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Havelland Ein Herz für kleine Bahnhöfe
Lokales Havelland Ein Herz für kleine Bahnhöfe
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18:07 25.03.2015
Michael Jungclaus gestern Vormittag bei der Ankunft an der Bahnstation Großwudicke. Quelle: M. Kniebeler
Großwudicke

Bis Ende des Jahres will Jungclaus die mehr als 60 Bahnstationen im Land mit weniger als 50 Ein- und Aussteigenden pro Tag besuchen. Ihm gehe es darum, sich ein Bild zu machen von den kleinen Bahnhöfen und deren Bedeutung für die Bürger, sagte Jungclaus im Gespräch mit Gemeindebürgermeister Felix Menzel und Ortsvorsteher Michael Lorenz. Und natürlich gehe es darum, zu verhindern, dass die ländlichen Regionen vom Nahverkehrsnetz abgeschnitten werden.

Das sei in Großwudicke derzeit nicht zu befürchten, beruhigte Jungclaus seine Gastgeber. Auch wenn die Existenz der kleinen Bahnstationen naturgemäß gefährdeter sei als derjenigen mit hoher Frequenz, stehe der Bahnhof Großwudicke nicht auf irgendeiner Streichliste. Auch die Linie RB 34 RathenowStendal sei von einer Einstellung nicht bedroht.

Es bleibt für die Großwudicker also alles wie es ist. Das sei ja schon mal eine gute Nachricht, so Menzel. Allerdings wird das Angebot auf dieser Strecke in absehbarer Zeit wohl auch nicht verbessert werden. Dabei wäre ein Stundentakt – derzeit verkehren die Züge zwischen den beiden Kreisstädten alle zwei Stunden – eine feine Sache.

Stundentakt erwünscht

Michael Jungclaus besuchte auch Nennhausen, um über die Bahnanbindung zu diskutieren. Hauptthema war der Takt des RE 4.
In Nennhausen und in Buschow gibt es die Initiative, den RE 4, der momentan nur alle zwei Stunden fährt, stündlich halten zu lassen. Versprechen konnte Jungclaus den Nennhausenern freilich nichts: Bestellt werden muss der stündliche Halt vom Land. Und das hält sich bislang in der Sache sehr zurück. mkn

„Vor allem morgens zwischen 6 und 9 Uhr und nachmittags zwischen 15 und 18 Uhr, wenn die Pendler unterwegs sind, um über Rathenow in Richtung Berlin oder Wolfsburg zu fahren, würde der Stundentakt sicher gut angenommen“, sagte Michael Lorenz. Derzeit führen viele mit dem Auto bis zum Rathenower Bahnhof – ein besserer Takt würde den ein oder anderen sicher dazu animieren, schon in Großwudicke in die Bahn zu steigen.

In dem Gespräch ging es auch um den Service an einer kleinen Station wie Großwudicke. In Sachen Barrierefreiheit könne einiges verbessert werden, so Menzel. Und auch ein Fahrkartenautomat wäre nach Meinung des Bürgermeisters eine Bereicherung. Jungclaus nahm die Anregungen auf. Natürlich werde er als Oppositionspolitiker in diesen ganz konkreten Fällen keine schnelle Änderung herbeiführen können. Ihm gehe es vielmehr darum, für künftigen Diskussionen über den Nahverkehr gewappnet zu sein. Und zu wissen, wie die Sache in ländlichen Regionen diskutiert werde.

Felix Menzel und Michael Lorenz machten dem Politiker glaubhaft klar, dass der Bahnanschluss für Großwudicke ein wichtiger Standortfaktor sei. Nicht nur für diejenigen, die schon im Ort wohnen. Sondern auch für jene, die in Erwägung ziehen, in das Dorf zu ziehen.

Von Markus Kniebeler

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