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Havelland Ein appetitlicher Mord
Lokales Havelland Ein appetitlicher Mord
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12:05 27.03.2014
Ein Blick in den Spiegel verrät viel – aber führt er zum richtigen Täter? Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

„Tödliche Schönheit“ heißt das Stück, bei dem der Falkenseer Timo Klein Regie führt. Seit vergangener Woche probt das Theater intensiv. Neben Monique Kreyß als Köchin und Timo Klein sind Alexandra Sydrow, Katja Szigethy und Christian Senger dabei.

Tür auf, Tür zu, Hilfe-Schreie oder „Er ist der Mörder“-Rufe – an all das hat sich Hotelbesitzer Michael Arneburg schnell gewöhnt. Nach dem Erfolg eines früheren Krimi-Dinners freut er sich auf eine Neuauflage des Stückes.

Das hat mit seinem Vorgänger nur noch den Titel und die handelnden Personen gemein, Akteure und Handlung sind neu. Immerhin es gibt eine Leiche, ein Schönheitschirurg musste dran glauben. Bald gibt es jede Menge Verdächtige, das Publikum muss den Mörder finden. „Deshalb Theaterrallye“, sagt Monique Kreyß, „die Gäste ziehen durchs ganze Haus. An den Tatort, ins Hotelzimmer des Gastes, in den nahen Wald – überall finden sich Spuren.“ Die können auch mal in die Irre führen, aber das gehört zu einem turbulenten Krimi dazu.

Turbulent soll es dabei zugehen, deshalb wurde bei der Probe auf schauspielerisches Tempo gedrückt. Immer und immer wieder lässt Timo Klein seine Akteure die Szene mit der Bratpfanne spielen. Überraschung, Schrei, Staunen, Drohung – vermeintliche und tatsächliche Täter geraten aneinander. „Nicht laut werden, sondern ruhig bleiben und bedrohlich“, weist er die Köchin an. „Nicht wie angewurzelt aufs Stichwort warten, wenn das nicht kommt improvisieren“, fordert er seine Akteure auf. Aber dann kommt das Stichwort „umgebracht“ doch und schnell geht es weiter im Stück.

Die Schauspieler gehören alle zum Ensemble des Papilio-Theaters. Das hatte Monique Kreyß 2009 gegründet. Daneben arbeitete sie auch mit Laien, wie vor drei Jahren an der Oberschule Elstal, als das Stück „2.0“ zur Suchtprävention aufgeführt wurde. Monique Kreyß ist in Staaken geboren, wuchs in Berlin auf und ist inzwischen mit ihrer Familie nach Finkenkrug zurückgekehrt. Schon als Kind hat sie auf der Bühne gestanden. „Ich habe den Großvater in dem Märchen ,Das Rübchen’ gespielt“, erinnert sie sich. Längst sind ganz andere Rollen auf sie zugekommen. So war sie nach der Ausbildung am Europäischen Theaterinstitut Berlin in der bekannten Seifenoper „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ als intrigante Chefin von Mädchenschwarm Ricky Marquart zu sehen. Sie hat im Mitreisestück für Grundschüler „Die Reise zum Drachen Kata Teochi“ gespielt, wie in den Kindermärchen „Aschenputtel“ und „Der gestiefelte Kater“ und in der Märchenfarce „Auftrag: Märchenrettung“. In Finkenkrug war sie auch schon in einer Produktion des dortigen Laientheaters „Sechseinhalb Gesichtsausdrücke“ zu erleben, schuf sich mit dem Papilio-Theater aber ein eigenes Projekt.

„Wir möchten unsere Gäste mit Leichtigkeit unterhalten“, beschreibt sie den Ansatz der Mitmach-Stücke und Dinner-Abende. Das Papilio-Theater versteht sich als mobiles Theater, es hat keine feste Bühne, sondern macht Räume zur Bühne. Mit Märchen und Krimis zieht es durchs Land. So machte es im Oranienburger „Hotel an der Havel“ ebenso Station wie auf dem Berliner Grunewaldturm oder auf dem Motorschiff Sanssouci der Weißen Flotte.

Das Theater ist beweglich in jeder Form. Geht auch gar nicht anders auf dem schweren Markt. Freie Schauspieler gibt es viele, kein leichtes Brot, weiß Timo Klein. „Wir können kein Probengeld zahlen, es ist ein schöner Beruf, der aber seine schweren Seiten hat“, sagt der großgewachsene Mann. Aber es ist eben auch der schönste Beruf der Welt. Und so wird weitergeprobt, damit am Freitag alles sitzt.

Mit der „Tödlichen Schönheit“ sind die Papilio-Mimen in diesem Jahr noch im Herbst in Falkensee zu erleben, gehen damit aber auch auf Tournee. Dann wird in Wildau, Baruth, Spandau und Köpenick mit Lust und Laune kriminalisiert.
Kontakt: Das Falkensee-Berliner Theater ist über die Internetseite www.papiliotheater.de zu erreichen.

Am 27. März ist Welttheatertag

MAZ präsentiert regionale Laien- und Profitheater:

Das Nauener Theater Neo wird vom Schauspieler Claus Stahnke geleitet, er holt sich für seine Produktionen Profis mit ins Boot. Und das Boot geht in diesem Sommer auf große Fahrt: Mit Anne-Catrin Märzke in der Titelrolle wird vom 27. Juni bis zum 20. Juli Fontanes „Effi Briest“ Open Air vor dem Schloss von Ribbeck aufgeführt.

Seit 1963 existiert das Kleine Theater Falkensee, damals als Dramatischer Zirkel am Kulturhaus „Johannes R. Becher“ gegründet. Dort ist es heute noch zu Hause. Es ist eines der ältesten Amateurtheater der Region – und eines der erfolgreichsten.
Theaterscheune – die gibt es in Kremmen. Sie nennt sich Tiefste Provinz und bietet vor allem Musikern, Kabarettisten und Comedians eine Bühne. Am Montag waren die Hengstmannbrüder mit ihrem politisch-satirischen Kabarettprogramm zu Gast.

Eine Theaterscheune steht auch in Schönwalde-Glien. Hier zeigt die Theatergruppe des Kreativvereins ihre Stücke. Aus ihr ging vor Jahren ein zweites Ensemble hervor: Das Theater im Glien, das von Dieter Borgelt geleitet wird und sich „Ihr heiteres Theater in der Nähe“ nennt. Es zeigt Sonnabend im „Schwanenkrug“ von Schönwalde-Glien sein neues Stück „WG mit Hindernissen“. Premiere und zwei Folgeaufführungen sind längst ausverkauft.
Die Wagesäcke haben ihren gewöhnungsbedürftigen Namen aus dem Gründungsort Wagenitz abgeleitet. Seit mehr als zehn Jahren erfreuen sie ihr Publikum im Westhavelland mit heiteren Stücken.
Das Paretzer Liebhabertheater besteht seit 2008. Ursprünglich als optische Garnierung von Veranstaltungen im Schloss Paretz gedacht, hat es sich zu einer Theatertruppe entwickelt, die mehr als kann als tanzen im Stil der Königin-Luise-Zeit.
Die Edener Heimatbühne prägte über Jahrzehnte das Theatergeschehen in Oranienburg. 1915 war die Schauspielerin Anna Rubner vom Burgtheater Wien nach Eden gekommen und hatte begonnen, mit Laiendarstellern zu arbeiten. Weil der Nachwuchs fehlte, stellte die Bühne vor einigen Jahren ihre Arbeit ein. (ms)

Von Marlies Schnaibel

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Immer wieder wurde Skater Roby vom Ordnungsamt von öffentlichen Plätzen verwiesen. Einen richtigen Skater-Platz gibt es in Nauen jedoch nicht. Lange genug wurden die Jugendlichen hingehalten, findet auch Bürgermeister Detlef Fleischmann. Jetzt stieß das Projekt "Skaterpark im Nauener Gewerbegebiet Ost" im Bildungsausschuss auf Wohlwollen.

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