniederung wieder in die Havel gepumpt. Die derzeitige Projektplanung sieht vor, neben der Erneuerung von Ausrüstung und Steuertechnik auch die Sanierung des Gebäudes und der Tiefbauteile des Schöpfwerkes. Notwendig wird zudem eine Sedimentberäumung im erweiterten Vorfluter des Schöpfwerkes, dem Mahlbusen.

„Mit modifizierter Pumpensteuerung sollen stabile Wasserstände ohne ungewollte Schwankungen erreicht werden und damit auch negative gewässerökologische Aspekte des bisherigen Pumpenbetriebes reduziert werden“, erläutert Winfried Rall das Ziel der geplanten umfassenden Sanierung. Eingebaut werden sollen dafür drei neue Pumpen, die insgesamt bis zu 1,8 Kubikmeter Wasser in der Sekunde aus der Großen Grabenniederung befördern können.

Kosten wird das Vorhaben voraussichtlich insgesamt 610 000 Euro. Saniert werden soll das Schöpfwerk mit Fördermitteln. Den dafür nötigen Antrag wird der Wasser- und Bodenverband beim Land stellen, wenn die Richtlinien für die neue Förderperiode vorliegen.

Von Norbert Stein

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