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Ein kleiner Wunsch in jeder Kugel

Falkenseer Wunschkugelaktion für Bedürftige gestartet Ein kleiner Wunsch in jeder Kugel

Bei Glühwein, Bier und Bratwurst warteten die Besucher am Freitag auf dem Vorplatz der Falkenseer Stadthalle auf den Beginn der alljährlichen Wunschkugelaktion. Die Ankunft der begehrten Kugeln ließ jedoch auf sich warten. Für die Falkenseer kein Grund die Köpfe hängen zu lassen – tapfer harrten sie aus.

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Jeannine Bossek und Tochter Lydia warteten auf die Kugeln.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Bei Glühwein, Bier und Bratwurst warteten die Besucher am Freitag auf dem Vorplatz der Falkenseer Stadthalle auf den Beginn der alljährlichen Wunschkugelaktion. Die Ankunft der begehrten Kugeln ließ jedoch auf sich warten. Für die Falkenseer kein Grund die Köpfe hängen zu lassen – tapfer harrten sie aus. „Es ist ja für einen guten Zweck“, sagte Nicole Beuster mit einem Lächeln. „Ich habe von der Aktion gehört und auch, dass die Kugeln so schnell weg sein sollen. Ich bin extra früh gekommen, um noch eine zu ergattern.“ Ein Besuch des Weihnachtsmannes, der sich mit einem fröhlichen „Hohoho“ und einem Sack voller Süßigkeiten durch den Gutspark näherte, verkürzte den Kleinsten die Wartezeit.

Über 200 Wunschkugeln hängte die Interessengemeinschaft Falkensee (IGF) an den am Donnerstag aufgestellten Weihnachtsbaum, eine 14 Meter hohe Tanne aus der Falkenseer Blumenstraße. Jede von ihnen enthält den Wunsch eines bedürftigen Kindes oder eines Erwachsenen aus der Gartenstadt. „Im vorigen Jahr gab es mehr Menschen, die spenden wollten als Kugeln am Baum“, erzählt der IGF-Vorsitzende Ingo Nenn. Und die Wünsche sind meist keine großen Geschenke, sondern Kleinigkeiten, wie Bücher, Bastelsachen, Hygieneartikel oder ein Friseurbesuch. „In den vergangenen Jahren waren einige Wünsche dabei, die mich wirklich sehr bewegt haben“, so Nenn. „Ein elfjähriger Junge hat sich zum Beispiel einen Friseurbesuch gewünscht, den er sich sonst nicht hätte leisten können. Ein 14-jähriges Mädchen wünschte sich Shampoo.“ Die Wunschkugelaktion gibt es schon seit sieben Jahren. Initiiert wurde sie von Claudia Reckermann, Sozialarbeiterin am Liese-Meitner-Gymnasium. Sie sammelt die Wünsche und steckt sie dann mitsamt einer kurzen Gebrauchsanweisung in die Kugeln. Die Spender können die Geschenke dann ganz einfach bei einer der IGF-Mitgliedsfirmen, oder direkt bei Claudia Reckermann abgeben. Die Erfüllung der Weihnachtswünsche laufe ganz bewusst anonym ab, um den Empfängern peinliche Situationen zu ersparen.

Auch Jeannine Bossek und Tochter Lydia hatten sich gestern auf den Weg gemacht, um eine Kugel vom Baum zu pflücken und Bedürftige zu unterstützen. „Wir haben schon letztes Jahr mitgemacht und fanden die Aktion einfach toll. Man kann sich gar nicht vorstellen, welche Dinge sich manche Menschen in unserer Stadt nicht leisten können“, so die Falkenseerin. „Vor Weihnachten überlegen wir uns immer, wohin wir spenden und es ist einfach naheliegend in der Heimatstadt anzufangen.“

Von Laura Sander

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