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Ein Dorf feiert Geburtstag

Stechow Ein Dorf feiert Geburtstag

Das Dorf Stechow wurde vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt; das feierten die Bewohner mit einem bunten Fest. Eine Modenschau in historischen Kostümen sorgte für Staunen und Erheiterung.

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Vor dem Bredowschen Gutshaus wurde ein Erinnerungsstein mit der Aufschrift „700 Jahre Stechow“ enthüllt.

Quelle: Norbert Stein

Stechow. Alte Hüte zum Schutz vor der Sonne bei Feldarbeiten auf dem Kopf. Dazu eine Kleidung aus groben braunen Stoffen. Als Bauernfamilie aus dem Mittelalter kommen Elke Finkbeiner und Markus Gernt mit den Kindern Oskar und Charlotte am Samstagnachmittag beim Scheunenfest zum 700jährigen Dorfjubiläum von Stechow auf die Bühne. „In der Bauerntracht kommt man ganz schön ins Schwitzen. Aber es hat Spaß gemacht“ sagt Markus Gernt nach dem Auftritt in der Feldscheune. So zeigt sich die Bauernfamilie aus dem Mittelalter dann auch noch auf dem Festplatz.

Währenddessen geht in der Feldscheune die historische Modenschau weiter. Präsentiert wird sie von Kindern, Erzieherinnen, Eltern und Unterstützern der Kita „Spatzennest“. Im Kostüm einer Zigeunerin führt Marion Kraft durch die Schau mit Mode, wie sie einst von den Einwohnern des Dorfes getragen wurde. Es beginnt in der Steinzeit. Anschließend flanieren einfache Leute, feine Damen, kleine Ritter, Hausfrauen und Handwerksleute auf der Bühne. Die historische Modenschau kommt an bei den Besuchern und wird mit viel Applaus bedacht.

Als Bauernfamilie aus dem Mittelalter waren Elke Finkbeiner und Markus Gernt mit den Kindern Oskar und Charlotte zum Fest gekommen

Als Bauernfamilie aus dem Mittelalter waren Elke Finkbeiner und Markus Gernt mit den Kindern Oskar und Charlotte zum Fest gekommen.

Quelle: Norbert Stein

Die Mädchen und Jungen der Kita „Spatzennest“ hatten die Besucher zuvor schon mit Liedern und Gedichten rund um den Sommer unterhalten. Es war eine gute Einstimmung auf ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, gestaltet von der Kinder-Tanzgruppe Stechow/Ferchesar, dem Chor und der Akkordeongruppe der Grundschule Nennhausen, den Linedancern aus Landin, dem Garlitzer Carneval Club und Countrymusiker – als Erinnerung an schöne Westernfeste in der Feldscheune. Die Gemeindearbeiter und zwei Abgeordnete steuerten am Abend beim Tanz in der Scheune einen Abba-Auftritt zum Kulturprogramm bei.

Die Stechower Ortsvorsteherin Bianca Eichler und die Amtsdirektorin Ilka Lenke begrüßten die Besucher am Nachmittag. Die Ortsvorsteherin machte Lust auf die Dorfjubiläumsfeier und dankte allen Unterstützen und Sponsoren. Stechow sei ein Dorf mit Herz und Zukunft, sagte die Amtsdirektorin. Das Herz trugen dann auch viele Stechower auf einem Shirt.

Kegeln, Tischtennis, Schminkstand für Kinder, Hüpfburg und viele mehr sorgten beim Fest für Kurzweil. Peter Geißler verkündete schon am frühen Nachmittag einen Rekord. Innerhalb von 90 Minuten hatten er und weitere Helfer alle 1000 Lose für die Festtombola verkauft. „So etwas hatten wir noch bei keinem früheren Fest“, sagte Geißler, während Bürgermeister Michael Spieck die ersten Reifenkistenrennen startete. Am Stand von Anita und Peter Vogt gab es die Dorfchronik. Und bereits vor dem Nachmittagsprogramm hatten die Gasteber vor dem Bredowschen Gutshaus einen Erinnerungsstein „700 Jahre Stechow“ enthüllt.

Eröffnet wurde das Festwochenende am Freitag vom Förderverein Kirche Stechow mit einem Grillabend und den Jagdhornbläsern Havelland im Pfarrgarten. Die Besucher unterhielten sich in gemütlichen Runde und gingen anschließend in die Kirche, zum Festkonzert mit Schülern der Musik- und Kunstschule Havelland und dem Chor Salto Tonale aus Wiesenaue. Der Chor begeisterte in der sehr gut besuchten Kirche mit einem abwechslungsreichen Programm.

Urkundlich erstmals erwähnt wird das Dorf 1317. Der Ort selbst dürfte aber älter sein, so der Vorsitzende des Kirchenfördervereins Friedrich Leopold von Stechow zu den Konzertbesuchern. Er habe, sagte von Stechow, vor wenigen Tagen eine Mail erhalten, in der ihm das Nationalmuseum Nürnberg mitgeteilt habe, dass die kleinere von zwei Glocken, die im 1. Weltkrieg aus der Kirche genommen wurde, aus dem Jahr 1140 stammt. „Und wo eine Glocke war, muss auch eine Kirche gewesen sein, und wo eine Kirche war müssen auch Menschen gewohnt haben“, sagt Friedrich Leopold von Stechow.

Von Norbert Stein

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