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Drohnen erfassen Sturmschäden im Stadtwald

Rathenow Drohnen erfassen Sturmschäden im Stadtwald

Mit Drohne und Drehleiter rückte die Rathenower Feuerwehr aus, um dem Stadtförster bei der Erfassung der Sturmschäden zu helfen. Zwar musste der Drohneneinsatz abgebrochen werden. Aber aus der 30 Meter hohen Kanzel der Leiter waren die Schneisen, die Xavier geschlagen hat, deutlich zu erkennen

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Stadtförster Thomas Querfurth verschafft sich aus der Kanzel der Feuerwehrleiter einen Überblick über die Sturmschäden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Böiger Wind und empfindliche Technik haben zu einem vorzeitigen Ende des ersten offiziellen Drohneneinsatzes im Rathenower Stadtwald geführt. Doch auch ohne die erhofften Bilder aus der Kamera des städtischen Flugobjektes hat Stadtförster Thomas Querfurth jetzt einen besseren Überblick über die Schäden, die der verheerende Sturm Xavier vor drei Wochen im Stadtwald angerichtet hat.

Zwar wurde der Drohnenflug abgebrochen. Aber immerhin kam die Drehleiter der Rathenower Feuerwehr zum Einsatz. Und aus der Kanzel, die in über 30 Metern Höhe über den Baumwipfeln schwebte, erkannte Querfurth deutlich die Schneisen, die der Sturm vor allem am westlichen Ende des Havelland-Radwegs in den Wald geschlagen hat. Vom Boden aus sehe man nur einen Haufen umgestürzter Bäume, so Querfurth. Aus der Vogelperspektive sei klarer erkennbar, wie der Wind in dem Bestand gewütet habe.

Da sah noch alles gut aus

Da sah noch alles gut aus. Aber die Drohne kam wegen technischer Probleme und böiger Winde nicht zum geplanten Einsatz. Immerhin konnte die Drehleiter ausgefahren werden.

Quelle: Kniebeler, Markus

Also hatte sich der Feuerwehreinsatz doch gelohnt, der eigentlich noch ausgiebiger hätte verlaufen sollen. Feuerwehrmann Romano Seeger, der über die Lizenz zum Fliegen der Drohne verfügt, hatte das Gerät auch schon für einen ersten Flug vorbereitet.

Aus der Drehleiterkanzel heraus wollte er den am stärksten vom Windbruch betroffenen Waldabschnitt mit dem Quadrocopter abfliegen und mit der eingebauten Kamera Fotos von den Sturmschäden schießen.

Zwei Dinge vereitelten diesen Plan. Zum ersten hatten technische Probleme die Manövrierfähigkeit des Flugapparates eingeschränkt. Als der Schaden behoben war, stellte sich heraus, dass der böige Wind einen effektiven Einsatz unmöglich machte. Also beließ es der Drohnenpilot bei einem Kurzflug und packte das empfindliche Gerät dann wieder ein. Nun soll Ende November ein neuer Versuch gestartet werden.

„Dann werden wir ohnehin die besseren Bilder bekommen“, sagt Thomas Querfurth. Im Moment sei noch viel Laub in den Kronen. In vier bis sechs Wochen, wenn der Wald kahl sei, werde man die Schäden, die Xavier angerichtet habe, noch deutlicher erkennen können.

Dass es den Stadtwald schwer getroffen hat, ist auch ohne Drohnenbilder klar. Seit dem Sturm ist Querfurth mir seinen Waldarbeitern unterwegs, um sich einen Überblick über die angerichteten Schäden zu verschaffen. Und er musste seine Zahlen im Laufe dieser Erkundungstouren nach oben korrigieren. Anfangs waren von rund 2000 Festmetern sturmgeschädigter Bäume die Rede. „Mittlerweile sind wir bei 2800 Festmetern angelangt“, sagt der Stadtförster. Und das letzte Wort sei das wohl noch nicht.

Zu einem Testflug reichte es noch

Zu einem Testflug reichte es noch.

Quelle: Kniebeler, Markus

Damit hat der Sturm fast so viele Bäume umgeworfen und geknickt, wie in einem ganzen Jahr im Stadtforst geschlagen werden. Erwischt hat es vor allem gestandene Laubbäume. Etliche Eichen, die entwurzelt wurden, sind über 100 Jahre alt. Die Bäume waren am Tag des Sturmes voll belaubt und boten so eine ideale Angriffsfläche.

Thomas Querfurth hat bereits die ersten Aufträge vergeben. „Der Harvester ist schon im Einsatz.“ Allerdings werde man die Sturmschäden nicht in einem Rutsch beseitigen können. Denn die umgestürzten Bäume seien über das gesamte Gebiet des Stadtwaldes verteilt. Vor allem die Einzelwürfe bereiten den Waldarbeitern Probleme. Zum einen, weil man schlecht an sie herankommt. Zum anderen, weil es sich oft kaum lohnt, die schwere Technik in den Wald zu manövrieren, nur um einen einzelnen Baum herauszuholen.

Von Markus Kniebeler

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