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Havelland Anschluss mit Verzögerung
Lokales Havelland Anschluss mit Verzögerung
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00:51 24.08.2014
Idyllisch, aber ziemlich verschlammt. Ein Havel-Anschluss würde der Schliepenlanke gut tun. Quelle: M. Kniebeler
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Rathenow

Die Rathenower Schliepenlanke wird nicht so zügig an die Havel angeschlossen wie gehofft. Zwar ist die Finanzierung des Vorhabens dank einer großzügigen Spende des VW-Konzerns gesichert.  Aber wegen einer ungeklärten Eigentumsfrage muss ein zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren gestartet werden. Dennoch könnte, wenn alles läuft wie vorgesehen, das Vorzeigeprojekt noch während der Bundesgartenschau vollendet werden.
Der Wunsch, den verschlammten Altarm der Havel wieder an den Fluss anzuschließen, existiert schon seit Jahren. Vor allem die Anrainer der Lanke, darunter zwei Bootsvereine, fordern den Anschluss. Im Sommer hängen sie regelmäßig mit ihren Booten im Schlamm fest. Ein Durchstich des Damms, der die Lanke von der Havel trennt, würde zur Folge haben, dass der Altarm besser durchströmt wird und nicht mehr so schnell versandet.

Auch Rocco Buchta, der Leiter des Renaturierungsprojektes an der Unteren Havel, kämpft für den Anschluss der Schliepenlanke. Zum einen, weil es sich bei dem Alt armanschluss um einen wichtigen Bestandteil der Flussrenaturierung handelt. Zum anderen, weil der Durchstich des Dammes kein hochaufwändiges Bauvorhaben, sondern relativ einfach zu bewerkstelligen ist.
Als im Herbst des vergangenen Jahres der VW-Konzern erklärte, er werde sich an der Finanzierung mit 300.000 Euro beteiligen, war die Freude groß. Und da die Anlieger der Schliepenlanke dem Altarm-Anschluss bereits zugestimmt hatten, standen die Chancen gut, das notwendige Genehmigungsverfahren zu verkürzen.

Wenn da nicht jener Herr gewesen wäre, der sich buchstäblich in letzter Sekunde meldete und als Eigentümer eines Flurstücks auf der Insel zu erkennen gab. Erst wollte er den Grund verkaufen, dann kam ihm die Idee, auf der Fläche ein Haus zu errichten. „Das ist ein vollkommen utopischer Plan“, sagt Buchta. Das Grundstück liegt sowohl im Naturschutzgebiet als auch im Überschwemmungsgebiet. Aus diesen Gründen werde das Umweltamt dort niemals die Genehmigung für einen Hausbau erteilen. Der Trampelpfad, der zu dem Grundstück führe, sei zudem kein offizieller, im Grundbuch eingetragener Zuweg. Es bestehe also kein verbrieftes Recht, auf das Grundstück über den Landweg, der über den Damm führt, zu gelangen. „Es handelt sich de facto um ein Inselgrundstück, das nur mit dem Boot erreichbar ist“, sagt Buchta.

All dies müsse dem Eigentümer gerichtsfest mitgeteilt werden, so Buchta. Aus diesem Grunde sei nun ein Planfeststellungsverfahren beantragt worden. Enteignet werde der Grundstückseigentümer am Ende wohl nicht, so Buchta. Er werde das Grundstück aber aller Voraussicht nach zum ortsüblichen Preis verkaufen müssen.

Trotz dieser Verzögerung könnte es mit einer Baugenehmigung in neun Monaten klappen, sagt Buchta. Mit dem Ausbaggern der verschlammten Lanke werde man schon vor Beendigung des Planfeststellungsverfahrens beginnen. Klappt das alles, dann würde wenigstens noch ein Teil der Buga-Besucher Gelegenheit haben, das Musterbeispiel für einen Altarmanschluss in Augenschein zu nehmen.

Von Markus Kniebeler

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