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Havelland ESV-Sportplatz steht zum Verkauf
Lokales Havelland ESV-Sportplatz steht zum Verkauf
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17:57 28.09.2016
Die A-Junioren des ESV Lok Elstal (rot) probten im Sommer gegen den Nachwuchs von Hertha BSC.   Quelle: Holger Kohl
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Elstal

 Viele Jahre schon war es der große Wunsch des Sportvereins Lok Elstal, das Sportgelände am Ernst-Walter-Weg zu kaufen. Doch der Eigentümer – das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) – winkte immer ab. Jetzt liegt ein Kaufvertrag vor, der es dem ESV Lok Elstal ermöglicht, das knapp 44 000 Quadratmeter große Ensemble zu erwerben. Doch die rund 100 000 Euro Kaufsumme kann der Verein nicht aufbringen.

Erschwert wird die Situation, weil dem Verein und der Gemeinde Wustermark die Zeit im Nacken sitzt. Das Eisenbahnbundesvermögen hatte eine erste Frist bis Ende August gesetzt, diese dann, auf Antrag des ESV Lok Elstal, bis Ende September verlängert. Jetzt muss eine Entscheidung her.

Deshalb stellte die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend den Antrag, die Gemeinde möge dem Sportverein die rund 100 000 Euro zum Kauf des Areals zur Verfügung stellen. Weil das aber so einfach nicht geht, da im laufenden Haushalt dafür kein Geld eingeplant ist, wie Kämmerin Andrea Harksel erklärte, blieb es am Dienstag zunächst bei einer Absichtserklärung. Mehrheitlich sprachen sich die Gemeindevertreter (neun Ja-Stimmen, vier Enthaltungen) dafür aus, nach Prüfung des Haushaltes und der rechtlichen Voraussetzungen sowie nach Rücksprache mit der Kommunalaufsicht, eine außerordentliche Zuwendung an den ESV in Höhe des Kaufpreises zu zahlen. Der Beschluss soll in der Novembersitzung erfolgen.

Zunächst hatte Antragsteller Oliver Kreuels (CDU) den Schritt begründet: „Die Einnahme des Vereins sind gering. Er bekommt Mitgliedsbeiträge und Nutzungsentgelt von der Oberschule Elstal, die dort Sportunterricht macht. Davon kann der Verein den Kaufpreis nicht bezahlen.“

Etwas anders sieht das der neue Fraktionsvorsitzende der Wustermarker Wählergemeinschaft (WWG) Andreas Stoll. Er zählte zusammen, wie viel Geld der ESV bereits jetzt von der Gemeinde Wustermark erhält. „Betriebskostenzuschuss, Geld für einmalige Reparaturen und und und. In diesem Jahr waren das schon mehr als 100 000 Euro. Wo ist die Grenze?“ Außerdem gebe es im Moment keine rechtliche Grundlage für einen solchen einmaligen Zuschuss, so Stoll.

Elstals Ortsvorsteher Matthias Kunze (SPD) sprach von einem „relativ geringen Kaufbetrag“, wenn man sich vor Augen halte, dass in Elstal 300 bis 400 Kinder,Jugendliche und Erwachsene im Verein Sport treiben. „Wir brauchen diesen Platz, wir müssen ihn unbedingt erhalten“, forderte Kunze. Ebenso sieht es Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos): „Der Mehrwert für die Gemeinde ist gegeben, wenn wir helfen, den Platz zu erhalten. Allein des Schulsportes wegen.“

Ein anderer Aspekt spricht aus Sicht der Gemeinde und des Antragstellers ebenfalls für einen Kauf. Denn der ESV Lok müsste aller Voraussicht nach ab 2017 eine jährliche Pacht von mindestens 16 000 Euro an das Eisenbahnbundesvermögen zahlen. Auch diese Summe hätte der Verein nicht.

Bislang stellt der Eigentümer dem ESV Lok das Grundstück unentgeltlich zur Verfügung. Grundvoraussetzung dafür ist, dass mehr als 50 Prozent der erwachsenen Vereinsmitglieder in Elstal Eisenbahner sind. „Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in den vergangenen Jahren und der gerade erfolgten Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Notunterkunft ist das zum nächsten Erhebungstag nicht mehr gegeben“, so Oliver Kreuels in seinem Antrag.

Würde die Gemeinde Wustermark den Sportplatz in Elstal kaufen, wäre der Preis drei- bis viermal höher.

Von Jens Wegener

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