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Havelland Ein Prinz begeistert Rathenow
Lokales Havelland Ein Prinz begeistert Rathenow
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18:19 17.11.2016
Im Schummerlicht brachte Sebastian Krumbiegel das Publikum im Blauen Saal zum Singen. Quelle: Ch. Schmidt
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Rathenow

Er wurde mit dem Bundesverdienstorden geehrt, ist seit 2015 Bambi-Preisträger in der Kategorie „Musik National“ und natürlich Mitglied der „Prinzen“, einer der erfolgreichsten Bands Deutschlands. Sebastian Krumbiegel ist bekannt und beliebt, und so war es auch keine Überraschung, dass am Mittwochabend so viele Menschen ins Kulturzentrum gekommen waren, um ihn zu sehen und live zu hören.

Der sympathische Sänger mit der frechen Kurzhaarfrisur hatte zu seinem Programm „Ein Mann, ein Klavier und ihr“ eingeladen. Zwar war der Blaue Saal nicht ganz ausverkauft, die Stimmung war dennoch bestens. Noch bevor Krumbiegel am Klavier saß, wurde er mit tosendem Applaus überschüttet. Ohne Frage war Rathenow begeistert, dass er sich die Ehre gab in ihrer Stadt zu spielen. Und nicht nur das: „Ich habe mir vorgenommen, heute Nacht in dieser Metropole zu bleiben und das Rathenower Nachtleben zu entdecken.“

Hommage an Rio Reiser und Udo Lindenberg

Bevor er das tun konnte, durfte er sich aber nach Herzenslust am schwarzen Flügel ausleben. Ein Programm, gestand der Sänger, habe er gar nicht. Stattdessen zückte er einen Zettel, auf dem er Titel notiert hatte, die er gern spielen würde. Dem Publikum war es recht, Hauptsache er unterhält sie – und das tat er. Krumbiegel sang über deutsche Dichter und Sex – in einem Lied! – über Freundschaft, besorgte Bürger, den Zustand der Welt und natürlich über die Liebe. Oft schlug er mit geschlossenen Augen die Tasten an und gab sich dabei so sehr dem Spiel hin, dass er fast hinter dem Flügel verschwand und nur noch seine hochgegelten Haare zu sehen waren.

Jedes Stück wurde begeistert beklatscht. Besonders gut kamen Krumbiegels Interpretationen von Liedern seiner großen Idole Rio Reiser und Udo Lindenberg an. Zwei Musiker, die ihn geprägt haben. „Udo Lindenberg hat es immer geschafft, mich mit seinen Liedern ganz persönlich in meinem Herzen zu berühren“, verriet Krumbiegel. Als er von seinem Auftritt mit Lindenberg in Leipzig sprach und sich an die rund 50 000 Zuschauer erinnerte, war die Aufregung von damals noch immer in seiner Stimme zu hören.

Drei Stunden singt und plaudert Krumbiegel

Egal, ob er sang oder erzählte, seine Gäste lauschten stets aufmerksam. Er spielte mit ihnen und dem Klavier, brachte die Menschen zum Lachen, Nachdenken und am Ende sogar zum Singen. Selbst als Krumbiegel politisch wurde, an die Menschlichkeit appellierte und ein klares Statement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus abgab, waren sie bei ihm. Fast drei Stunden – eine Pause um neue Getränke zu holen, gewährte der Sänger – sang er, haute in die Tasten und plauderte aus seinem Leben.

Erst nach mehreren Zugaben – das übliche auf und ab von der Bühne sparte er sich – faltete er schließlich seinen „Programm-Zettel“ zusammen, steckte ihn in die Innentasche seines Jacketts und begab sich direkt ins Publikum. Wie lange er noch mit seinen Gästen plauderte und Autogramme schrieb, das wissen nur die eingefleischten Fans. Alle anderen werden es vielleicht irgendwann hören, wenn er in einem Lied das Rathenower Nachtleben besingt.

Von Christin Schmidt

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