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Havelland Drogerie-Riese dm kann loslegen
Lokales Havelland Drogerie-Riese dm kann loslegen
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14:10 21.02.2018
Der erste Lkw, der die freigegebene Hafenstraße passierte, kam aus dem Hafen des GVZ Wustermark. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

Sie ist 850 Meter lang und hat eine sieben Meter breite Asphaltdecke – die neue Hafenstraße im Güterverkehrszentrum Wustermark (GVZ). Sie wurde mit modernem LED-Licht und Borden aus Granit an den späteren Ein-und Ausfahren ausgestattet. Und sie ist die Voraussetzung dafür, dass Drogerie-Riese dm mit dem Bau seines neuen Logistikzentrums in Wustermark beginnen kann. „Der Baustart soll noch im November erfolgen“, sagte Hans-Jürgen Becker, Projektmanager von dm, am Donnerstagvormittag bei der Verkehrsfreigabe der neuen Erschließungsstraße.

Zunächst aber gab es Lob von allen Seiten, weil die Hafenstraße in nur drei Monaten von der Firma Eurovia hergestellt wurde. „Das Zusammenspiel von Planern, Bauleuten, dm als Investor und der Gemeindeverwaltung hat wunderbar funktioniert“, sagte Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Obwohl auch ein Bodendenkmal gesichert werden musste, sei alles im Zeitplan geblieben.

Rund 1,6 Millionen Euro hat dm in den Straßenbau investiert. Dieser war notwendig, weil die ursprüngliche Hafenstraße das rund 16 Hektar große Areal von dm geteilt hat.

Mit vereinten Kräften wurde das Band durchgeschnitten. Quelle: Tanja M. Marotzke

Die alte Straße wird nun zurückgebaut.

Bis 2020 soll das neue Logistikzentrum, das dritte von dm in Deutschland, entstehen. Dafür will das Drogerie-Unternehmen rund 100 Millionen Euro ausgeben. Von Wustermark aus sollen künftig die dann etwa 2000 dm-Filialen im Norden und Osten Deutschlands beliefert werden. „Wir gehen von etwa 300 Arbeitsplätzen in Wustermark aus, wobei ich denke, dass rund 95 Prozent neue Arbeitsplätze sein werden“, erklärte Hans-Jürgen Becker.

Die entsprechenden Mitarbeiter aus der Region auch zu bekommen, scheint für dm kein großes Problem, trotz benachbarter Unternehmen wie Zalando, Amazon oder Rossmann. Schließlich sei dm zum wiederholten Mal zum besten Arbeitgeber in Deutschland gewählt worden, so Becker. Das habe viel mit der Arbeitnehmerzufriedenheit zu tun. Dm zahle höhere Löhne als diverse Konkurrenten.

Grund zur Freunde hatten am Donnerstag auch die Mitarbeiter der Wustermarker Verwaltung sowie einige Gemeindevertreter, die zur Verkehrsfreigabe gekommen waren. So betonte Tobias Bank (Linke), dass dm ein „verlässlicher Partner für die Gemeinde ist“ und dass das Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit Maßstäbe setze.

Von einem „Mehrwert für die Gemeinde“ sprach Holger Schreiber und ergänzte: „Der Weg ist jetzt frei für das Flaggschiff im GVZ. Wir sind froh, dass es gelungen ist, solch einen Branchenführer nach Wustermark zu holen. Und dass es nach einigen Verhandlungen möglich wurde, das gesamte Grundstück an dm zu vermarkten.“ Daran hat auch die Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH (IPG) ihren Anteil, die das GVZ Wustermark im Auftrag der Gemeinde entwickelt. Rund 95 Prozent der möglichen Ansiedlungsfläche sind inzwischen belegt oder verkauft.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist das GVZ inzwischen ein voller Erfolg, auch wenn die Gemeinde Wustermark immer noch auf einem einstelligen Millionen-Schuldenberg sitzt. Der entstand, weil die Kommune bei der Erschließung des 226 Hektar großen Gesamtareals Anfang der 90er-Jahre in finanzielle Vorleistung gegangen war. Aber: Auch in diesem Jahr zahlt die Gemeinde wieder einen Teil der Verbindlichkeiten zurück, Ende nächsten Jahres, so das Ziel, will man bei Null ankommen. Die Millioneneinnahmen aus dem Grundstücksverkauf an dm werden auch für den geplanten Erweiterungsbau der Grundschule Wustermark verwendet.

Von Jens Wegener

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