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Havelland Ehrung für die Kirche in Spaatz
Lokales Havelland Ehrung für die Kirche in Spaatz
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00:18 09.04.2016
Die Mitglieder des Freundeskreises Dorfkirche Spaatz. Quelle: Stein
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Spaatz

Die Brandenburger „Dorfkirche des Monats April 2016“ steht in Spaatz. Seit 2012 ehrt der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg eine „Dorfkirche des Monats“ und verschafft den Häusern auf diese Weise zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit. Gleichzeitig würdigt der Förderkreis mit dieser Anerkennung das Wirken von den Akteuren vor Ort für die Unterhaltung und Nutzung ihrer Kirche, von denen es in Brandenburg 1400 gibt. Im Havelland sind es etwa 150 Kirchen.

Konzerte und Veranstaltungen für die Reparatur der Orgel

„Spaatz hat so einen Freundeskreis, der sich erfolgreich für die Feldsteinkirche mitten im Dorf engagiert“, erklärt Arnulf Kraft die

Die Dorfkirche von Spaatz. Quelle: Stein

Entscheidung des Fördervereins- Vorstandes zur April-Wahl „Dorfkirche des Monats“ im Land Brandenburg. Arnulf Kraft ist Beauftragter des Fördervereins Alte Kirchen Berlin - Brandenburg für das Havelland. „Brandenburgs Kirche des Monats im Dorf zu haben, ist eine schöne Anerkennung“, sagen Matthias Schlüter und Guido Quadfasel vom Freundeskreis Dorfkirche Spaatz.

Seit vier Jahren organisiert der Freundeskreis Konzerte und andere Veranstaltungen, die für mehr Vielfalt sorgen in der Kirche. Bei diesen Veranstaltungen und zu weiteren Anlassen konnte der Freundeskreis mittlerweile fast 10 000 Euro sammeln für die Reparatur der Lütkemüller-Orgel aus dem Jahre 1878 in der Kirche. Die Orgel kann nun repariert werden. Bei einem Festgottesdienst am 1. Oktober aus Anlass des 575- jährigen Dorfjubiläums soll sie wieder in schönem Klang gespielt werden.

Zur Buga erstmals regelmäßig geöffnet

2015 war das Spaatzer Gotteshaus zur Buga erstmals regelmäßig für Besucher geöffnet. Was kaum jemand im Dorf vermutetet hatte, ist passiert. Aus allen Bundesländern und dem Ausland kamen Besucher auf den „Kirchenwegen im Havelland“ nach Spaatz und kehrten in die Feldsteinkirche am Dorfanger ein. Auch in diesem Jahr ist die Kirche nun wieder offen für Besucher.

Frühgotischer Feldsteinbau

Im 13. Jahrhundert errichtet wurde die Kirche als ein frühgotischer gestaffelter, sauber gearbeiteter Feldsteinbau aus relativ kurzem Schiff, eingezogenem Chor und einer halbkreisförmigen Apsis.

Der westliche Dachturm aus Ziegelfachwerk wurde 1706 aufgesetzt, nachdem ein Brand den alten Turm beschädigt hatte. Der durch Triumph- und Apsisbogen dreigeteilte Innenraum besitzt eine Flachdecke, die Apsis ist mit einer Halbkugel überwölbt.

Der im Stil der Renaissance gearbeitete Altaraufsatz entstand 1647. Damit die Kirche erhalten bleibt, muss das Dach neu eingedeckt werden.

Gezeigt wird eine Ausstellung zum Wirken aller bisherigen Pastoren in der Kirche. Eine weitere Ausstellung mit Zeichnungen historischer Rathenower Stadtansichten von Joachim Mertens aus den 1930er Jahren kann ab dem kommenden Wochenende in der Kirche besichtigt werden.

Von Norbert Stein

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