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Duschverbot wegen Bakterien im Trinkwasser

Legionellen in Falkensee Duschverbot wegen Bakterien im Trinkwasser

Die Falkenseer Wohnungsgenossenschaft hat für drei Wohnblocks im Gebiet Falkenhorst ein Duschverbot ausgesprochen. Betroffen sind Bewohner von 100 Wohnungen. Die turnusmäßige Überprüfung hatte ergeben, dass das Warmwasser mit einer erhöhten Zahl von Legionellen durchsetzt ist.

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Diese Blocks im Falkenhorst sind betroffen.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Das 180-Fache des zugelassenen Wertes ergab die Legionellenprüfung im Falkenseer Ortsteil Falkenhorst. Genauer: In drei Wohnblocks der Wohnungsgenossenschaft wurden diese Werte festgestellt. Mit 18000 KBE, koloniebildende Einheiten pro 100 Millimeter, lag der Wert erheblich über dem, was nach Trinkwasserverordnung zulässig ist, die geht nämlich von bis zu 100 KBE je 100 Milliliter aus.

Duschverbot aufgrund der Bakterien

Das Ergebnis kam nach einer turnusmäßigen Überprüfung des Wassers Anfang Oktober ans Licht. „Wir haben sofort reagiert“, sagt Ralf Rugenstein, Vorstand der Falkenseer Wohnungsgenossenschaft. Grund zur Panik bestünde nicht, aber bestimmte Verhaltensregeln sollten eingehalten werden. So hat der Vorstand in den drei Wohnblocks, das betrifft 100 Wohnungen, ein „Sofortiges Duschverbot“ erlassen.

Gefahr für immungeschwächte Menschen

„Baden ist nach wie vor möglich“, erklärt Ralf Rugenstein, aber beim Duschen bestehe die Gefahr, dass die gefährlichen Stoffe über den Dampf in die Atemwege gelangen. Das kann für immungeschwächte Personen oder Menschen mit Lungenvorerkrankungen eventuell gefährlich werden.

So sehen die Legionellen unter dem Mikroskop aus

So sehen die Legionellen unter dem Mikroskop aus.

Quelle: Privat

Der Grund für den Legionellenbefall wird in einer Wohnung vermutet, die über einige Monate nicht benutzt worden war. „Die Bewohner haben über den Sommer im Bungalow gelebt, so wurde fast kein Wasser bewegt, im Warmwasser konnten sich so die Legionellen stark vermehren“, vermutet Ralf Rugenstein. Die Genossenschaft hat nach Bekanntwerden des Falls sofort die Warmwassertemperatur in dem betroffenen Versorgungsstrang erhöht, um den unerwünschten Bakterien bei mehr als 60 Grad das Leben schwer zu machen, außerdem wird kräftig gespült. „Die Legionellenbekämpfung ist eine langwierige Sache“, erklärt der Vorstand.

Weitere Untersuchungen Ende November

In Zusammenarbeit mit der Firma Techem wird jetzt das Wasser weiter kontrolliert und im Labor ausgewertet. Ende November soll wieder geprüft werden, um zu sehen, ob die Werte gesunken sind. Dann wird auch entschieden, ob weitere Maßnahmen – wie Auswechseln einer Pumpe oder komplette Strangsanierung – nötig sind.

„Das Trinkwasser in dem Bereich ist nicht gefährdet“, stellte Günter Fredrich, Geschäftsführer des Falkenseer Wasserversorgers Owa GmbH, fest. Das Trinkwasser hat eine Temperatur von etwa 8 Grad, Legionellenbefall ist – wenn er auftritt – ein Warmwasserproblem. Für die Genossenschaft ist er in der Art erstmals aufgetreten. Aufgetreten ist der stark erhöhte Legionellenwert in drei Wohnblocks in der Adlerstraße und Milanstraße, andere Häuser der Wohnungsgenossenschaft und die Blocks der städtischen Gesellschaft Gegefa sind nicht betroffen.

Von Marlies Schnaibel

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