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Havelland Schädlinge: Hubschrauber bleiben am Boden
Lokales Havelland Schädlinge: Hubschrauber bleiben am Boden
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21:37 22.03.2018
Eichenprozessionsspinnerraupen an einem jungen Baum. Quelle: Andreas König
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Rhinow

Seit Jahren bereitet der Eichenprozessionsspinner den Gemeinden im Amt Rhinow Probleme. Die Ekelraupe beeinträchtigt im Frühjahr nicht nur die Vitalität der Eichen. Sie verursacht mit ihren feinen Härchen auch beim Menschen auf der Haut enorme Juckreize und Allergien. Der Eichenprozessionsspinner kann die Gesundheit der Menschen tatsächlich erheblich beeinträchtigen. Das haben Wissenschaftler festgestellt.

Gegenmittel ist das Dipel ES

Deshalb lassen die Gemeinden im Landkreis schon seit einigen Jahren den Eichenprozessionsspinner mit den Insektizid Dipel ES bekämpfen. Die Wirkung war unterschiedlich und auch vom Wetter abhängig. In den ersten Jahren wurde das Gift nur von einem Hubschrauber verteilt – auf Eichenbäume an Gemeindestraßen, öffentlichen Plätzen und besonders belebten Bereichen in den Dörfern.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vom Boden aus. Quelle: Volkmar Maloszyk

Der Landkreis organisierte den Hubschraubereinsatz für die Ämter und Städte im Havelland. Die Gemeinden des Amtes Rhinow mussten für den Hubschraubereinsatz jährlich insgesamt über 10 000 Euro bezahlen.

Der Hubschraubereinsatz war aber immer noch billiger, als die Behandlung einzelner Bäume vom Boden aus. Nicht selten mussten die Kommunen für eine Bodenbehandlung mehrere Hundert Euro für einen Baum zahlen. Inzwischen gibt es allerdings deutlich kostengünstigere Verfahren, mit denen die Bäume vom Boden aus mit Dipel ES besprüht werden. Im Jahr 2017 lagen die Kosen je Baum zumeist zwischen 15 und 20 Euro. Im gesamten Amt Rhinow wurde der Eichenprozessionsspinner im vergangenen Jahr auf 530 Bäumen bekämpft. Ein Hubschrauber besprühte nur noch für Alleenbäume.

Keine Hubschrauberflüge mehr

Im Jahr 2018 organisiert der Landkreis keinen Hubschraubereinsatz mehr. Der Rhinower Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel sieht dafür auch keine Notwendigkeit,. „Die Bodenbekämpfung kostet weniger Geld.“ Zudem geht der Ordnungsamtsleiter davon aus, dass in diesem Jahr weniger Eichenbäume mit dem Insektizid behandelt werden.

Michael Mirschel leitet das Ordnungsamt. Quelle: N. Stein

Handlungsbedarf sieht Michael Mirschel weiter in den Dörfern. „An welchen Bäumen, die auf öffentlichem Grund und Boden stehen, der Eichenprozessionsspinner im Frühjahr wieder bekämpft wird, werden wir nun mit den Gemeindevertretungen besprechen“, so der Ordnungsamtsleiter.

Erste Beschlüsse sind gefasst

Die Abgeordneten von Großderschau haben sich schon festgelegt. Die Bäume auf dem Festplatz und vor dem Heimathaus sollen behandelt werden. Großderschau hat, wie alle Gemeinden des Amtes Rhinow, im Haushalt Geld für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners eingeplant.

Eine Bekämpfung der Ekelraupe verlangen die Großderschauer Abgeordneten für die innerörtlichen Eichenbäume an der Bundesstraße 102. Die Entscheidung obliegt allerdings der Landesstraßenmeisterei. Sie ist für die Bundesstraße und damit auch für die Straßenbäume zuständig.

Von Norbert Stein

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