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Ein letzter Gang durchs Blumenmeer

Rathenow Ein letzter Gang durchs Blumenmeer

Die Saison im Rathenower Optikpark ist zu Ende gegangen, wie sie im April begonnen hatte: mit Wetterkapriolen. Der Regen-Sonne-Wolken-Mix hielt die Besucher nicht davon ab, ein letztes Mal über die Anlage zu streifen. Rund 70 000 Gäste zählte der Optikpark in dieser regenreichen Saison – rund 10 000 weniger als in den Vorjahren.

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Regenschirme waren beim Saisonfinale gestern – wie in der ganzen Optikparksaison überhaupt – gute Begleiter.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Es ist eine Binsenweisheit, aber deshalb mangelt es ihr nicht an Aussagekraft: Veranstaltungen unter freiem Himmel stehen und fallen mit dem Wetter. Und weil der Rathenower Optikpark so etwas ist wie eine 170 Tage währende Open-Air-Veranstaltung, hat ihm der nasse, windige und unbeständige Sommer nicht gut getan. „Wir werden in dieser Saison bei rund 70 000 Besuchern landen“, sagt Geschäftsführer Joachim Muus. Das sind rund 10 000 Gäste weniger als in einem durchschnittlichen Jahr. „Das ist schade“, so Muus. Aber gegen höhere Gewalt sei kein Kraut gewachsen.

Zum Saisonfinale am Dienstag blieb sich das Wetter dieses Sommers treu. Ein bisschen Sonne, einige Schauer, alles in allem unbeständig. Dennoch fanden sich bei Öffnung der Parktore um 10 Uhr bereits die ersten Besucher ein. Viele wollten sich die letzte Gelegenheit, das Gelände am Schwedendamm zu durchstreifen, nicht entgehen lassen. „Wir sind Fans des Parks“, sagte Karin Elmer, die mit ihrem Mann Günther ihre Runde drehte. Der Besuch am letzten Tag der Saison sei mittlerweile gute Familientradition. Auch Dauerkartenbesitzerin Brigitte Kertz war schon früh unterwegs, um letzte Eindrücke zu sammeln.

Noch einmal hatten die Flößer auf dem Havel-Altarm am Nachmittag alle Hände voll zu tun. Und ihre Passagiere genossen die Ausblicke auf die wildromantische Flusslandschaft, die mit ihrer herbstlichen Färbung vor Augen führte, dass auch durchwachsene Sommer nicht ewig währen.

Eine letzte Fahrt mit dem Floß über den Havel-Altarm

Eine letzte Fahrt mit dem Floß über den Havel-Altarm.

Quelle: Kniebeler, Markus

Wen angesichts dieser Konfrontation mit der Vergänglichkeit die Wehmut allzu sehr ergriffen hatte, der konnte sich die düsteren Gedanken vom nachmittäglichen Bühnenprogramm vertreiben lassen. Ab 14 Uhr gab es im Mühlenhof ein flottes Programm mit heiterer Musik und aufmunternden Tänzen.

Und dann war irgendwann tatsächlich Schluss. Wie es gute Tradition ist, bliesen die Rathenower Optis zum letzten Marsch, nachdem das Tor verschlossen worden war. Bis zum 22. April des kommenden Jahres, wenn die Saison 2018 eröffnet wird, darf das Gelände nur noch von den Mitarbeitern des Parks betreten werden.

Die werden in den kommenden Wochen und Monaten übrigens jede Menge zu tun haben. Allein die Bändigung des herbstlichen Laubs ist eine Vollzeitaufgabe. Außerdem müssen die Beete winterfest gemacht werden, Mobiliar ist abzubauen, zu überholen und einzulagern. Auch die Flöße kommen aus dem Wasser und werden an Land für den Einsatz im kommenden Jahr präpariert.

Sonny and Friends sorgten auf der Bühne für Stimmung

Sonny and Friends sorgten auf der Bühne für Stimmung.

Quelle: Kniebeler, Markus

In der Verwaltung wird die Schließzeit für strategische Planungen genutzt. „Jetzt stellen wir die Weichen für die kommende Saison“, sagt Joachim Muus. Zwar habe man die großen Veranstaltungen – Eröffnung, Serenade, Stadtfest – bereits terminiert. Aber nun gehe es darum, den groben Fahrplan mit Details anzureichern.

Das gilt übrigens nicht nur für das Parkprogramm, sondern auch für das Grüne Klassenzimmer. Denn auch im kommenden Jahr sollen Kinder und Jugendliche, die von ihrer Freizeit mehr erwarten als Berieselung, wieder die Qual der Wahl haben: Zwischen Bastelei und Kochkunst, Vorträgen und Vorführungen, Schauspiel und Sport, Experimenten und Exkursionen. Und wer sich nicht entscheiden kann, der nimmt eben alles mit.

Wenn dann zum Saisonstart im kommenden Jahr alles steht, muss nur noch das Wetter mitspielen. Joachim Muus hat seinen Wunschzettel schon fertig: „Kein Sturm, keine Unwetter, 23 bis 25 Grad am Tag, Regen nur nachts“. Na wenn’s weiter nichts ist.

Ausblick auf die Saison 2018

22./23. Dezember 2017: Mühlenweihnacht

22. April 2018: Große Saisoneröffnung

7. Juli: Imkertag

25. August: Serenade unterm Sternenhimmel.

7. September: Stadtfestfreitag – Oldienacht

22. September: „So klingt Heimat“ – Musikfest der Nationen

3. Oktober: Saisonfinale im Optikpark

22./23. Dezember: Mühlenweihnacht

Von Markus Kniebeler

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