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Ehrung für die „Wilde Heide“

Elstal Ehrung für die „Wilde Heide“

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat das Engagement der Heinz-Sielmann-Stiftung in Elstal gewürdigt. Sie übergab am Mittwoch eine offizielle Urkunde der UN-Dekade Biologische Vielfalt an Stiftungsvorstand Michael Beier.

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Barbara Hendricks übergab die Urkunde an Michael Beier(2.v.l.).

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. Passender hätte der Tag der Ehrung für das Projekt „Wilde Heide“ nicht sein können. Zum heutigen 10. Todestag von Heinz Sielmann erhielt die gleichnamige Stiftung aus den Händen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) eine offizielle Urkunde der UN-Dekade Biologische Vielfalt für die Erhaltung der Artenvielfalt in der Döberitzer Heide. Stiftungsvorstand Michael Beier nahm am Mittwochnachmittag in Elstal die Auszeichnung entgegen.

Die UN-Dekade Biologische Vielfalt dauert von 2011 bis 2020. Bisher wurden in Deutschland schon 250 Umweltprojekte gewürdigt. „Daran, dass ich heute hier in der Döberitzer Heide bin, können Sie erkennen, dass die Wilde Heide etwas Besonderes unter allen besonderen Projekten ist“, sagte die Ministerin. Weil man sich das Ziel gesetzt habe, bis 2020 auf zwei Prozent der Gesamtfläche Deutschlands Wildnis entstehen zu lassen, sei die Döberitzer Heide ein gutes Beispiel, wie das gelingen könne. „Mit Flächenankauf und einem innovativen Schutz- und Managementkonzept hat die Heinz-Sielmann-Stiftung ein einzigartiges Naturparadies mit vielen seltenen und gefährdeten Pflanzen und Tieren gesichert.“

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Döberitz“ betreut die Heinz-Sielmann-Stiftung heute rund 3650 Hektar für den Erhalt dieser Landschaft mit etwa 5500 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten. „Und es kommen immer neue Arten hinzu“, ergänzte Standortleiter Peter Nitschke.

Wo früher Panzerketten den Boden aufwühlten, gestalten seit mehr als zehn Jahren in einer rund 1860 Hektar großen Wildkernzone Pflanzenfresser wie Wisente, Przewalskipferde und Rothirsche weitgehend unbeeinflusst von menschlichen Einflüssen die Landschaft. „Mit ihrem Fressverhalten, ihrer Vorliebe für Staubbäder und Wanderwege unterdrücken und verzögern die Tiere die Wiederbewaldung, erhalten wertvolle Offenlandstrukturen und tragen somit zur Erhöhung der biologischen Vielfalt bei“, so Sielmann-Vorstand Michael Beier. Er lobte ausdrücklich das gute Zusammenwirken mit dem Landkreis Havelland. Unter anderem gebe es seit April dieses Jahres ein Pilotprojekt, wie man die wachsende Population der Wisente und Wildpferde künftig begrenzen kann, ohne mit anderem Behörden oder dem Tierschutz in Konflikt zu geraten. Die wichtige Beweidung der riesigen Flächen in der Heide sei gelungen, in dem Verträge mit privaten Betrieben oder Einzelpersonen geschlossen wurden. Jährlich 1500 Schafe, dazu Rinder und Ziegen würden zum Abgrasen in die Heide kommen.

Von Jens Wegener

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