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Havelland Edeka-Center wird bald privatisiert
Lokales Havelland Edeka-Center wird bald privatisiert
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00:16 17.10.2017
Das Edeka-Center im Zentrum von Premnitz wird von vielen Bewohnern der Region zum Einkaufen genutzt. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Ein bisschen frisches Obst, ein Kasten Bier oder gleich der ganze Wocheneinkauf. Im Edeka-Center an der Gerhart-Hauptmann-Straße 44 im Premnitzer Zentrum gehen die Kunden ein und aus wie eh und je. Nichts ist davon zu spüren, dass dem Markt, der eine der wichtigsten Einkaufsmöglichkeiten in der ganzen Umgebung ist, eine große, möglicherweise sehr tiefgreifende Veränderung bevor steht. Zum 1. November soll das Center privatisiert werden. Kunden, die darauf angesprochen werden, wissen nichts davon.

Wer danach gefragt wird, äußert sich zufrieden über die Einkaufsgelegenheiten. Von einzelnen kleinen Besorgungen bis hin zum umfangreichen Einkauf fürs ganze Wochenende sei das Edeka-Center eine gute Adresse, ist zu erfahren. Sollte es tatsächlich den angekündigten Wechsel geben, so sagen die Kunden, dann hoffen und wünschen sie, dass die Palette der Waren ähnlich breit gefächert bleibt und dass die Preise nicht steigen. „Man bekommt hier fast alles“, sagt eine ältere Frau. Gerade für sie, die nicht mehr gut zu Fuß sei, sei der Markt die am besten geeignete Einkaufsmöglichkeit. Dass der Anteil der Senioren in Premnitz immer größer werde, betont die Frau, sollten die Verantwortlichen bei einem Wechsel auf jeden Fall beachten.

Viele der Kunden sind schon im Seniorenalter. Quelle: Bernd Geske

Das Center in Premnitz soll nicht „verkauft“ werden, wie ein Gerücht besagte, korrigiert Miriam Pöttger von der Edeka-Pressestelle in Minden-Hannover zunächst. Edeka befinde sich nur zur Miete in der Immobilie. Das Premnitzer Center sei bislang als Regiemarkt geführt worden, erklärt sie, es sei also von der Edeka Minden-Hannover als Inhaber selbst betrieben worden. Zum 1. November dieses Jahres werde es nun privatisiert und an den selbstständigen Einzelhändler Florian Stoll übergeben. „Für die Kunden ändert sich dadurch nichts“, betont die Pressereferentin. Lediglich der Name laute künftig „Edeka Center Stoll“.

Edeka schaffe gemäß dem genossenschaftlichen Förderauftrag selbstständige mittelständische Unternehmer-Existenzen im Lebensmittelhandel, teilt die Pressestelle mit, und trage damit zu nachhaltigen mittelständischen Strukturen bei. Die Regionalgesellschaft Edeka Minden-Hannover setze auch 2017 die Übertragung an Selbstständige konsequent fort.

Ebenfalls Edeka: Der NP-Markt am Dachsberg

Vor einem Jahr hatte es im Premnitzer Wohngebiet am Dachsberg Aufregung gegeben, weil der dortige NP-Markt verkauft werden sollte, der Edeka gehört.

Als Begründung war von anderen Beteiligten zu erfahren, dass die Umsätze des NP-Marktes nicht hoch genug sein sollten.

Ein Verkauf hat bislang nicht stattgefunden.

Ende 2016 gründete sich eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des NP-Marktes einsetzte und Veränderungen anregte.

Zu NP am Dachsberg hat Edeka aktuell mitgeteilt, dass sich der Umsatz verbessert hat.

Anfang 2018 könne dazu voraussichtlich mehr mitgeteilt werden.

Beim Aufbau ihrer Existenz würden die Kaufleute vielfältige Unterstützung von der Edeka-Genossenschaft erhalten, die weit über das Warengeschäft hinaus gehe. Finanzdienstleistungen zählten ebenso dazu wie betriebswirtschaftliche Beratung und Schulungsangebote. „Der Großteil der Edeka-Märkte wird von unternehmerisch selbstständigen Einzelhändlern geführt“, so Miriam Pöttger. „Das Engagement der Selbstständigen sorgt für das Lokalkolorit der Märkte, das am Bedarf der Kunden und am Umfeld orientiert ist.“

Das Personal des Edeka-Centers ist informiert worden, dass zum 1. November ein Betriebsübergang stattfindet. Die Mitteilung sei für viele Mitglieder der Belegschaft überraschend gekommen, weil man allgemein von steigenden Erträgen ausgegangen sei, ist zu erfahren. Die Arbeitsverhältnisse sollen erhalten bleiben. Die Zahl der Beschäftigten ist relativ groß. Allerdings wird viel mit Aushilfskräften und stundenweise beschäftigten Leuten gearbeitet. Für eine Übergangszeit sollen Tarifbindung und andere bestehende Regelungen für die Arbeitnehmer erhalten bleiben. Ob das aber auf längere Sicht so bleibt, dazu gibt es in der Belegschaft eine gewisse Unsicherheit.

Von Bernd Geske

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