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Ein Nachmittag mit Liszt und Wagner

Havelland Ein Nachmittag mit Liszt und Wagner

Eine Orchesterfassung der Wesendonck-Lieder ist am Sonnabend in Groß Behnitz aufgeführt worden. Aurélien Bello hatte die Fassung für die Junge Kammerphilharmonie Berlin geschaffen.

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Verdienter Beifall für die Gesangssolistin Sarah van der Kemp.

Quelle: Marlies Schnaibel

Groß Behnitz. Eine Stimme mit Strahlkraft und Wärme – Sarah van der Kemp prägte als Gesangssolistin das Konzert der Havelländischen Musikfestspiele am Sonnabend in Groß Behnitz. Vor 200 Zuhörern begeisterte sie mit ihrem Gesang. Das Programm war ganz dem 19. Jahrhundert verpflichtet. Es gastierte die Junge Kammerphilharmonie Berlin unter Leitung des französischen Dirigenten Aurélien Bello.

Der junge Dirigent hatte für eine Uraufführung an diesem Abend gesorgt, er hatte die ursprünglich für Singstimme und Klavier komponierten Wesendonck-Lieder für das Kammerorchester bearbeitet. Eine Aufgabe, die das erst seit vergangenem Jahr an der Berliner Philharmonie angesiedelte Orchester sehr gut meisterte. Fast verhalten war es mit der Sinfonia von Felix Mendelssohn Bartholdy ins Programm gestartet, um dann der Sängerin Sarah van der Kemp den musikalischen Teppich auszulegen. Werke von Richard Wagner und Franz Liszt waren für das Konzert in Groß Behnitz ausgewählt worden. Mit Liedern wie „Ich möchte hingehen“ und „Am Grabe Richard Wagners“ gab es da viel von Schmerz und Tod und Trauer zu hören. Ganz so melancholisch wollten die Musiker ihre Zuhörer dann doch nicht in den trüben Abend entlassen. Aurélien Bello verwies darauf, dass Liszt auch durchaus Salonmusik komponiert hatte und mit dem Liebestraum, für den Ferdinand Freiligrath „O lieb, so lang du lieben kannst“ gedichtet hatte, endete das Konzert.

Mit dem Nachmittag hatte sich das Landgut Stober einmal mehr als gute Kulturadresse empfohlen. Die Zusammenarbeit mit den Havelländischen Musikfestspielen schlägt sich in diesem Jahr noch in einer weiteren Veranstaltung nieder: Am 4. Dezember gibt der Kammerchor Berlin hier ein Weihnachtskonzert. „Die Karten sind gefragt“, freut sich Madleen Fox, die Geschäftsführerin der Musikfestspiele, die für dieses Jahr noch 15 Veranstaltungen anbieten. „Die Adventskonzerte sind alle sehr beliebt, das Ribbecker Konzert ist ausverkauft“, sagt Madleen Fox, die bereits längst am Programm für 2017 arbeitet. Das ist in den Grundzügen fertig, auch das Landgut Stober in Groß Behnitz wird wieder Festspielort sein. Der traditionelle Auftakt wird auf Schloss Kleeßen gegeben.

Die laufende Saison geht am 29. Oktober mit zwei Konzerten weiter: Schuberts „Schöne Müllerin“ kommt nach Premnitz, die Kunst des Klavierspielens ist im Schloss Nennhausen zu erleben.

Info Programm und Karten unter www.havellaendische-musikfestspiele.de

Von Marlies Schnaibel

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