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Havelland Eine Gemeinde ruft zur Windkraft-Demo auf
Lokales Havelland Eine Gemeinde ruft zur Windkraft-Demo auf
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20:00 10.10.2016
Die Windkraftanlagen sollen künftig im Milower Land im Waldgebiet gebaut werden. Quelle: dpa-Zentralbild
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Milower Land

13 Windkraftanlagen sollen noch in diesem Jahr in einem Waldgebiet in der Gemeinde Milower Land zwischen Schmetzdorf, Kleinbuckow, Groß- und Kleinwudicke errichtet werden. So zumindest sehen es die Pläne der Firma Enercon aus Aurich vor. Doch längst hat sich im Milower Land Widerstand formiert. Sowohl die Bürger selbst als auch die Gemeindevertreter und die Verwaltung haben sich bereits öffentlich gegen die Pläne von Enercon und damit gegen den Regionalplan ausgesprochen, der die Waldfläche im Milower Land als Windeignungsgebiet ausweist.

Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, geht nun noch einen Schritt weiter. Er ruft vor dem Erörterungstermin zum geplanten Windpark am 18. Oktober um 10 Uhr im Rathenower Kulturzentrum zu einer Demonstration auf dem Märkischen Platz auf – also unmittelbar vor dem Veranstaltungsort.

Bürgermeister rechnet mit rund 100 Teilnehmern

Von 8.30 bis 10 Uhr soll gegen die Pläne der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming, die den Regionalplan erstellt hat, protestiert werden. „Wir haben als Gemeinde die Demonstration bei der Polizei angemeldet. Das ist ein recht ungewöhnlicher Schritt, den ich als Bürgermeister im Auftrag der Gemeindevertreter gehe“, bestätigt Felix Menzel. Er rechnet mit rund 100 Teilnehmern, die so noch einmal ihre Bedenken öffentlich machen können.

Bürgermeister Felix Menzel (SPD) ruft zur Demo auf. Quelle: Geske

Aber nicht nur die Menschen aus dem Milower Land begehren gegen den Regionalplan auf. Wenn am 18. Oktober ab 10 Uhr alle noch offenen Fragen zum Bau der Enercon-Anlagen beantwortet werden sollen, dürften auch Vertreter des Naturschutzbundes Deutschland, der Bürgerinitiative „Rettet Brandenburg“, der Umweltschutzorganisation Greenpeace sowie Juristen und Politiker dabei sein, vermutet Menzel. Ziel des Ganzen ist es, an diesem Tag alle objektiven Fragen zu beantworten, die bis 11. August schriftlich eingereicht wurden.

Auch der Landkreis sieht das Vorhaben sehr kritisch

„Knapp 300 Anfragen sind eingegangen“, verrät Felix Menzel, dem ein Katalog mit sämtlichen Einwendungen vorliegt. Diese wie geplant an einem Tag zu beantworten, hält er für unmöglich. Menzel geht davon aus, dass die Veranstaltung an den darauffolgenden Tagen fortgesetzt wird. Kritik äußert der Bürgermeister zudem an der Terminwahl: „Eine solche Veranstaltung auf einen Dienstagvormittag in den Ferien zu legen, ist Kalkül.“

Auch der Landkreis Havelland sieht das im Wald ausgewiesene Windeignungsgebiet im Milower Land aufgrund artenschutzrechtlicher Belange sehr kritisch. Allerdings obliegt die Entscheidung über einzelne Abwägungen der Regionalen Planungsgemeinschaft und bei deren Abstimmungen in der Regionalversammlung hat der Landkreis nur eine Stimme. „Die Bedenken hinsichtlich artenschutzrechtlicher Belange hat der Landkreis bei der Neuaufstellung des Regionalplans eingebracht. Leider wurden diese nicht berücksichtigt und im Abwägungsergebnis wegen anderer Erkenntnisse als unbegründet dargestellt“, erklärte die Pressereferentin des Landkreises, Caterina Rönnert.

Es dürfte also nächste Woche spannend werden. Wenngleich es bisher vom Landesumweltamt keine Ankündigung gibt, die Veranstaltung ist öffentlich. „Teilnehmen kann jeder. Wer einen Einwand formuliert hat, darf dazu auch Fragen stellen“, betont Menzel.

Von Christin Schmidt

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