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Havelland Ehrengrab für Hans Klakow
Lokales Havelland Ehrengrab für Hans Klakow
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06:48 08.11.2014
Am Grab der Eltern: Dietrich Klakow und Ute Schöning. Der zweite Sohn war wegen Krankheit verhindert. Quelle: Konrad Radon
Brieselang

Die Stimmung bei der Zeremonie war auffallend gelöst; derart gut gelaunte Gruppen sind auf einem Friedhof sonst eher selten zu finden. Zu verdanken war dies unter anderem dem Sohn des Bildhauers, Dietrich Klakow. „Wir sind die Kinder“, erklärte der 78-Jährige vorsichtshalber, als er mit seiner 83-jährigen Schwester Ute vortrat, um das weinrote Stück Samt von der Ehrengrab-Plakette zu ziehen. Nur für den Fall, dass jemand die kleinen Schüler suchte, von denen sich der Bildhauer so oft hatte inspirieren lassen. Die Anwesenden lachten. Hans Klakow hätte die Atmosphäre wohl gefallen – auch er wurde immer wieder als humorvoll beschrieben.

Sechs Jahrzehnte in Brieselang

Vor allem aber ist Klakow als eine der renommierteste Persönlichkeiten der Brieselanger Ortsgeschichte bekannt. Mehr als sechs Jahrzehnte lebte der gebürtige Berliner in der Gemeinde. Eine Straße im Zentrum und die Oberschule sind mittlerweile nach ihm benannt worden. Seine Werke – vorrangig Kinder- und Tierplastiken – finden sich unter anderem auf der Potsdamer Freundschaftsinsel, auf dem Hof der Falkenseer Europaschule und in der Berliner Oberpostdirektion. Darüber hin aus schuf er die Figuren am Kreishaus in Nauen. „Mein Vater hat das Geld hauptsächlich mit Bauplastiken verdient“, erzählte Dietrich Klakow. Er wusste auch, was der Vater von seinem ersten Ersparten kaufte: ein Segelboot.

Der Bildhauer Hans Klakow auf einem Foto von 1979. Quelle: Privat

Bürgermeister Wilhelm Garn zeigte sich stolz auf den berühmten Verstorbenen und die Spuren, die dieser im Brieselanger Ortsbild hinterlassen hat. Er hob besonders das Relief an der Schule hervor. „Die Figuren wirken auf den ersten Blick etwas unscheinbar, sorgen aber für ein markantes Bild unserer Oberschule“, sagte er. Er bedaure, dass viele Brieselanger heute nicht mehr wüssten, wer Hans Klakow gewesen sei, und versprach: „Wir werden ihn wieder ins Bewusstsein bringen.“

Hans Klakow

Geboren wurde Hans Klakow 1899 als Sohn eines Architekten in Berlin-Treptow. Nach einer Lehre zum Stuckateur studierte er von 1919 bis 1925 an der Kunstgewerbeschule und an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.

Mit seiner Familie zog er 1931 nach Brieselang. Bald darauf fertigte er das Relief an der örtlichen Schule, die 2008 nach ihm benannt wurde.

Verheiratet war er mit der Schauspielerin Lotte, geborene Hubach. Das Paar bekam drei Kinder. Lotte starb 1985 und ist ebenfalls in dem Ehrengrab in Brieselang beerdigt.

Das Ehrengrab, für das die Gemeinde künftig die Pflegekosten übernimmt, ist da ein Anfang. Denn zum Status einer solchen Grabstelle gehört, dass es niemals geräumt werden muss. Klakows Tochter Ute Schöning freute sich darüber besonders. „Es ist schön, dass es nicht verschwindet“, sagte sie, die aus dem äußersten Südzipfel Deutschlands angereist war. „Unsere Eltern waren in Brieselang zu Hause, der Ort war ihnen wichtig.“ Mit dem Grab bliebe er nun auch den Kindern erhalten.

Von Jana Einecke

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