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Ehrenamtler im Mittelpunkt

Wustermarker Neujahrsempfang Ehrenamtler im Mittelpunkt

Aus allen fünf Wustermarker Ortsteilen waren ehrenamtliche Helfe zum Wustermarker Neujahrsempfang gekommen. Ihnen galt der Dank des Bürgermeisters und der Ortsvorsteher.

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Holger Schreiber (3.v.r.) und seine Gäste beim Neujahrsempfang.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Wustermark. Als „vielfältig und eindrucksvoll“ bezeichnete Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) die Arbeit und das Engagement der vielen Ehrenamtlichen in den Ortsteilen der Gemeinde Wustermark im Jahr 2015. Deshalb stand der Wustermarker Neujahrsempfang am Freitagabend in der Aula der Grundschule auch ganz im Zeichen dieser Helfer, „die das Rückgrat der Gemeinde sind“, sagte Schreiber.

Ulrike Bommer engagiert sich in der Interessengemeinschaft (IG) Wernitz. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen hat sie vor allem für die Gestaltung des Spielplatzes in Wernitz gekämpft. „Ich organisiere auch das Frühlingsfest und den Adventsbasar. Letztes Mal sind 50 Kinder zum Basteln gekommen“, sagte die 44-Jährige. Das neueste Projekt: Die IG Wernitz wünscht sich einen Blitzer zur Überwachung der Geschwindigkeiten des Lkw-Durchgangsverkehrs. „Die Kooperation zwischen IG und der Politik läuft sehr gut“, lobte der Ortsvorsteher Roland Mende (CDU).

Max Ludwig aus Hoppenrade hat als junger freiwilliger Feuerwehrmann gerade seine Truppmann-Ausbildung abgeschlossen. Der 18-jährige Gymnasiast in seiner schneidigen Uniform erzählte: „Ich bin 2015 schon bei einigen Einsätzen mitgefahren.“ Das Engagement für den Brandschutz liege in der Familie: „Mein Stiefvater ist Ortswehrführer“, sagte Max Ludwig. Für 2017 hat er das Abitur anvisiert.

Der hauptberufliche IT-Fachmann Matthias Mrosk kümmert sich „nebenbei“ um die evangelisch-freikirchliche Gemeinde in Elstal. „Mein Motiv ist es, christliches Leben im Ortsteil auszubauen und zu unterstützen“, sagte der 53-Jährige, der noch große Ziele hat. Er studiert evangelische Theologie: „Das ganze Programm mit Altgriechisch und Hebräisch.“

In Priort gibt es nur noch einen Friseur und einen Bäcker. Das „Backstübchen“ mit Café ist deshalb ein ganz wichtiger Treffpunkt im Ort, wo die Einheimischen nicht nur ihre Brötchen holen. „Wir sind froh über die Familie Treutner, die weit über die üblichen Geschäftszeiten hinaus für uns Priorter da ist“, lobte Ortsvorsteher Reiner Kühn (CDU). Elen Treutner leitet seit sieben Jahren den kleinen Laden. Die Hotelfachfrau und Priorterin arbeitet lieber in ihrem Dorf als in einem anonymen Hotelbetrieb in der Großstadt. Gemeinsam mit ihrem Mann Martin versorgt sie die Kunden mit allein 19 Sorten Brötchen. Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber verwies nicht nur auf das wirtschaftlich erfolgreiche Jahr 2015 für die Gemeinde, sondern blickte voraus: So stehe in diesem Jahr die Erneuerung der Beleuchtung in der alten Siedlung in Wustermark mit LED-Laternen an, die Gestaltung des Gutsparkes in Buchow-Karpzow, sowie die Unterstützung der Kirchengemeinde bei der Sanierung der Kirche Priort. Weitere großen Investitionen gebe es in Karls Erlebnis-Dorf an, wo unter anderem Parkplätze und eine Brauerei gebaut würden.

Andreas Ernst (SPD), Wirtschaftsdezernent des Landkreises Havelland, lobte die Gemeinde Wustermark „als verlässlichen Partner beim Thema Flüchtlinge. „Ich danke den Ehrenamtlichen, die sich in der Notunterkunft im Demex-Park in Elstal engagieren“, sagte er.

Nach dem offiziellen Teil sorgte das Kabarett-Duo Ranz und May für Stimmung. Michael Ranz und Edgar May (Keyboard) präsentierten ihr Programm: „Wer Lust hat, der kommt. Liebe geht immer“. Das Publikum amüsierte sich prächtig. Zum Abschluss des Neujahrsempfangs gab es bei einem kalten Büfett Gelegenheit zu Gesprächen.

Von Judith Meisner

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