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Eine Buga mit zehn Millionen Besuchern

Chinesen informieren sich in Rathenow Eine Buga mit zehn Millionen Besuchern

Davon kann das Havelland nur träumen: Für eine Gartenschau in China werden umgerechnet rund 200 Millionen Euro investiert. Wie die Gelände gestaltet werden, darüber haben sich Vertreter der chinesischen Delegation jetzt in Rathenow informiert.

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Rundgang mit Gartenschau-Planungsleiter Pang Qiuyuan, TGZ-Geschäftsführer Norbert Heise, Erstem Beigeordnetem Hans-Jürgen Lemle und Cao Quuan Min (von re.)

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Wenn in China eine Gartenschau veranstaltet wird, sind die Dimensionen etwas größer. Von April bis Oktober 2016 führt die nordostchinesische Metropole mit sieben Millionen Einwohnern Tangshan in der Provinz Hebei die „International Horticultural Exposition“ durch. Die Planer rechnen mit zehn Millionen Besuchern. In das 30 Quadratkilometer große Ausstellungsgelände mit einer Kernfläche 4,5 Quadratkilometern werden umgerechnet knapp 200 Millionen Euro investiert. Zum Vergleich: Insgesamt 18 Millionen Euro hat Rathenow zur Landesgartenschau 2006 in das Optikparkgelände investiert. Zur Buga wurde das neue Areal am Weinberg noch einmal mit 17 Millionen Euro umgestaltet.

Fünf chinesische Unternehmen in Rathenow

„Mit dieser erwarteten Besucherzahl hätte die Buga bei uns kein Besucherdefizit gehabt“, sagte Hans-Jürgen Lemle scherzhaft. Am Sonntag begrüßte der Erste Beigeordnete eine Delegation aus Tanghan in Rathenow und führte die Gäste gemeinsam mit Norbert Heise über das Buga-Gelände. Der Geschäftsführer des Technologie- und Gründerzentrums hat seit über zehn Jahren Erfahrungen mit Wirtschaftsbeziehungen zu chinesischen Unternehmen. „Allein im TGZ sind fünf chinesische Unternehmen angesiedelt. Auch wenn sie zum Teil nur ein Büro zur Sondierung von Wirtschaftskooperationen unterhalten“, sagt Norbert Heise.

„Mit dem Kauf der Firma Welz siedelte sich 2004 das erste Unternehmen aus China in Rathenow an.“ Als Tangshans Bürgermeister Ding Xiufeng aufgrund der Kontakte Rathenows zu zahlreichen chinesischen Behörden und Unternehmen von der Buga 2015 in der Havelregion erfuhr, bemühte er sich sofort um einen Besuch in Rathenow. Die Delegation unter Leitung seines Stellvertreters, Cao Quuan Min, und des Gartenschau-Planers Pang Qiuyuan unterschrieb während ihres Aufenthalts in Brandenburg in der Landeshauptstadt einen Vertrag zur wirtschaftlichen Kooperation. „Tangshan engagiert sich bereits wirtschaftlich in Osteuropa“, sagt der Vizebürgermeister. „Vielleicht können wir künftig auch in Rathenow gemeinsame Projekte umsetzen. Wir wollen in Deutschland investieren.“

Brandenburger nach China eingeladen

Einen Monat nach der Buga befand sich das Gelände schon mitten im Rückbau. Auch das regnerische Wetter war für einen Buga-Rundgang nicht besonders einladend. Aber die Gäste zeigten sich auch sehr interessiert an der Gestaltung der fantasievollen Spiellandschaften. Immer wieder hielten sie ihre Eindrücke mit dem Handy fest. „Ich könnte mir vorstellen, dass Brandenburger Gartenbaubetriebe einen Teil des Ausstellungsgeländes in Tangshan gestalten“, sagte der Vizebürgermeister, der die Einbeziehung der Naturräume in das Ausstellungsareal bewunderte. Die Weinberg-Brücke auf dem Weg vom Optikpark zum Weinberg imponierte den Gästen. „Es gab ja immer wieder Gerüchte, dass die Brücke nach der Buga wieder abgebaut wird“, sagte Lemle. „Wir werden sie auch jetzt nicht nach China verkaufen.“ Am Bismarckturm angekommen zeigte sich, dass der erste deutsche Reichskanzler auch im fernen China bekannt ist.

„Schon die Brandenburger Landschaft, durch die wir gefahren sind, hat mir sehr gut gefallen“, sagte Cao Quuan Min. „Durch den Vortrag über die Buga im Rathaussaal und den anschließenden Rundgang haben wir einen guten Eindruck erhalten. Wir werden die Erfahrungen Rathenows nutzen.“ Bei der Verabschiedung wiederholte der Vizebürgermeister noch einmal die Einladung von Vertretern der Stadt Rathenow zur Gartenschau in Tangshan.

Von Uwe Hoffmann

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