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Ein hinduistischer Tempel als Geschenk

Mondscheinserenade im Gutspark Liepe Ein hinduistischer Tempel als Geschenk

Am 29. August wird bei der Mondscheinserenade ein besonderes Geschenk in Empfang genommen: ein hinduistischer Tempel. Er stammt von einem Mann, der in einer schweren Zeit vom Verein Leben in der Mitte unterstützt wurde und sich so bedanken möchte.

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Bärbel Prenzel-Hermansen vom Vereins Leben in der Mitte vor dem hinduistischen Tempel.

Quelle: fotos: N. stein

Liepe. Ein handgeschnitzter hinduistischer Tempel aus Bali wird zum neuen Rückzugsort für Besinnlichkeit und Mediation im Gutspark Liepe. Aus vielen Einzelteilen aufgebaut wurde der Tempel in einem für diesen Zweck trockengelegten Teich. Die wesentlichen Arbeiten sind abgeschlossen. Ein Steg als Zugang zum Tempel wird noch angelegt und Wasser eingelassen in den Teich. Auch sonst gibt es noch einiges zu tun bis zur feierlichen Eröffnung. Diese soll am Samstag, 29. August um 17 Uhr zur Eröffnung der Veranstaltung Mondscheinserenade mit Open Air Konzert im Gutspark stattfinden.

Der Tempel ist ein Geschenk eines Menschen, der sich auf diese Weise für Hilfe in einer für ihn sehr schweren Zeit bedankt. Geholfen hat ihm die Gründerin des Gesundheitshauses Metaron und Vorsitzende des Vereins Leben aus der Mitte, Bärbel Prenzel-Hermansen, und ihr Mann Ludger Hermansen. Der Wunsch des Spenders ist es, dass der heilige Tempel nicht weiter in seinem Garten steht, sondern fortan im Gutspark Liepe.

Der Verein Leben aus der Mitte ist am Samstag, 29. August auch Veranstalter der Mondscheinserenade unter dem Motto „Alle Musik wird im Herzen der Menschen geboren“. Der Verein hat rund 100 Mitglieder, von denen nicht nur viele geholfen haben die Veranstaltung zu organisieren, sondern an dem Abend auch in der Slawenburg und anderen Orten im Park mit Klassik bis Rap für musikalische Unterhaltung sorgen.

In der Naturkulisse bei freiem Eintritt spielen werden Mitglieder der Philharmonie Koblenz, der Philharmonie Lüneburg, der Deutschen Staatsoper Berlin und weitere Musiker. Der Chor des Vereins Leben aus der Mitte wird auftreten, auch junge Nachwuchstalente aus dem Havelland, wie Benjamin Rüter aus Rathenow. Das Restaurant „Alte Brennerei“ am Gutspark sorgt für kulinarische Köstlichkeiten und Freiluftbar unterm Sternenhimmel.

Im Jahre 1852 gestaltete der preußische Hofgärtner Gustav Adolf Fintelmann den Gutshof Liepe im englischen Stil. Der gärtnerischen Tradition anknüpfend, wurden die drei Hektar große Anlage 2006 neu hergerichtet als Außenstandort für die Landesgartenschau in Rathenow. Der Verein Leben aus der Mitte hat den Park vor sechs Jahren in seine Obhut genommen. Seither kümmern sich seine Mitglieder um den Erhalt und die Pflege von Wegen, Teichen, natürlichen Wandelgängen und Streuobstwiese. „Ohne die fleißige Hilfe vieler Vereinsmitglieder könnten wir den Park nicht unterhalten“, sagt Bärbel Prenzel - Hermansen.

Als Beispiel aus jüngster Zeit nennt sie Ausbesserungsarbeiten an der Slawenburg und dem Abenteuerspielplatz, dessen Geräte einen neuen Farbanstrich bekommen haben. Die Scheune wird um- und ausgebaut für elf Wohnungen und Seminarräume. Für sechs Wohnungen hat der Verein schon Mieter. Insgesamt sorgt die Entwicklung rund um den Gutspark für Bevölkerungszuwachs. Etwa 30 Menschen, die sich dem Verein und dem Gesundheitshaus Metaron mit Angeboten der Naturheilkunde verbunden fühlen, sind Bärbel Prenzel-Hermansen zufolge in den letzten Jahren nach Liepe oder in umliegende Dörfer gezogen.

Von Norbert Stein

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