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Havelland Ein Schmuckstück mit besonderer Form
Lokales Havelland Ein Schmuckstück mit besonderer Form
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09:14 09.09.2017
Imposanter Kirchenbau. Quelle: Danilo Hafer
Grünefeld

Für Holger Mauerhoff war es wie Liebe auf den ersten Blick. Als der gebürtige Hesse 2013 ins havelländische Grünefeld zog und ein Haus, gleich gegenüber der alten Dorfkirche kaufte, war es um ihn geschehen. „Schon als ich mir die Kirche das erste Mal anschaute war ich von ihr fasziniert und das ist bis heute so geblieben“, erzählt er. Inzwischen ist Holger Mauerhoff sogar Vorsitzender des 2014 neu gebildeten Gemeindekirchenrates und kümmert sich um den Erhalt des alten Gemäuers.

Vor allem die besondere Form der um 1730 erbauten Kirche im Barockstil habe es ihm schon zu Beginn angetan. „Die Kirche war ursprünglich ganz normal in Ost-West-Richtung erbaut worden, erst später wurde sie umgebaut und erhielt einen kreuzförmigen Grundriss“, erklärt Mauerhoff. Diese Bauweise ermöglichte es auch, im Inneren der Kirche drei Emporen zu errichten.

Heller Innenraum. Quelle: Danilo Hafer

Der Blick auf die Emporen offenbart auch schon den nächsten Hingucker der Grünefelder Kirche. Die Orgel. Sie wurde 1850 vom Orgelbauer Carl Ludwig Gesell gebaut und steht an einem ganz besonderen Platz. „Normalerweise befindet sich die Orgel immer gegenüber des Altars, hier steht sie auf der Empore direkt über dem Altar“, erklärt Mauerhoff. So ist das musikalische Schmuckstück nicht nur für jeden Gottesdienstbesucher gut zu hören, sondern auch ein echter Blickfang in der hellen Kirche. Die Orgel sei auch bei den Besuchern am Tag des offenen Denkmals immer ein Höhepunkt.

An diesem Sonntag können sich interessierte wieder selbst ein Bild von der alten Orgel und ihren Klängen machen. Ab 14 Uhr ist die Kirche für Besucher geöffnet. „In einem Jahr fragte eine Dame, ob sie mal kurz die Orgel spielen dürfe, wir haben es erlaubt und hätten sie am liebsten als Organistin eingestellt, das war so toll“, erzählt Holger Mauerhoff.

Blick vom Kirchturm. Quelle: Danilo Hafer

Doch auch der 1911 gebaute Turm bietet spannende Ein- und Ausblicke, so etwa das alte Uhrwerk im zweiten Stock des Turms. Besucher sollten aber auch den Weg bis ganz nach oben, vorbei an den über hundert Jahre alten Glocken und der ein oder anderen Fledermaus, nicht scheuen. „Erst von ganz oben kann man wirklich sehen, wie schön die Kirche in den Ort passt“, sagt Mauerhoff. Ursprünglich bildeten Kirche, Pfarrhaus, Schule, Friedhof und Wirtschaftshof eine geschlossene Einheit in der Mitte Grünefelds. Die Bereiche sind heute aufgeteilt, gleich neben der Kirche wohnt eine Künstlerin, die Malerin Heidi Lasch.

Mehrmals im Jahr finden im Grünefelder Gotteshaus auch Kulturveranstaltungen statt. Diesen Bereich würde Holger Mauerhoff gerne noch weiter ausbauen, um so noch mehr Menschen die Gelegenheit zu bieten, in den Genuss der alten Dorfkirche zu kommen. „Daher freuen wir uns auch einfach, am Tag des offenen Denkmals, die Kirche präsentieren zu können“, so Mauerhoff.

Damit die Kirche auch weiterhin ein Schmuckstück bleibt, plant der Gemeindekirchenrat für die Zukunft wieder größere Sanierungsarbeiten. „Eigentlich wäre ein Außenanstrich mal wieder fällig und auch Innen müsste etwas getan werden“, so Mauerhoff. Dafür fehle derzeit aber noch die Zeit und vor allem das nötige Kleingeld. Einen Punkt kann Holger Mauerhoff aber bald von seiner Liste streichen. Zeitnah wird die alte Kirchentür gegen eine neue ausgetauscht. Diese wird gerade von einer Tischlerei angefertigt und soll bis zum Wochenende eingebaut werden.

Im Osthavelland öffnen eben der Dorfkirche Grünefeld auch Denkmäler in Wansdorf, Perwenitz, Buckow, Groß Behnitz, Falkensee und Schönwalde am Sonntag ihre Türen. Das ganze Programm gibt es im Internet unter der Adresse: www.tag-des-offenen-denkmals.de

Von Danilo Hafer

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