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Havelland „Gut fürs Image“
Lokales Havelland „Gut fürs Image“
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00:33 11.07.2015
So sieht ein modernes Bad in Pirna aus. Quelle: Werner Huthmacher
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Falkensee

Die Stadt Falkensee braucht ein Hallenbad, darin sind sich die Sozialdemokraten des Ortsvereins einig. Doch wie soll es aussehen und an welchem Standort gebaut werden? Um diese Entscheidungen zu erleichtern, hatte der Ortsverein am Dienstag den Architekten Peter L. Arnke zu einem öffentlichen Bürgerabend eingeladen. Das Restaurant des „Katharinenhofes“ in Falkenhöh war fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Erfahrungen im Bäderbau

Vier Bäderbauten hat Peter L. Arnke bereits realisiert, eines davon ist das Geibeltbad im sächsischen Pirna. Es gilt als Referenzmodell, denn die Stadt hat eine ähnliche Größe wie Falkensee und liegt ebenfalls in einem Speckgürtel, in der Nähe von Dresden. In seinem Referat zeigte der Experte, der bei Hans Kollhoff studiert und im Büro von Rem Koolhaas gearbeitet hatte, dass das klassische Hallenbad der Vergangenheit angehört. „Eltern mit kleinen Kindern haben andere Bedürfnisse als Senioren. Also müssen diese Bereiche in einem Bad jeweils für sich sein“, sagte er mit Blick auf die demografische Entwicklung. Seine Empfehlungen: Eine Saunalandschaft sollte dazu gehören. Eine lärmintensive Rutsche für Teenies braucht einen besonderen Platz im Gebäude, damit die Badegäste einander nicht stören. Last but not least: Ein Bahnenbecken gehört zum Standard.

7,5 Millionen Euro

Mit einer Diashow demonstrierte Peter L. Arnke, wie eine gelungene Bäderlandschaft aussehen kann. Das Geibeltbad besteht aus einer transparenten Glashalle, unterbrochen von mehreren Kuben für den Saunabereich mit diversen Kaltwasserbecken. Der Clou ist ein beheizbares Außenbecken: „ Es ist ein Erlebnis, in einer Vollmondnacht bei minus zehn Grad Celsius im Freien zu schwimmen“, schwärmte der Architekt. Kostenpunkt für den kompletten Badetraum: 7,5 Millionen Euro.

In seiner Moderation nach dem Vortrag bremste Bürgermeister Heiko Müller (SPD) Schaum ein wenig. Dass ein beheizbares Außenbad in Falkensee politisch durchzusetzen sei, bezweifelte er. Müller betonte, das Thema Bad müsse von den Stadtverordneten diskutiert werden, bevor es zu einer politischen Entscheidung kommen könne.

Standort kontrovers diskutiert

Zunächst aber hatten die Falkenseer und die Havelländer aus den umliegenden Ortschaften das Wort. Kontrovers diskutiert wurde der Standort. Auch die alte Idee, das Olympiabad in Elstal zu reaktivieren, wurde ins Spiel gebracht. Diesem Plan wird wohl kein Erfolg beschieden sein. Die Auflagen des Denkmalschutzes würden extrem teuer, außerdem entstünde ein reines Sportbad nur mit einem rechteckigen Becken für Bahnen. Platz für die Wünsche jener, die nicht nur an sportlichem Schwimmen interessiert seien, könnte es nicht bieten, meinte Peter L. Arnke. „Das Waldbad bietet sich als Standort an und ist gut fürs Image. Davon kann das neue Hallenbad profitieren. Den Namen Waldbad sollte sich Falkensee schützen lassen“, sagte der Architekt. Einige andere Standorte wurden diskutiert, etwa das Industriegebiet.

Schwimmunterricht für Grundschüler

Auch für den Schwimmunterricht in den Schulen wäre ein Hallenbad nötig, fordern zahlreiche Experten seit langem. Ein anwesender Rettungsschwimmer berichtete, dass die meisten Grundschüler sich maximal 25 Meter über Wasser halten könnten. Das entspricht dem niedrigen Leistungsstandard des „Seepferdchens“. Margot Kleinert, Vorsitzende des Seniorenbeirates, und die SPD-Stadtverordnete Ingrid Junge sammeln derzeit Unterschriften, damit der Bau des Hallenbades 2016 in das Investitionsprogramm der Stadt aufgenommen wird.

Von Judith Meisner

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