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Havelland Eine Bahnstrecke verschwindet endgültig
Lokales Havelland Eine Bahnstrecke verschwindet endgültig
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17:59 10.01.2013
RHINOW

. Zeitweilige Pläne, auf den Schienen Solardraisinen fahren zu lassen und damit die Strecke touristisch zu nutzen, zerschlugen sich nach einer genaueren wirtschaftlichen Prüfung. Für die Bahnstrecke war damit das end-gültige Aus besiegelt. Der Schienenstrang wurde demontiert, zerschnitten und abtransportiert. Die Betonschwellen und die Schottersteine blieben liegen. Mit ersten Rückbauarbeiten wurde begonnen. Doch dann hat sich eine ganze Zeit nichts mehr getan. In den Dörfern entlang der Strecke mehrten sich Sorgen, das die gegenüber den Schienen finanziell unlukrativeren Schottermassen und Schwellen der Natur überlassen werden und sich nichts mehr tut.

Kommunalpolitiker, wie der Großderschauer Bürgermeister Willi Klein, wurden nicht müde, das Problem anzusprechen. Rhinows Amtsdirektor Jens Aasmann versicherte, dass man mit der Havelbahn Grundstücksentwicklungsgesellschaft als Eigentümerin der Strecken in Kontakt steht.

Jörn Schneider ist bei dem Unternehmen zuständig für die Strecke. Einen zeitweiligen Stillstand bei den Rückbauarbeiten bestätigt er auf Nachfrage der MAZ. Die mit dem Rückbau beauftragte Firma sei in Terminschwierigkeiten gekommen und hatte noch andere Aufträge abzuarbeiten, erläutert Schneider. Es sei aber auch nicht sinnvoll gewesen, der Firma den Auftrag zu entziehen. Seit Dezember, so Schneider, werde auf der Strecke Neustadt/DosseRathenow/Nord wieder gearbeitet. Gut vorangekommen seien die Rückbauarbeiten bereits im Bereich Neustadt/Dosse, Großderschau und Rhinow. Urlaubsbedingt war zwischen den Feiertagen und zum Jahresanfang Ruhe auf der Strecke. „Nun gehen die Arbeiten weiter“, erklärt Schneider. Er werde wöchentlich vor Ort sein und den Fortgang der Arbeiten kontrollieren. Und Schneider nennt einen Termin. Bis Ende März soll der Streckenrückbau vollständig abgeschlossen sein. Die Betonschwellen und der Schotter werden recycelt. Schneider betont, dass weder die Betonschwellen noch der Schotter auf der Strecke umweltbelastend sind.

Wenn der Rückbau abgeschlossen ist, wird die Havelbahn-Grundstücksentwicklungsgesellschaft die ehemalige Bahntrasse verkaufen. Für Teilabschnitte würden sich Eigentümer von angrenzenden Wald- und Feldflächen interessieren, so Schneider. Auch mit der Naturparkverwaltung Westhavelland habe es für Teilabschnitte Gespräche gegeben.

Die Gemeinden des Amtes Rhinow sind daran interessiert, die Streckenabschnitte zu kaufen, die durch ihrer Gemarkung führen. „Es gibt Verhandlungen“, bestätigt Amtsdirektor Aasmann. Jörn Schneider sieht den Ausgang der Gespräche mit dem Amt Rhinow zuversichtlich entgegen. Als Unternehmen sei man interessiert, möglichst große Abschnitte zu verkaufen, so Schneider. Wofür die Gemeinden die Trasse haben möchten, ist offenbar noch unklar. „Es gibt noch keinen konkreten Zweck“, so der Amtsdirektor. Den Gemeinden ist aber offensichtlich wichtig, mit dem Erwerb zu sichern, dass sie bestimmen können, was mit der Trasse passiert.

Bereits verkaufen konnte die Grundstücksentwicklungsgesellschaft die Bahnhöfe Sieversdorf, Rhinow und Spaatz. Der Bahnhof Spaatz wird als Wohnhaus genutzt. Das Bahnhofsgebäude Rhinow wird derzeit saniert und soll einmal, wie auf einer Stadtverordnetenversammlung erläutert, für Ferienwohnungen genutzt werden. In Rathenow und Albertsheim rollt an ehemaligen Bahnübergängen der Verkehr bereits wieder über einen geschlossenen Straßenbelag. (Von Norbert Stein)

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