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Dreifaches Nein zu Neubau im Kiefernweg

Elstal Dreifaches Nein zu Neubau im Kiefernweg

Der Elstaler Ortsbeirat hat sich gegen den Bau von weiteren Mehrfamilienhäusern in der historischen Eisenbahnersiedlung positioniert. Eigentümer Deutsche Wohnen will seine Pläne am 28. August vorstellen.

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Gärten gehören zu vielen Häusern in der Siedlung.

Quelle: Jens Wegener

Elstal. Ginge es allein nach dem Elstaler Ortsbeirat, würde die historische Eisenbahnersiedlung überhaupt nicht weiter bebaut. Zwei Anträge des Eigentümers Deutschen Wohnen AG zur Errichtung von insgesamt vier Mehrfamilienhäusern fanden in der Sitzung am Mittwochabend bei den drei anwesenden Mitgliedern des Ortsbeirates keine Zustimmung. Nächste Instanz ist der Wustermarker Bauausschuss, der am 8. August (ab 18.30 Uhr in der Oberschule Elstal) darüber diskutieren wird.

Das Verdichtung der Eisenbahnersiedlung mit zusätzlichen Gebäuden ist seit langem Streitthema in Elstal. Um sich von der Deutschen Wohnen nicht überrumpeln zu lassen, hatten die Wustermarker Gemeindevertreter im April dieses Jahres einen Bebauungsplan „Eisenbahnersiedlung Elstal einschließlich Garagenkomplex Ernst-Thälmann-Platz“ und eine Veränderungssperre für diesen Bereich beschlossen. Nun beabsichtigt die Deutsche Wohnen, Ausnahmen von der Veränderungssperre zu erreichen, um einige Wohneinheiten in Massivholzbauweise errichten zu können. Konkret geht es um drei Häuser mit 17 Wohnungen in der Puschkinstraße/Ecke Schulstraße sowie ein Gebäude mit sieben Wohnungen im Kiefernweg.

„Mit den Plänen in der Puschkinstraße könnte ich mitgehen, weil dort die vorhandene Straßenbebauung fortgesetzt würde“, sagte Ortsvorsteher Matthias Kunze (SPD). Doch die beiden anderen Ortsbeiratsmitglieder Wolfgang Braeschke (parteilos) und Jürgen Schramm (WWG) sagten auch dazu nicht ja. Ein dreifaches Nein gab es zum Wohnhaus im Kiefernweg. Von optischen Befindlichkeiten abgesehen: „Das wäre der Einstieg in die Bebauung von Gärten, die zu der Siedlung gehören“, argumentierte Wolfgang Braeschke.

Sollte die Gemeinde Wustermark diesem Mehrfamilienhaus zustimmen, würden nicht nur drei oder vier Gärten verschwinden, sondern „der gesamte Charakter der Siedlung gehe verloren“, sagte Gemeindevertreter Tobias Bank (Linke). Denn wie heißt es in der Beschlussvorlage: „Die Entscheidung ist beispielhaft für Vorhaben mit gleich gelagerter Konstellation“. Was nichts anderes heißt als: Wird dieses Bauvorhaben befürwortet, können auch an anderer Stelle in der Eisenbahnersiedlung Verdichtungen erfolgen.

Unverständnis herrscht bei den Ortsbeiratsmitgliedern auch darüber, dass die Deutsche Wohnen über ihre Pläne in der Eisenbahnersiedlung die Elstaler erst am 28. August informieren wird, wo doch die Gemeindevertreter bereits am 22. August über die Ausnahmen von der Veränderungssperre entscheiden sollen.

Von Jens Wegener

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