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Havelland Ein Traum für jeden Maler
Lokales Havelland Ein Traum für jeden Maler
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00:26 29.08.2015
Das ehemalige Pfarrhaus ist ein Jugendhaus. Quelle: fotos: Norbert stein
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Strodehne

Erholung, kreativ genutzte Freizeit, Spaß, Frohsinn und mitunter auch Besinnlichkeit, prägen heute das Leben in dem 1885 erbauten ehemaligen Pfarrhaus von Strodehne. Kinder, Jugendliche, junge Familien und andere Gäste sorgen dafür in dem roten Backsteinhaus neben der Dorfkirche. Seit nunmehr zehn Jahren ist das Gebäude ein Jugendhaus.

Der letzte Pfarrer wohnte und arbeitete bis 1959 in dem Haus. Seither gehört Strodehne zur heutigen Evangelischen Kirchengemeinde „Ländchen Rhinow“ und wird vom Pfarrer in Rhinow betreut. Zunächst noch kirchlich genutzt, diente das Haus dann in den 1990er-Jahren als Spätaussiedlerheim. Weil ein Heim für Spätaussiedler nicht mehr notwendig war, suchte die Kirchengemeinde eine neue Zukunft für das Haus. 2004 verpachtete sie das ehemalige Pfarrhaus langfristig an die Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Dahlem, die den Verein Jugendhaus Strodehne gründete. Das Haus wurde saniert und ein Jahr später als Jugendhaus mit Unterkunftsmöglichkeiten für 30 Gäste mit Gemeinschaftsräumen, Sanitäranlagen und Küche eröffnet. Der Landkreis Havelland und das Amt Rhinow unterstützen die Herrichtung zum Jugendhaus mit Arbeitsfördermaßnahmen.

Das 2500 Quadratmeter große Grundstück bietet Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, auf Voranmeldung können Kanus genutzt werden. Das vor Ort von Marco Schwuchow betreute Haus, in dem sich die Gäste selbst versorgen, ist ein Erfolg geworden. „Wir sind das ganze Jahr hindurch gut ausgelastet“, sagt Barbara Spiegelberg vom Verein Jugendhaus Strodehne der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem. Im September bleibe das Haus jedoch für weitere Sanierungs- und Renovierungsarbeiten einige Wochen geschlossen, erklärt sie.

Zu den Stammgästen im Jugendhaus gehört Christine Klemke. Die freischaffende Diplomgrafikerin und Malerin mit einem Atelier in Berlin kommt seit mittlerweile acht Jahren regelmäßig mit Kinder- und Jugendgruppen zum Malen nach Strodehne. In dieser Woche ist sie mit 20 Kindern und Jugendlichen aus Berlin, Potsdam und dem Havelland zum Malkurs im Jugendhaus. Strodehne biete mit der Havel, seiner Landschaft und Häusern sowie verwunschenen Winkeln unendlich viele Motive zum Malen, sagt Christine Klemke. Sie kennt das Havelland. Die Malerin hat einmal in Siegridsbruch gewohnt, von 1992 bis 2007 an der Musik- und Kunstschule Havelland in Premnitz unterrichtet und ist noch heute regelmäßig in der Begegnungsstätte Arche in Premnitz. In Strodehne hat sie mit den Kindern und Jugendlichen als erstes die Havel gemalt. „Von ihr lernen wir Motive zu erkennen und richtig zu malen“, erzählt Saskia Klee (17 Jahre) aus Bamme. Vor acht Jahren hat sie von ihrer Oma einen Malkurs bei Christine Klemke geschenkt bekommen. Seither ist sie jedes Jahr in den Ferien zum Malen in Strodehne. Malen macht ihr Spaß, helfe aber auch sich selbst zu verwirklichen, erzählt Saskia Klee, bevor sie einstimmt in den von Christine Klemke auf der Gitarre begleiteten Gruppengesang „In Strodehne im Jugendhaus, da geht uns niemals das Malpapier aus. Es malt hier jeder sein eigenes Bild, der eine ruhig, der andere wild . . .“. Was die Kinder und Jugendlichen in dieser Woche gemalt haben, werden sie ihren Eltern und Freunden am Abschlusstag am Samstag zeigen.

Von Norbert Stein

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