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Havelland Eheglück hält schon 60 Jahre
Lokales Havelland Eheglück hält schon 60 Jahre
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07:45 01.12.2016
1956 heiratete Wolfgang Rambeau seine Rosemarie in Finkenkrug. Quelle: Privat
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Falkensee

Erst ein neues Zimmer, dann neue Öfen, weiter ging es unterm Dach und schließlich kam noch ein Anbau. Schritt für Schritt hat Wolfgang Rambeau das kleine Häuschen in der Moselstraße, in das er vor 58 Jahren mit seiner Ehefrau Rosemarie zog, immer weiter ausgebaut. „Er konnte aus Schiete Bonbons machen, das hat mir von Anfang an sehr imponiert“, sagt Rosemarie Rambeau. Mit kleinen Mitteln schufen sie sich, ihrer Großfamilie und ihren Nachbarn einen Ort zum Verweilen und Zusammenkommen. Heute feiern sie diamantene Hochzeit.

Eine schicksalhafte Begegnung

Im Jahr 1954, vor 62 Jahren, kam es im Falkenseer Krankenhaus, dem heutigen ASB-Seniorenheim in der Ruppiner Straße, zur schicksalhaften Begegnung. Wolfgang Rambeau, damals 22 Jahre alt, hatte sich bei seiner Arbeit so stark am Knöchel verletzt, dass er sich eine Blutvergiftung zuzog und alle zwei Stunden mit Spritzen versorgt werden musste. Krankenschwester Rosemarie, gerade 18 Jahre alt, war für den gelernten Maschinenschlosser verantwortlich. Für viele ein angstbehafteter Moment, bedeutete die Spritze für den jungen Wolfgang die Möglichkeit zur regelmäßigen Kontaktaufnahme mit seiner Angebeteten: „Ich wusste, das ist sie.“

Heute wird im Kulturhaus Johannes R. Becher in Falkense mit der ganzen Familie gefeiert. Quelle: Max Gottschalk

Nachdem er das Krankenhaus wieder verlassen durfte, ließ er nicht locker. „Jeden Tag hat er mich mit dem Fahrrad von der Arbeit abgeholt und auf der Querstange nach Hause gefahren. Ich hatte ja keins. Irgendwann hat er dann gefragt, ob wir uns mal treffen können.“ Sie sind dann ins „Vierjahreszeiten“, ein Lokal auf dem Areal des heutigen Parkplatzes am Bahnhof Finkenkrug, tanzen gegangen. Schon zwei Jahre später gaben sie sich in der Finkenkruger Kirche das Ja-Wort. Aus Liebe und „weil wir eine größere Chance auf eine Wohnung hatten“, sagt Rosemarie Rambeau.

Volles Haus

Kurz darauf wurden sie Eltern, bekamen drei Kinder und nahmen noch eine Pflegetochter mit Nachwuchs auf. Auch Wolfgang Rambeaus Mutter wurde im Haus gepflegt, so dass sich bis zu acht Leute um den Esstisch der Familie versammelten. „Bei uns war immer was los, das hat sich bis heute nicht geändert“, sagt er und verweist auf die Fotowand im Flur. Elf Enkel und sechs Urenkel haben sie geschenkt bekommen. Sie haben es einfacher, als Rambeaus Kinder zu DDR-Zeiten. „Um alle gut durchzukriegen, mussten wir im Vergleich zu heute, sehr kämpfen. Da konnte man nicht einfach einen Döner holen gehen.“ Ein erster Urlaub in den Achtzigern und der Trabant 500, der 1985 ausgeliefert wurde, waren eine späte Belohnung für die Maloche für die Familie und auf der Arbeit.

Wenn die komplette Verwandtschaft anrückt, wird es aber auch bei den Rambeaus irgendwann mal eng. Für die große Feier zum 60. Hochzeitstag weichen sie ins Kulturhaus „Johannes R. Becher“ aus. „Die Zahl ist uns gar nicht so wichtig, viel mehr, dass die ganze Familie zusammenkommt“, sagt Rosemarie Rambeau. Auch einige Nachbarn, die über die vielen Jahre zu engen Freunden wurden, kommen vorbei. Sie haben das offene Haus, die Hilfsbereitschaft und den Einfallsreichtum der Eheleute schätzen gelernt. Vor fünf Jahren sorgten sie mit einer Nominierung der Rambeaus dafür, dass sie den Falkenseer Bürgerpreis für Nachbarschaftshilfe erhielten.

Von Max Gottschalk

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