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Ein (Auffang-)Netz für Familien

25 Jahre ASB in Falkensee Ein (Auffang-)Netz für Familien

Rund um das Falkenseer ASB-Gelände herrschte ein ordentliches Durcheinander. Schnell waren alle Parkplätze belegt, jede Lücke wurde ausgenutzt. „Ein Glück läuft heute das Ordnungsamt nicht“, stellte Bürgermeister Heiko Müller belustigt fest, der wie viele andere gekommen war, um ein Vierteljahrhundert Familien- und Jugendarbeit zu feiern.

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Die Kinder aus dem ASB-Hort Rappelkiste bei der Bohnenernte auf dem Gelände in der Ruppiner Straße.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Rund um das Gelände des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in der Ruppiner Straße in Falkensee herrschte am Mittwoch helle Aufregung und ein ordentliches Durcheinander. Schnell waren alle Parkplätze belegt, jede Lücke wurde ausgenutzt. „Ein Glück läuft heute das Ordnungsamt nicht herum“, stellte auch Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) belustigt fest, der gekommen war, um gemeinsam mit vielen weiteren Mitarbeitern und Unterstützern des ASB ein Vierteljahrhundert Familien- und Jugendarbeit zu feiern.

Alles begann mit der Übernahme des Kinderheims

Alles begann 1991 mit der Übernahme des Falkenseer Kinderheims, das zum einstigen Hilfsschulkomplex „Clara Zetkin“ in der Ruppiner Straße gehörte. Seither spinnt der ASB unaufhörlich sein Netz in der Gartenstadt und vielen weiteren Kommunen des Osthavellandes. Und vergleicht man den ASB mit einem Netz, hat es wohl kein Geringerer so wirksam mitgesponnen wie Geschäftsführer Ulf Hoffmeyer-Zlotnik. „Teamarbeit und vor allem sein großer Einsatz haben es ermöglicht, dass der Falkenseer Standort der wohl größte in ganz Brandenburg geworden ist. Er hat immer schnell agiert und erst danach gefragt, ob es dafür Geld gibt“, sagte ASB-Landesgeschäftsführer Jürgen Haase über Hoffmeyer-Zlotnik, der in einigen Monaten die Geschäfte an seine Nachfolgerin Jutta Kleber abgeben wird. Unkonventionelle und schnelle Lösungen fand der ASB nicht zuletzt in der Flüchtlingsfrage. „Dass minderjährige unbegleitete Flüchtlinge heute in Gastfamilien im Havelland leben können, ist nicht selbstverständlich und wurde erst durch eine enge Zusammenarbeit mit dem ASB möglich. Das Interesse und Engagement der Bürger aufzugreifen, zeichnet das Unternehmen aus“, so Sozialdezernent des Kreises Wolfgang Gall (CDU).

Familien im Alltag unterstützen

Ob nun Schulsozialarbeit, Kinderheim, Mehrgenerationenhaus, Jugendklub, Kita- und Hortbetreuung oder die Arbeit in betreuten Tagesgruppen – im Zentrum der Arbeit des ASB steht immer die Familie. „Wir wollen Familie nicht ersetzen, sondern vielmehr unterstützten. Die Eltern sind die wichtigsten Menschen im Leben der Kinder“, sagte Steffen Golz, Leiter des stationären Bereichs der Kinder- und Jugendarbeit. Kinder und ihre Eltern im Alltag unterstützen, das erfordert ein dickes Fell und viel Geduld. Hilfe bekommt der ASB dabei von vielen Kooperationspartnern, darunter Grund- und Oberschulen, Sportvereine, Kinderärzte, Wohnungsgenossenschaften, Kliniken und Reiterhöfe. Mit rund 340 Mitarbeitern ist die Gesellschaft, nach der Falkenseer Stadtverwaltung, der größte Arbeitgeber in der Stadt und wird zudem noch von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt, die dabei helfen, die Angebotspalette so breit wie möglich zu gestalten und abzusichern. Großelternpatenschaften, Sprachunterricht für geflüchtete Jugendliche oder so genannte Erziehungsfachstellen, bei denen Kita-Kinder im privaten Haushalt ihrer Erzieher leben und ihnen so ein familiärer Rahmen geboten wird – der ASB springt immer da ein, wo Kinder Hilfe und Unterstützung brauchen.

Viel Geduld und Sitzfleisch

Um die Vielzahl der Einsatzgebiete zu erfassen, mussten die Besucher der gestrigen Jubiläumsfeier viel Zeit mitbringen. Mitarbeiter gaben Einblicke in ihre Arbeit und zerlegten das große ASB-Netz in seine Einzelteile. So in sich geschlossen es nämlich auch wirken mag, jeder Bereich ist einzigartig und vielschichtig. „Was der ASB eigentlich ist, wusste vor 25 Jahren in Falkensee niemand so recht. Heute stellt sich diese Frage ganz sicher niemand mehr“, so Bürgermeister Heiko Müller.

Von Laura Sander

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