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Havelland Drogerie-Riese kommt ins Havelland
Lokales Havelland Drogerie-Riese kommt ins Havelland
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07:08 28.02.2017
Alle dm-Filialen in Berlin und Brandenburg werden künftig ihre Waren aus Wustermark bekommen. Quelle: dpa
Wustermark

Ein Jahr hat es gedauert vom ersten Gespräch bis zum Notartermin: Am Montag setzten der Geschäftsführer der dm-Drogeriemarkt GmbH Christian Bodi und Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber ihre Unterschrift unter den Kaufvertrag für ein 16 Hektar großes Areal im Güterverkehrszentrum Wustermark. Auf einem Teil dieser Fläche baut dm bis spätestens 2020 sein drittes Logistikzentrum in Deutschland. Die Gesamtinvestition liegt bei etwa 100 Millionen Euro.

Alleine in Berlin eröffneten in den letzten zehn Jahren 76 Filialen

Vom Standort Wustermark sollen künftig die dm-Filialen im Norden und Osten Deutschlands beliefert werden. Allein in Berlin wurden in den letzten zehn Jahren insgesamt 76 neue dm-Märkte eröffnet, in Brandenburg kamen im gleichen Zeitraum 27 Standorte dazu. Bis 2020 will das Unternehmen auf 2000 Filialen erweitern. Die beiden anderen Logistikzentren stehen in der Nähe von Köln und Karlsruhe.

Christian Bodi, Holger Schreiber, Martin Dallmeier vom dm und Landrat Roger Lewandowski (v.r.) am Montag in Wustermark. Quelle: Jens Wegener

„Es ist ein großer Tag für Wustermark“, so der Bürgermeister. Sowohl in wirtschaftlicher Sicht profitiere die Gemeinde, weil der Grundstücksverkauf eine „stolze Millionensumme“ in die Kasse spüle. „Aber auch vom Standing her gewinnen wir, weil dm einen Namen hat, laut einer Fokus-Umfrage zu den beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland gehört und gute Arbeitsplätze schafft“ so Schreiber. Wie viele es im neuen Logistikzentrum genau sein werden, konnte Geschäftsführer Christian Bodi am Montag noch nicht sagen: „500 ist zu hoch gegriffen, aber mehrere hundert. Die verteilen sich auf den logistischen, den technischen und den kaufmännischen Bereich.“

Baubeginn soll noch dieses Jahr sein

Laut dm-Chef würde der Bauantrag für das Logistikzentrum im März/April gestellt, er rechne mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr. Bevor der Drogeriemarkt mit seinem Projekt loslegt, haben bereits erste vorbereitende Arbeiten auf der Areal im Güterverkehrszentrum begonnen, denn: Noch wird das Areal durch die Hafenstraße geteilt. Das jedoch passte nicht in die Pläne von dm. Deshalb finanziert der Investor die Verlegung der Straße an den Rand des Grundstückes, was etwa zwei Millionen Euro kostet. Maßnahmen zum Artenschutz und zur Schaffung von Ausgleichsflächen seien in der Umsetzung, hieß es.

Auch wenn die Einzelheiten der späteren Bebauung noch nicht feststehen würden, so Bodi, sei klar, dass auf etwa 5000 Quadratmetern ein Hochregallager entstehen werde. „Das ist für uns unverzichtbar.“ Von einer Höhe von maximal 34 Metern war die Rede. Im Vorfeld hatte es in Wustermark wegen der hohen Bebauung einige Diskussionen gegeben, weil man Sichtbeeinträchtigungen vor allem für die benachbarten Dyrotzer Einwohner befürchtete.

Mit der Ansiedlung von dm sind jetzt 94 Prozent der Gewerbeflächen im Güterverkehrszentrum Wustermark verkauft. Die Zahl der Arbeitsplätze wird sich in nächster Zeit von derzeit 3500 auf mehr als 4000 erhöhen.

Von Jens Wegener

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