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Havelland Schon der zweite Brand in der Kita Kinderstadt
Lokales Havelland Schon der zweite Brand in der Kita Kinderstadt
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23:35 15.10.2015
Am Pfingstsonnabend musste die Feuerwehr mit einem Großaufgebot zum Löschen anrücken. Quelle: Kay Harzmann
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Premnitz

Das Grundstück mit der ehemaligen Kita Kinderstadt hat sich in letzter Zeit für die Stadt Premnitz zu einer echten Problem-Immobilie entwickelt. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war Ende Mai erforderlich, um dort am Pfingstsonnabend einen Brand zu löschen, den wahrscheinlich Jugendliche durch fahrlässigen Umgang mit offenem Feuer verursacht hatten. Vor wenigen Tagen ist dort nun in einem anderen Teil des leer stehenden Gebäudes an der Friedrich-Engels-Straße ein Brand ausgebrochen. Abfall sei angezündet worden, hat die Polizei mitgeteilt. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, der Sachschaden sei gering.

Diakonie-Chef war zweimal eingeladen

In der Verwaltung und bei den Stadtverordneten macht sich Unruhe breit. Das Grundstück wirke ungepflegt, ist zu hören, der Zaun drumherum habe Lücken und ganz offenkundig gingen Unbefugte ungehindert aus und ein. „Der zweite Brand hat uns gezeigt, dass dort etwas im Argen liegt“, sagt Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos), „wir haben den Eindruck, dass der Besitzer sich in keiner Weise um sein Eigentum kümmert.“ Er sei wiederholt von Bürgern angesprochen worden, berichtet er, die nicht damit einverstanden seien, dass die Immobilie verwahrlose und dadurch Unberechtigte geradezu einlade, sich dort aufzuhalten und mit Feuer zu spielen.

Die Stadt hatte im Jahr 2008 das Grundstück dem Diakonischen Werk Havelland verkauft. Es sei ein Konzept für die Immobilie vorgelegt worden, sagte der Bürgermeister, das schlüssig erschien. Von einer Erweiterung der an anderer Stelle in Premnitz bereits bestehenden Sozialstation sei die Rede gewesen. Die Umsetzung sei unverzüglich erwartet worden, doch geschehen sei nichts. Um aus berufenem Munde zu hören, wie es mit dem Grundstück weitergehen soll, so Roy Wallenta, habe er den Geschäftsführer des Diakonischen Werkes zum Hauptausschuss am 9. September und zur Stadtverordnetenversammlung am 24. September eingeladen. Doch dieser habe mitgeteilt, andere Verpflichtungen zu haben und sei nicht erschienen. Nun sei er zum nächsten Hauptausschuss am 18. November eingeladen.

Neun Wohnungen sollten gebaut werden

Im eingeschossigen Bereich rechts, sagt Guido Panschuk, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Havelland, sollten neun Einheiten für altersgerechtes Wohnen gebaut werden. Sechs Wochen vor dem festgelegten Baubeginn sei dort am Pfingstsonnabend der Brand ausgebrochen und habe das Vorhaben zunichte gemacht. Ursprünglich sollten zuerst im Bereich links die Diakonie-Station mit ambulantem Pflegedienst und eine Tagespflege eingerichtet werden, teilt er mit. 2011 lag die Baugenehmigung vor, doch dann sei der Fördermittelantrag negativ beschieden worden.

So habe man entschieden, mit dem Wohnprojekt zu beginnen. Doch in den nun ausgebrannten Gebäudeteilen könne es nicht mehr verwirklicht werden. Ende Oktober/Anfang November solle der Abriss dieses Bereiches beginnen, teilt Guido Panschuk mit. Die offenen Fenster und Türen der zweigeschossigen Bereiche sollten im November mit Holz fest verschlossen werden, um Unbefugte fernzuhalten. Das Diakonische Werk gebe die Immobilie nicht auf, bekräftigt er. Aber um bauen zu können, müssten jetzt erst wieder neue Pläne aufgestellt werden.

Von Bernd Geske

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