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10:13 27.11.2017
Bei der Landesschau der Rassekaninchenzüchter in Paaren zeigte Lars Gerlach seine Feh-Rexe. Quelle: Ulrike Gawande
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Paaren im Glien

204 Kaninchenzüchtervereine in 21 Kreisverbänden gehören zum Landesverband der Rassekaninchenzüchter Berlin/ Mark Brandenburg, der am Wochenende zu seiner 27. Landesschau in die Brandenburghalle des MAFZ-Erlebnisparks in Paaren im Glien eingeladen hatte.

Gezeigt wurden den rund 1000 Besuchern 2546 Tiere in 138 verschiedenen Rassen und Farbschlägen präsentiert von fast 400 Ausstellern. Solche Schauen seien für den Verband, der zur Zeit rund 2500 Mitglieder hat, eine wichtige Möglichkeit, um sein Hobby der Öffentlichkeit zu präsentieren, erklärte Lars Gerlach, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Landesverbandes zuständig ist. „Die Kaninchenzucht stirbt aus, rund 60 Prozent unser Mitglieder sind über 70 Jahre alt.“ Diesem Trend wolle man entgegenwirken, so Gerlach, der selbst als Jugendlicher mit der Kaninchenzucht begonnen hat. Schon der Urgroßvater des Hohen Neuendorfers züchtete Kaninchen. Auch die Eltern hielten zu DDR-Zeiten schlappohrige Vierbeiner und Geflügel.

Auf der Zuchttierschau der Länder Berlin und Brandenburg stellten am Samstag rund 400 Aussteller 2600 Rassetiere vor.

„Ich habe mich damals in Thüringer Widder verliebt, in ihre Farbe und in ihr Aussehen“, verriet Gerlach, der mittlerweile auch als Preisrichter im Einsatz ist. Dazu absolvierte er eine dreijährige Ausbildung und bestand sowohl die schriftliche, mündliche als auch die praktische Abschlussprüfung. Am dritten Advent wird der Hohen Neuendorfer erstmals auf der Bundesschau in Leipzig im Einsatz sein, wo er auch selber vier Tiere präsentieren wird. Doch mittlerweile züchtet Gerlach statt Thüringern Feh-Rexe, die mit ihrem dichten Fell zu den Kurzhaarkaninchen gehören. 130 Tiere nennt Lars Gerlach sein eigen, dazu gehören auch Englische Widder thüringerfarbig, mit denen er in Paaren einen Landesmeistertitel errang. „Ich mag die Farbe.“

Die Kaninchenzucht sei ein verantwortungsvolles, interessantes, aber zugleich auch sauberes und vor allem leises Hobby, betont der Fachmann, der aber auch das Vereinsleben mit Schauen, Festen und regelmäßigen Treffen zu schätzen weiß. „Es ist ein entschleunigendes Hobby in einer schnelllebigen Zeit.“ Diese Vorzüge der Kaninchenzucht möchte Gerlach vor allem Kindern vermitteln. Deshalb nehme sein Hohen Neuendorfer Verein D 170 auch regelmäßig an Festen in der Region teil. Stets mit Tieren zum Streicheln im Gepäck. „Wir müssen über die Kinder auch die Eltern begeistern. Viele wissen doch gar nicht, dass es Kaninchenzüchtervereine in ihren Orten gibt.“

Domenic aus Potsdam züchtet Kaninchen der Sorten Castor-Rex und Blaue Rex, sein Vater Lars Ruderisch Deutsche Riesen in blau. Vater und Sohn wurden Landesmeister in Paaren. Quelle: Ulrike Gawande

Extra zur Landesschau im Erlebnispark Paaren war Familie Thomas aus Neuruppin gekommen. gezielt auf der Suche nach einem Kaninchen. Ein kastrierter Rammler war der Wunsch. Im heimischen Stall im Garten stehend, leben insgesamt sechs Zwergkaninchen der Rasse Löwenköpfchen, berichtete der elfjährige Matthis, der bei seinem Hobby familiäre Unterstützung erhält. Und so bekommen wohl bald Sternschnüppchen, Blümle, kleine Prinzessin, Leonardo, Rammler Schneelöwi sowie Meerschweinchen Oskar Gesellschaft.

Während die einen also Ausschau nach Kaninchenzuwachs hielten, wartete Diana Balzer geduldig, um sich mit ihrem Deutschen Widder havannafarbig von Martina Gerker für die „Kleintiernews“ ablichten zu lassen. Denn sämtliche Landessieger inklusive Züchter kamen vor Gerkers Linse. So auch Diana Balzer, die sich seit drei Jahren der Zucht widmet. 16 Tiere in vier Zuchtgruppen hatte sie ausgestellt. „Ich habe das erste Mal gewonnen, da bin ich stolz drauf“, freute sich die Cottbusserin. Das schwierigste beim Kaninchen-Model-Shooting sei es, den richtigen Moment abzupassen, so die Fachfrau, die für ihren Kaninchen-Kalender die langohrigen Vierbeiner auch mal am Strand vor der Cuxhavener Kugelbake oder auf dem Feldweg vor einem Trabbi gekonnt in Szene setzt.

Von Ulrike Gawande

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