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„Ein ideales Drehkreuz“

Ministerin im GVZ Wustermark „Ein ideales Drehkreuz“

Zwei Jahre nachdem Kathrin Schneider als Staatssekretärin den Binnenhafen in Wustermark getauft hat, kehrte sie in das Güterverkehrszentrum zurück. Sie zeigte sich beeindruckt von der Tatsache, dass schon 75 Prozent der Gesamtfläche belegt sind.

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Ministerin Kathrin Schneider (l.) im Binnenhafen Wustermark.

Quelle: Peter-Paul Weiler

Wustermark . Den Ort, an dem Kathrin Schneider (parteilos) als Staatssekretärin vor zwei Jahren die Taufe vollzog, erkannte die Verkehrsministerin kaum wieder: „Ich glaube, damals stand hier ein Container und das wars“, sagte sie am Freitagmittag bei ihrer Rückkehr in den Binnenhafen Wustermark. Der hat sich inzwischen zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Güterverkehrszentrums Wustermark entwickelt. 112 Schiffe hatten im vergangenen Jahr an dem Kai festgemacht, wurden entladen oder beladen. „In diesem Jahr sind wir schon beim Nummer 94 und streben 130 an“, erklärte Havelport-Geschäftsführer Michael Beyer. Aus einen Angestellten beim Hafenbetreiber Havelport sind sieben geworden, die derzeitige Fläche von 28 000 Quadratmeter werde nach und nach erweitert, so Beyer.

Zudem will die Firma Colossus (Schwertransportlogistik) noch in diesem Jahr mit dem Bau ihres neuen Firmensitzes im Hafenbereich beginnen, wie Geschäfstführer Klaus Pietack sagte.

Die Gemeinde Wustermark nimmt diese Entwicklung im Hafen mit Freude zur Kenntnis, sagte Hauptamtsleiterin Petra Voigt, die den erkrankten Bürgermeister Holger Schreiber vertrat. Seit 2012 hat die Gemeinde den Hafen an die Firma Havelport verpachtet, was jährlich eine sechsstellige Summe in die Wustermarker Kasse spült.

Aber nicht nur der Hafen, das gesamte Güterverkehrszentrum ist auf einem guten Weg, wie es Rüdiger Hage ausdrückte. Der Geschäftsführer der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH (IPG), die sich seit vielen Jahren im Auftrag der Gemeinde Wustermark um die Entwicklung im GVZ Wustermark kümmert, prognostizierte während der Rundfahrt mit der Ministerin, dass weitere Unternehmen sich ansiedeln werden. „Derzeit laufen die Verhandlungen mit drei Firmen. Sollten die Vertrage zustande kommen, steigt der Auslastungsgrad des GVZ Wustermark von 75 auf mehr als 85 Prozent.“ Schon jetzt arbeiten im GVZ 3100 Menschen, möglich sei eine Zahl zwischen 3600 und 3800, so Hage.

Die Ministerin zeigte sich beeindruckt vom Standort, der über eine Anbindung per Schiff, per Straße und per Bahn verfügt, nachdem jüngst der Umschlagplatz für den kombinierten Verkehr Bahn/Lkw (KV-Terminal) wieder in Betrieb genommen wurde. „Wustermark ist ein ideales Drehkreuz für fast alle Güter. Und es ist ein Beispiel, wie einen Teil des Verkehrs von der Straße auf die umweltverträgliche und sichere Binnenschifffahrt verlagert werden kann.“

Die Möglichkeit, den Hafen Wustermark sogar direkt an das Schienennetz anzubinden, bestehe zwar, es sei aus Kostengründen aber nicht zu verwirklichen, erklärte Michael Beyer und ergänzte: „Wir brauchen etwa 2,5 Kilometer Schienenweg und diverse Weichen. Das würde etwa 3,5 bis 5 Millionen Euro verschlingen.“

Davon unabhängig werde aber der KV-Terminal, an dem Havelport beteiligt ist, weiter ausgeweitet.Im Moment gäbe es nur zwei Züge pro Woche. „Wir arbeiten an einer Verbindung zwischen Duisburg und Wustermark. Wenn das gelingt, könnten weitere Zugpaare hinzukommen“, so Beyer.

 

Von Jens Wegener

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