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Ein Dorf ehrt die Bredows und Fontane

Görne Ein Dorf ehrt die Bredows und Fontane

Vor rund 60 Besuchern wurde jetzt die Ausstellung „Kindersch(m)erz in Görne“ in der Dorfkirche eröffnet. Darin erinnert der Förderverein Kirche und Dorf Görne an die Familie von Bredow und Theodor Fontane. Letzterer hatte ein ganz eigenes Bild von Bredow’schem Schriftstellertalent.

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Görne. Der Förderverein Kirche und Dorf Görne widmet seit vier Jahren Persönlichkeiten aus der Geschichte, die im Dorf lebten oder mit ihm in irgendeiner Weise Verbindung hatten, eine Ausstellung. 2017 rückt der Förderverein Adele Elise Gräfin von Bredow (1830 - 1885) und Theodor Fontane (1819 - 1898) in den Blickpunkt der Ausstellung „Kindersch(m)erz aus Görne“. Eröffnet wurde sie nun mit einem literarischen Geschichtsnachmittag in der Dorfkirche.

Musik auf der Harfe

Sabine Sandow begleitete die Veranstaltung musikalisch auf der Harfe. Acht großflächige wetterfeste Tafeln hat der Förderverein gestaltet und sie als Ausstellung an die Außenwand der Kirche angebracht. So haben Besucher und alle Interessierte die Möglichkeit, die Ausstellung täglich zwischen Sonnenaufgang und Abenddämmerung zu besichtigen, auch wenn die Kirche nicht geöffnet ist.

Besondere Aspekte der Dorfgeschichte

Der Förderverein möchte mit der Ausstellung auch neugierig machen auf die besonderen Aspekte der Dorfgeschichte, so Sven Leist. Er ist Vorsitzender des Vereins und begrüßte zur Ausstellungseröffnung rund 60 Besucher in der Kirche. Anschließend lasen Christina Clemm und Torsten Kluge vom Förderverein das von Adle Elise Gräfin von Bredow geschriebene Poem „Ekkehard“ vor.

Schön und informativ

Es gab Kaffee und Kuchen, die Besucher saßen bei schönem Wetter vor der Kirche an Tafeln und besichtigten die Ausstellung. „Es ist eine schöne und informativ gestaltete Präsentation“, sagte Horst Weikert, Heimatforscher aus Senzke, nach der Besichtigung.

Zur Schriftstellerin berufen?

In der sehr verzweigten Familie von Bredow gab es immer wieder Angehörige, die sich den höheren Künsten verpflichtet fühlten. So auch die Gräfin Adele Elise von Bredow. Durch die Vermählung mit dem Grafen Otto Friedrich von Bredow im Jahre 1852 wirkte und arbeitete sie in Görne, hielt sich aber auch oft und längere Zeit in Berlin auf. Sie sammelte kulturelle Erfahrungen und fühlte sich zur Schriftstellerin berufen. Der künstlerische Drang trug Frucht. Die Gräfin schrieb Gedichte, Trauerspiele, Lustspiele, Dramen, aber auch Kinderreimsammlungen, die dem Förderverein für den Titel der Ausstellung das Thema gaben.

Ohne Fontane geht es nicht

Selbst in einem kleinen Dorf wie Görne kommt man nicht an Theodor Fontane vorbei. Auch wenn dieser in seinen „Wanderungen“ das Dorf nie erwähnte, waren ihm der Ort und die hier lebenden Eheleute Otto Friedrich Graf von Bredow-Görne und seine Frau Adle Elise bekannt. Seine Wertschätzung für die dichterischen Fähigkeiten der Gräfin hielten sich aber in Grenzen.

Sehr wohl erinnerte er sich aber bei seinen Recherchen zu „Das Ländchen Friesack und die Bredows“ an die inzwischen schon verstorbene Gräfin in Görne und einer umfassenden Bredow’schen Bildersammlung. Waren Fontanes Kontakte zu Görne auch gering, so hat ihm das Dorf auf Initiative des Kulturfördervereins Mark Brandenburg und des verstorbenen Journalisten Werner Bader vor einigen Jahren doch ein Denkmal gesetzt.

Von Norbert Stein

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