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Havelland Ein Tag im Herzformat
Lokales Havelland Ein Tag im Herzformat
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06:50 13.02.2016
Von der Rose ist es zur Romantik nicht weit: Yvonne Stroschke kennt die Wünsche der Kunden. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Dallgow/Falkensee

Der Havelpark liegt seit Tagen im Liebesrausch: Herzen aus Samt, Holz, Stein, Plastik, Süßstoff. Alles zu haben in den Geschäften der Dallgower Einkaufstempels. Tassen, Lampen, Geschenkpapier, Liebesbriefboxen – alles ist von Herzen übersät. Und wer nicht weiß, was die Herzoffensive bedeutet, der wird mit großen Schildern (natürlich in Herzform) drauf gestoßen: Am 14. Februar ist Valentinstag!

Am Stand von Mister Minit können sich Verliebte ein Liebesschloss gravieren lassen. „Aber das läuft eigentlich das ganze Jahr über“, sagt der Mann hinter dem Tresen. Ein direktes Valentinstagsgeschäft machen andere.

Allen voran die Blumenhändler. Viele haben an diesem Tag zusätzlich geöffnet. So auch Yvonne Stroschke von der „Landblume“ am Dallgower Bahnhof. Sie hat für diesen Tag vorgesorgt, Rosen, aber auch andere Blumen warten auf die Käufer. Sie selbst hält nichts davon, die Kunden plakativ auf den Valentinstag hinzuweisen. „Mit Blumen kann man immer eine Freude machen“, weiß sie. Und vielleicht darf es zum Valentinstag eine Spur romantischer sein. „Herzen gehen immer“, hat sie beobachtet. „Es ist ja ein Tag der Liebenden und nicht der Tag der Blumenindustrie“, sagt sie und bemüht tapfer die Erklärung vom heiligen Valentin, der für diesen Tag Pate stand. Aber eigentlich sei es ja auch egal, wie der Tag entstanden ist. Weltweit wird er begangen. „Für manche ist die rote Rose der Inbegriff der Liebe“, hat die Fachfrau oft beobachtet, aber auch viele andere Blumen finden ihre Liebhaber. Bloß mit Kakteen zum Valentinstag, da würde sie vorsichtig sein.

Herzen gehen immer, das sagen sich auch die Süßwarenhersteller. Ob Schokoladen-Geschäft im Havelpark oder Biobäcker in Falkensee - Süßwaren und Gebäck kommen in Herzform daher. Zum Dahinschmelzen und Anknabbern für Sonntag bestens geeignet.

Überhaupt das Essen. Gastronomen haben den Tag schon längst zu einem Fest gemacht. Mit speziellen kulinarischen Angeboten, gerne in Verbindung mit einem Schuss Kultur. Das Candle-Light-Dinner im Schloss Ribbeck war schnell ausverkauft, drei Sänger aus Berlin würzen das Menü mit Liedern aus den 20er- und 30er-Jahren. Mit „Ich brauche keine Millionen“ und „Kann denn Liebe Sünde sein“ dreht sich alles irgendwie um das Thema Liebe.

Das ist auch im Falkenseer Hotel „Kronprinz“ so, wenn schon Maultaschen, dann morgen natürlich in Herzform und gefüllt mit Liebeskräutern.

Und auch das Falkenseer Hexenhaus gibt ein „Valentinsspezial“, das Genuss und Erotik verbindet. Dirk Lausch hat Texte ausgesucht und bewegt sich stil- und lustvoll unter und über der Gürtellinie. Von Casanovas Memoiren bis zum „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund“ reicht er literarische Zwischengänge. „Im Hexenhaus herrscht bei den Lesungen eine besondere Atmosphäre“, weiß er aus ähnlichen Veranstaltungen. Das Publikum reicht vom händchenhaltenden Jungpaar bis zur reifen Ehegemeinschaft, wo sich dann doch mal besondere Blicke zugeworfen werden.

„Ein Valentinstag macht nicht glücklich, er ist nett und mancher braucht vielleicht so einen Anstoß“, sagt die Falkenseerin Erika Paul. Sie war über Jahrzehnte in der Ehe- und Partnerschaftsberatung tätig, da hat sie viele Paare erlebt, bei denen die Liebe entschwunden war. „Partnerschaft ist harte Arbeit, ist ein Auf und Ab“, weiß sie, aber in Krisen rät sie den Paaren, sich zu erinnern: an den Anfang, an die Emotionen, an das Verliebtsein.

Von Marlies Schnaibel

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