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Havelland Ein Partymarathon sondergleichen
Lokales Havelland Ein Partymarathon sondergleichen
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17:21 11.09.2016
Phil Bates sorgte mit seiner Band am Samstagabend für den musikalischen Höhepunkt. Quelle: Fotos: Christin Schmidt
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Rathenow

Drei volle Tage Musik, Kultur, Partystimmung und Sonnenschein – besser hätte das Stadtfest anlässlich des 800. Geburtstags der havelländischen Kreisstadt kaum laufen können. Was am Freitag mit einem gelungenen Auftakt im Optikpark begann, wurde am Samstag im Stadtzentrum fortgesetzt: Zwei Bühnen, Rummel, Kinderspaßwelt, Marktmeile, Modenschau und natürlich der historische Festumzug, der wohl so viele Menschen wie noch nie in die Innenstadt lockte.

Christoph Wulsch überzeugte mit handgemachter Musik das Publikum am frühen Samstagnachmittag. Quelle: Ch. Schmidt

Gäste aus der gesamten Region, aus der Partnerstadt Rendsburg, ehemalige und neue Rathenower feierten gemeinsam friedlich und gut gelaunt. Dank des heißen Spätsommerwetters, dass für Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius und ordentlich Durst bei den Gästen sorgte, hatten die Getränkehändler bis spät in die Nacht alle Hände voll zu tun. Am Tag war das Eiscafé am Märkischen Platz Anziehungspunkt Nummer Eins, zu späterer Stunde standen die Menschen dann vor der Cocktail-Bar auf dem Platz Schlange.

Rathenow feierte zu Country, NDW und ELO-Hits

Für musikalische Höhepunkte sorgten in diesem Jahr Phil Bates mit seiner Band sowie Countrysänger Gunter Gabriel. Phil Bates, der ehemaliger Sänger von ELO Part II, hatte am Samstagabend leichtes Spiel, denn das Publikum war bereits in Hochstimmung als er gegen 22.30 Uhr die Bühne betrat. Zuvor hatte Peter Hubert die Menschen mit den Hits der Neuen Deutschen Welle in Partylaune gebracht.

Auch auf dem August-Bebel-Platz war einiges los. Hier schlugen junge Musiker aus der Region am Samstagabend etwas härtere Töne an. Quelle: Ch. Schmidt

Nach dem ein DJ die Stimmung zwischenzeitlich noch mehr anheizte, gingen den Feierlustigen auch ELO-Hits wie „Last Train to London“, „Hold on tight“ oder „Roll over Beethoven“ leicht über die Lippen. Die Menschen drängten sich vor der Bühne und standen auf den Bänken, als hätten sie seit Ewigkeiten auf diese Geburtstagsparty gewartet. Bis spät in die Nacht wurde friedlich getanzt, gesungen, gegessen und getrunken.

Mit verkaufsoffenem Sonntag und Modenschau klang das Fest aus

Wer glaubt, dass die Rathenower nach dieser Nacht am Sonntag verkatert bis mittags im Bett lagen, irrt. Bereits zum Frühshoppen um 10 Uhr war es schon wieder eng auf dem Märkischen Platz. Mit Countryhüten und Cowboyboots waren einige gekommen, um Gunter Gabriel zu hören. Der sang seine Hits und deutsche Versionen der bekanntesten Johnny Cash Lieder und staunte dabei über sich selbst. „Ich kann es nicht fassen, dass ich mit 75 Jahren noch so gut drauf bin.“ Fast genauso gut wie Rathenow nach 800 Jahren.

Neben kühlen Getränken war Eis ein Verkaufsschlager. Allerdings musste man dafür Schlange stehen. Quelle: Ch. Schmidt

Während die Country-Fans dicht gedrängt vor der Bühne am Märkischen Platz standen, spielte die Big Band der Musikschule vor sehr wenigen Gästen auf dem August-Bebel-Platz. Mit der Qualität ihres Konzerts hatte das geringe Interesse aber nichts zu tun. Das Angebot war vielleicht doch etwas zu groß, immerhin hatte der Sonntag noch einiges zu bieten: Automeile, Modenschau, Bühnenprogramm und verkaufsoffener Sonntag – die Geburtstagsgäste mussten sich ihre Kräfte gut einteilen, um auch den letzten Festtag in vollen Zügen genießen zu können.

Nur der Nachwuchs zeigte sich vom großen Spektakel auf den Bühnen unbeeindruckt und vergnügte sich stattdessen in der Kinderspaßwelt vor dem Rathaus oder auf dem Rummel in der Burgstraße. Ab 13 Uhr konnten die Geburtstagsgäste mit einem Einkaufsbummel das Fest beenden. Ein alternatives Angebot für alle, denen die Marktmeile entlang der Berliner Straße mit Staubsaugern, Rückenkissen und Vogelhäuschen nicht zusagte.

Modenschau mit Tanzeinlage: Am Sonntagnachmittag präsentierten Einzelhändler bei hochsommerlichen Temperaturen die neue Herbst-Winter-Kollektion. Quelle: Ch. Schmidt

Von Christin Schmidt

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