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Havelland Duncker-Schule für Berufsorientierung geehrt
Lokales Havelland Duncker-Schule für Berufsorientierung geehrt
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14:31 05.03.2018
Ausgezeichnet Potsdam, von links Thomas Winterfeldt, Lana Aldoks, Martin Eckert, Nico Postler, Chantal Heise und Jana Brandstäter.  Quelle: Duncker-Oberschule
Rathenow/Potsdam

 Der Dienstag geht in die Geschichte der Oberschule Johann Heinrich August Duncker in Rathenow ein. In der Potsdamer Staatskanzlei hat sie Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher als „Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung“ ausgezeichnet. Landesweit werden dieses Jahr 29 Schulen mit diesem Prädikat geehrt. Das „Netzwerk Zukunft – Schule und Wirtschaft und Brandenburg“ vergibt zum fünften Mal die Auszeichnung. Die Duncker-Oberschule ist als einzige Bildungsstätte aus dem Havelland dabei.

„Das ist für unsere Schule eine hohe Anerkennung“, sagt Schulleiter Thomas Winterfeldt, „für die Kollegen, die Partnerbetriebe und für die Schüler.“ Im Schuljahr 2015/2016 hatte die Umsetzung eines neuartigen Konzeptes für das Praxislernen begonnen, das man durchaus als revolutionär bezeichnen kann. Statt der bisher vorgeschriebenen zwei oder drei Wochen langen Betriebspraktika für die Schüler setzte die Duncker-Oberschule das ganze Jahr über wöchentlich wiederkehrende Praktikumstage an: Die 8. Klassen gingen jeden Mittwoch in die Betriebe, die 9. Klassen sogar an jedem Donnerstag und Freitag. Grundsätzlich gab es die Vorgabe, dass sie das ganze Jahr über in der gleichen Firma bleiben. Die 10. Klassen, die sonst immer zwei Wochen Praktikum hatten, wurden nun in der Schule belassen, damit sie sich richtig auf den Abschluss der 10. Klasse vorbereiten konnten.

Daniel Schliewe von der Duncker-Oberschule in der MAP GmbH Rathenow mit dem betreuenden Facharbeiter Michael Schrang. Quelle: Bernd Geske

Schulleiter Winterfeldt will gar nicht verschweigen, dass es am Anfang auch Zweifler gab. Hier und da äußerten Fachlehrer die Sorge, dass angesichts oft abwesender Schüler der reguläre Unterricht zu kurz kommen könnte. „Die Prüfungsergebnisse sind nicht schlechter geworden“, kann er heute verkünden und bekräftigt: „Die Stundentafel ist nicht gekürzt worden.“ Für die Mädchen und Jungen seien die Praktika ein Lernen am anderen Lernort gewesen, ein Schwerpunkt seien dabei ihre sozialen Kompetenzen gewesen.

114 Unternehmen in der Region hat die Duncker-Oberschule mittlerweile als Partner für ihr Praxislernen, berichtet Projektleiterin Jana Brandstäter. Ganze 30 hatten zu Beginn nach einem ersten Schreiben der Schule ihre Bereitschaft zur Kooperation erklärt. Jana Brandstäter, die regelmäßig Post vom Netzwerk Zukunft bekommt, schlug schließlich vor, sich um den Titel zu bewerben. Die schriftlichen Unterlagen waren gut beurteilt worden. Als dann im Mai die Jury zum Audit nach Rathenow kam, fuhr die Schule in der Aula einen großen Berufemarkt auf, bei dem die Mädchen und Jungen ihre Arbeit in den Praxisbetrieben vorstellen.

Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft

Die Auszeichnung „Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung“ wird vergeben vom Netzwerk Zukunft.

Das Netzwerk Zukunft, Schule und Wirtschaft für Brandenburg ist ein Zusammenschluss von Landesregierung, Industrie- und Handelskammern, den Agenturen für Arbeit, den Handwerkskammern, der Vereinigung der Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg und des DGB Bezirk Berlin-Brandenburg.

Es gab ein zweistufiges Bewerbungsverfahren.

Die Auszeichnung wird für einen Zeitraum von zwei Jahren vergeben. Sie gilt von 2017 bis 2021.

29 Schulen sind diesmal landesweit ausgezeichnet worden.

Dass die Praktika eingeschlagen haben, lässt sich mit wenigen Zahlen belegen. Von den 46 Absolventen der Schule im vergangenen Jahr bekamen 44 eine Lehrstelle – nicht selten in einem Praktikumsbetrieb. Die zwei fehlenden hatten den Schulabschluss nicht geschafft. Von den 37 Absolventen in diesem Jahr haben nur noch drei keinen Ausbildungsplatz. Der Rathenower Oberschule ist heute in Potsdam noch eine besondere Ehre zuteil geworden: Unter den zwölf Schulen, die erstmals die Auszeichnung erhielten, ist sie als einzige ausgewählt worden, um vor versammelter Mannschaft eine kurze Präsentation ihres Praxis-Konzepts vorzuführen.

Von Bernd Geske

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