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Havelland Duncker-Schule: Schönheitskur für alte Aula
Lokales Havelland Duncker-Schule: Schönheitskur für alte Aula
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02:15 18.02.2016
In die Jahre gekommen: Nicht die Schülerinnen, sondern die Aula der Dunckerschule. Im Sommer wird sie saniert. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Aula der Rathenower Duncker-Oberschule hat schon bessere Zeiten gesehen. Seit Jahrzehnten wurde an dem Raum im zweiten Obergeschoss nichts getan. Doch es ist Besserung in Sicht. Im Hauptausschuss wurde am Donnerstagabend der Auftrag für die Sanierung der Aula vergeben. In den Sommerferien ist es so weit, dann wird gebaut.

Thomas Winterfeldt, Leiter der Duncker-Oberschule, war dort früher (da hieß sie noch EOS-Karl Marx) selber Schüler. Über 40 Jahre ist das jetzt her. „Und wissen Sie was?“, sagt Winterfeldt. „Die Aula sah damals genauso aus wie heute“. Zwar seien die Fenster irgendwann ausgetauscht worden und neue Tische und Stühle habe es auch mal gegeben, aber sonst habe sich an dem Raum nichts geändert.

Rund 55000 Euro lässt sich die Stadt die Sanierung kosten. Von dem Geld wird zuerst die Elektroverkabelung erneuert. Seit einigen Jahren liegen die Leitungen auf einer provisorischen Schiene unter der Decke. Im Zuge der Sanierung wird alles neu geordnet und sauber verlegt. Der Kunststoffboden der Aula, den es so garantiert nirgendwo mehr zu kaufen gibt, wird ebenfalls erneuert. Und auch die Decke, die von hässlichen Wasserflecken verunziert ist, hat ihre Schuldigkeit getan und wird ersetzt. Dass die Aula nach diesen Arbeiten neu gestrichen wird und zeitgemäß möbliert, macht die Frischzellenkur perfekt.

Abschluss eines mehrjährigen Sanierungsprozesses

Mit der Sanierung der Aula wird in dem ehrwürdigen Schulgebäude in der Schleusenstraße ein Sanierungsprozess vorerst abgeschlossen, der sich über etliche Jahre erstreckt hat. Klassenräume wurden renoviert, Kabinette umgebaut, Technik angeschafft. 2013 kamen die ramponierten Flure und Treppenhäuser in den Genuss einer Generalüberholung, 2014 wurde die über 100 Jahre alte Heizungsanlage modernisiert: Die Installation von 112 neuen Heizkörpern und 1500 Metern Rohrleitungen schlug mit rund 200000 Euro zu Buche.

Über 100 Jahre alt: Die Dunckerschule in der Schleusenstraße. Quelle: Markus Kniebeler

Der letzte Schritt, die Sanierung der Aula, soll in den kommenden Sommerferien geschehen, damit der Schulbetrieb nicht gestört wird und die Handwerker ungestört arbeiten können. Thomas Winterfeldt ist froh über diese Investition. „Die Aula ist unser größer Raum“, sagt er. Nicht nur Schüler halten sich hier auf, es finden Aufführungen, Veranstaltungen und Versammlungen statt, zu denen auch Gäste kommen, die mit dem Schulbetrieb nichts zu tun haben. „Da ist es schon wichtig, dass man sich als Schule vernünftig präsentiert“, sagt der Schulleiter.

Schule mit Tradition

1909 wurde im Rat der Stadt der Beschluss zum Neubau des städtischen Lyzeums in der Schleusenstraße gefasst.

1913 wurde die Mädchenschule eingeweiht. Die Zahl der Schülerinnen betrug 239.

1933 wird im Zuge der NS-Herrschaft das Lyzeum geschlossen, 1934 zieht die Stadtverwaltung in das Schulgebäude. In der Turnhalle werden bis 1945 jüdische Mitbürger bis zu ihrem Abtransport in die Vernichtungslager inhaftiert.

bis 1964 bleibt das Gebäude Sitz der Stadtverwaltung.

1964 zieht die Erweiterte Oberschule in das für diese Zwecke umgestaltete Haus ein.

1991 endet die Ära der EOS „Karl Marx“.

bis 2007 hat das Dunckergymnasium seinen Sitz in der Schleusenstraße. Nach der Zusammenlegung der beiden Rathenower Gymnasien am Standort des Jahngymnasiums zieht die Oberschule in das leer gezogene Schugebäude.

Von Markus Kniebeler

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