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Ein Ort für persönliche Gespräche

Willkommenskultur Ein Ort für persönliche Gespräche

Die Initiative „Neue Nachbarn in Schönwalde“ bezog am Freitag ihre neuen Räume in der Straße der Jugend. Künftig können in dem Gebäude Treffen und Beratungen durchgeführt werden. Vor allem sind nun auch persönliche Gespräche mit Flüchtlingen unter vier Augen möglich. Die Renovierungsarbeiten leisteten die Mitglieder der Initiative in Eigenregie.

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Jürgen Fiedler, Karsten Fichtner und Karl-Heinz Kordt (v.l.) vor ihrem neuen Gebäude der Willkommensinitiative.

Quelle: Danilo Hafer

Schönwalde-Glien. Das kleine, unscheinbare Gebäude hinter der „Kita Sonnenschein“ in Schönwalde wurde schon für so manche Zwecke genutzt. Polizei, Bauhof und Friedhofsverwaltung waren in den vergangenen Jahren in dem Gebäude untergebracht. Seit Freitag ist es nun der offizielle Sitz der Initiative „Neue Nachbarn in Schönwalde“.

80 Quadratmeter für Treffen und Beratungen

„Bisher lief unsere Kommunikation hauptsächlich auf elektronischem Wege ab, jetzt haben wir endlich einen Ort, an dem wir auch persönliche Gespräche führen können“, sagte Karl-Heinz Kordt von der Willkommensinitiative. Rund 80 Quadratmeter stehen der Initiative nun für Treffen und Beratungen zur Verfügung. Das Gebäude wird ihnen kostenlos vom Arbeiter-Samariter-Bund zur Nutzung überlassen. „Wir selbst konnten aus Versicherungsgründen keinen eigenen Vertrag mit der Stadt abschließen“, erklärte Jürgen Fiedler. Er hat das Gebäude zusammen mit zwei Flüchtlingen aus dem Erlenbruch renoviert. „Wir mussten alle Wände und Decken streichen und auch die Bodenbeläge erneuern“, so Fichtner. Etwa 400 bis 500 Euro kosteten die Renovierungsmaßnahmen.

111 Asylsuchende sind derzeit in Schönwalde untergebracht

Insgesamt 111 Asylsuchende waren am Stichtag 19. April in Schönwalde untergebracht. Darunter auch rund 14 Flüchtlinge, die noch bis Anfang April in der Notunterkunft im Demex-Park in Elstal lebten. Ihr plötzlicher Umzug löste in der dortigen Willkommensinitiative einige Bestürzung aus. Dennoch habe man kurzfristig ein Abschiedsessen organisieren können, um die Flüchtlinge zu verabschieden. Vier Monate lebten die hauptsächlich aus Afghanistan stammenden jungen Männer sowie ein syrisches Ehepaar in der Elstaler Notunterkunft. „Eigentlich sind nur drei Monate pro Flüchtling dafür vorgesehen“, sagte Luisa Sinate von der Wustermarker Willkommeninitiative. Die Unterbringung in der neuen Unterkunft in Schönwalde sei eine deutliche Verbesserung, was die Qualität der Unterbringung angeht, da in einer festen Gemeinschaftsunterkunft bessere Standards gelten, sagte sie. „Die Lage zwischen zwei Ortteilen sei allerdings nicht optimal.

Beim Umzug habe es sich jedoch um einen normalen Vorgang gehandelt, teilte eine Sprecherin des Landkreises der MAZ mit. „Sobald es in den festen Gemeinschaftsunterkünften freie Kapazitäten gibt, versuchen wir die Flüchtlinge dort auch unterzubringen“, hieß es. Denn die Notunterkünfte erfüllen in den meisten Fällen, nicht die Mindestanforderungen für die Unterbringung von Flüchtlingen. Derzeit sind im Landkreis Havelland 1351 Asylsuchende (Stand 31. März) untergebracht.

Endlich auch Gespräche unter vier Augen möglich

In Schönwalde hofft man nun, schon bald die ersten Gespräche im neuen Haus führen zu können. „Wir können mit den Flüchtlingen nun auch mal unter vier Augen sprechen, was in den Unterkünften sonst schwierig ist“, sagte Karl-Heinz Kordt.

Von Danilo Hafer

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