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Havelland Ein bisschen Wärme im Klinikalltag
Lokales Havelland Ein bisschen Wärme im Klinikalltag
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10:30 26.03.2016
Grüne Dame: Helga Bathe auf dem Hof ihres Grundstücks in Paaren im Glien. Quelle: Philip Häfner
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Paaren im Glien

Sie lesen, singen und spielen mit den Patienten, gehen mit ihnen spazieren, besorgen bei Bedarf auch mal Toilettenartikel, Schreibutensilien oder Briefmarken. Vor allem aber sind die ehrenamtlich tätigen Grünen Damen und Herren einfach für den Menschen da, der gerade im Krankenhaus oder im Altersheim liegt und ein wenig Zuspruch benötigt. Sie bringen menschliche Wärme in den Klinikalltag. „Unser Dienst gilt allen Patienten, die unsere Begleitung oder Hilfe wünschen“, sagt Helga Bathe. „Damit entlasten wir Angehörige und hauptamtliche Pflegekräfte und geben den Kranken und Hilfebedürftigen Geborgenheit.“

Helga Bathe ist die Landesbeauftragte der Grünen Damen und Herren. Die 64-Jährige aus Paaren im Glien ist die zentrale Ansprechpartnerin für die 24 Gruppen in Brandenburg und ihre rund 250 Mitglieder. Sie besucht und berät die Gruppen, organisiert Fortbildungen. Auf Station geht sie selbst nicht mehr.

Im vergangenen Jahr wurde sie stellvertretend für die Grünen Damen und Herren an den Oberhavel Kliniken mit dem Oranienburger Ehrenpreis ausgezeichnet. Dort sind die ehrenamtlichen Helfer seit 15 Jahren tätig. Die Inspiration kam aus Westdeutschland. 2001 war eine Delegation aus dem nordrhein-westfälischen Hamm, Oranienburgs Partnerstadt, zu Besuch und berichtete von den Grünen Damen und Herren, die es im dortigen Krankenhaus gab. Der Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken war sofort begeistert: Das machen wir auch, sagte er. Mittlerweile sind in Oranienburg, Hennigsdorf und Gransee 46 Grüne Damen und zwei Grüne Herren tätig, darunter auch zwei Frauen aus Dallgow-Döberitz.

Sie übernehmen den Besuchsdienst, begleiten ankommende Patienten auf ihre Station, verteilen Bücher. Auch am Standort Rathenow der Havelland Kliniken sind Ehrenamtler im Einsatz, dagegen befindet sich die Gruppe in Nauen nach wie vor im Aufbau. „Wir wünschen uns weiterhin auch in Nauen eine größere Gruppe zu etablieren“, so Kliniksprecherin Silke Monte.

Bathe war früher schon in den Oberhavel Kliniken tätig gewesen, zunächst als Krankenschwester, später als Leiterin des Pflegedienstes. Mit dieser Vergangenheit ist sie bei den Grünen Damen und Herren jedoch eher die Ausnahme. „Ich glaube, die wenigsten Krankenschwestern wollen im Ruhestand noch mit Krankheiten zu tun haben“, sagt sie. Die meisten Mitglieder seien deshalb ehemalige Bank- und Verwaltungsangestellte, Erzieher oder Lehrer – allesamt Berufe mit viel Kontakt zu Menschen. „Wenn man Menschen nicht leiden kann, sollte man es lieber sein lassen“, meint Bathe.

Geld bekommen die Grünen Damen und Herren keines, doch darum geht es ihnen ohnehin nicht. Sie engagieren sich aus Nächstenliebe. „Die Patienten freuen sich, wenn sich jemand Zeit für sie nimmt. Und auch die Helfer gehen mit einem guten Gefühl nach Hause.“

Von Philip Häfner

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