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EEW baut in Polen eine Müllverbrennung

Premnitz EEW baut in Polen eine Müllverbrennung

Den Zuschlag für den Bau einer Müllverbrennungsanlage in Danzig hat die EEW Energy from Waste GmbH erhalten. Die Unternehmensgruppe, zu der auch die Anlage im Industriepark Premnitz gehört, unternimmt damit ihren ersten Schritt auf den polnischen Markt. Die Danziger Anlage soll eine Kapazität von 160 000 Tonnen im Jahr haben.

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Die Premnitzer Müllverbrenungsanlage.
 

Quelle: pp international

Premnitz/Danzig.  Die EEW Energy from Waste GmbH hat am Freitag nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für den Bau und das Betreiben einer Müllverbrennungsanlage in der Stadt Danzig erhalten. Sie unternimmt damit ihren ersten Schritt auf den Markt des Nachbarlandes Polen. Zur Unternehmensgruppe EEW, die deutschlandweit 18 thermische Abfallverwertungsanlagen vereint, gehört auch die Anlage im Industriepark Premnitz, die 2008 den Betrieb aufgenommen hat.

 Die in Danzig zu errichtende Anlage soll eine Kapazität von 160 000 Tonnen Abfall pro Jahr haben, in Premnitz sind es 150 000 Tonnen. Die EEW Polska soll dann dort für 25 Jahre eine Rostfeuerungsanlage mit einer Linie betreiben. Auch in Premnitz gibt es eine Linie mit Rostfeuerung. Bernhard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung von EEW, hat den Zuschlag als „Meilenstein der Projektarbeit in Polen“ bezeichnet und betont: „Unsere polnischen Partner können sich auf eine professionelle Abwicklung des Projektes und hervorragende Dienstleistungen verlassen.“

EEW habe nahezu 50 Jahre Erfahrungen in der thermischen Abfallverwertung und profitiere auch von den Synergieeffekten der 18 Anlagen umfassenden Gruppe. Die Erzeugung von Strom und Fernwärme durch thermische Abfallverwertung stelle die sowohl ökologisch als auch ökonomisch beste Lösung dar. Der Abfall ersetze wertvolle Primärenergieträger wie Öl oder Kohle. Außerdem gelangten die Klimagase CO² und Methan nicht mehr in die Umwelt.

Die Müllverbrennungsanlage, die im August 2008 im Industriepark Premnitz mit einer Linie Rostfeuerung den Betrieb aufnahm, war mit einer Bausumme von 71 Millionen Euro damals die größte Investition im Landkreis Havelland. Von Anfang an war in der Planung seinerzeit mit vorgesehen, bei entsprechend guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Anlage um eine zweite Rostfeuerungslinie zu erweitern. Das würde die Kapazität von 150 000 auf 300 000 Tonnen Abfall pro Jahr erhöhen. Gegenwärtig werden bei der EEW Premnitz GmbH alle Unterlagen zusammengestellt und aktualisiert, um die Genehmigung für den Bau einer zweiten Linie beantragen zu können. Für 90 Prozent aller Premnitzer Haushalte, die mit Fernwärme versorgt werden, wird die Heizenergie in der EEW-Anlage erzeugt.

Deutschlandweit erzeugt die EEW-Gruppe nach eigenen Angaben umweltschonenden Strom für rund 700 000 Haushalte. Sie beschäftige insgesamt 1 050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Von Bernd Geske

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