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Durchbruch an der Schliepenlanke

Altarm soll bis Sommer an die Havel angeschlossen sein Durchbruch an der Schliepenlanke

Lange hat es gedauert, aber jetzt ist die letzte Hürde aus dem Weg geräumt: Der Planfeststellungsbeschluss für den Anschluss der Rathenower Schliepenlanke an den Hauptstrom der Havel liegt vor. Läuft alles nach Plan, könnte das Wasser im Sommer wieder durch den Altarm fließen.

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Der Weg ist frei für den Anschluss der Schliepenlanke an die Havel.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Nun wird es nicht mehr lange dauern, bis Bewegung in die Schliepenlanke kommt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mit dem vorliegenden Planfeststellungsbeschluss sind die Weichen für den Anschluss des Altarms an den Hauptstrom der Havel gestellt. Nach Auskunft von Rocco Buchta, dem Leiter des Renaturierungsprojekts Untere Havel, soll der Durchstich so schnell wie möglich erfolgen. Dann wird aus dem stehenden ein strömendes Gewässer.

Lang genug hat es ja gedauert. Die Pläne zum Anschluss der Schliepenlanke wurden schon vor Jahren gefasst. Erst verzögerten ungeklärte Eigentumsverhältnisse die Umsetzung, dann dauerte es ewig, bis die Genehmigungen bei den zu beteiligenden Behörden eingeholt waren. Die sind nun alle erteilt, sodass – wenn die gesetzliche vorgeschriebene Einspruchsfrist vorbei ist – losgelegt werden kann. „Im Frühjahr müssten auf dem Gelände schon Bauaktivitäten zu sehen sein“, sagt Buchta.

Der Damm wird per Bagger geöffnet

Der eigentliche Anschluss des Gewässers ist gar nicht so kompliziert, wie manch einer sich das vorstellen mag. Der an seiner schmalsten Stelle nur wenige Meter breite Damm, der die Lanke vom Hauptstrom der Havel trennt, wird auf einer Länge von rund 30 Metern weggebaggert, so dass das Wasser aus dem Altarm wieder in die Havel zurückfließen kann. Die Zeiten, als sich in dem stehenden Gewässer Sedimente absetzten und zu einer Verschlammung führten, dürften dann Geschichte sein.

Aber die Strömung wird nicht reichen, um den Schlamm, der sich über die Jahrzehnte in der Schliepenlanke abgesetzt hat, wegzuspülen. Deshalb werden vor dem Durchstich Bagger anrücken, um den Schlick, in dem sich bei Niedrigwasser regelmäßig Sportboote festfahren, herauszuholen. Wenn das alles geschehen ist, Sedimententfernung und Dammöffnung, warten die Wasserbauer das Niedrigwasser im Sommer ab, um die Uferböschung an der Durchbruchstelle fachgerecht zu befestigen. Die Schliepenlanke steht dann exemplarisch für das, was der Nabu mit der Havelrenaturierung bezwecken will. Durch den Anschluss des Altarms kommt wieder mehr Bewegung in das Flusssystem. Mehr Bewegung bedeutet mehr Leben und eine größere Artenvielfalt. Oder, um es mit dem Nabu-Slogan zu sagen: „Ein Fluss wird lebendig.“

Von Markus Kniebeler

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